Buchrezension “Als Opapi das Denken vergaß” von Uticha Marmon

Heute möchte ich euch gerne das Kinderbuch “Als Opapi das Denken vergaß” von Uticha Marmon vorstellen.

Hardcover, ab 9 Jahren

160 Seiten, Magellan Verlag

ISBN 978-3-7348-4004-3

Preis: 13,95€

Der Inhalt ( Quelle: Magellan Verlag):

Manche Tage fangen an, als wären sie nichts Besonderes. Sie kommen daher wie jeder Tag. Aber wenn man genau aufpasst, ist schon morgens etwas ein bisschen anders, und daran kann man sehen, dass der Tag ganz und gar nicht normal wird. Genau so ein Tag war dieser Mittwoch, als Opapi ankam. Opapi – so nennt Mia ihren Urgroßvater. Und der zieht jetzt zu ihnen. Weil er immer mehr vergisst, sagen Mama und Papa. Aber nun kann Mia ihn ja daran erinnern, wie man sich die Schuhe zumacht und dass man sich die Zähne nicht mit Handcreme putzt. Doch Opapi kommt nicht allein … Wer ist dieser geheimnisvolle Junge, der ein wenig altmodisch wirkt und bei Opapi ein und aus geht, wie es ihm passt?

Meine Meinung:

Utichia Marmon behandelt in “Als Opapi das Denken vergaß” das Thema Demenz. Vorab habe ich mich gefragt, wie man ein solch ernstes und schwieriges  Thema in einem fiktiven Roman für Kinder umsetzen wird und wie man den Kindern die Thematik verständlich und kindgerecht mitteilen wird? Meine Oma ist auch an Alzheimer gestorben und ich kann mich noch erinnern, wie schwer es mir fiel, die Krankheit als Erwachsener zu verstehen. Wie soll man diese Krankheit dann als Kind verstehen?

Ich war also sehr gespannt auf den Inhalt und die Umsetzung des Themas. Wenn ich an die Krankheit denke, fallen mir direkt graue Farben ein. Wirklich positiv überrascht hat mich hier schon das Buchcover, welches ganz und gar nicht in grau-Tönen gehalten ist, sondern sehr bunt und fröhlich wirkt. Hier sieht man sofort die starke Bindung zwischen Enkelin und Großvater und dies wirkt direkt sehr positiv und familiär auf mich und zeigt den Zusammenhalt der Generationen, der sehr wichtig ist.

Sehr gespannt auf den Inhalt, begann ich dann das Buch zu lesen und wurde hier nicht enttäuscht. Die Geschichte wird aus der Sicht der jungen Mia erzählt, die ihren Großvater sehr liebt und sehr schnell merkt, dass ihr Großvater sich verändert hat. Sie versucht ihren Großvater zu verstehen und will ihm helfen, seine Erinnerungen aufrecht zu erhalten. Sehr behutsam und kindgerecht wird hier das Thema Demenz angegangen. Besonders gut gefallen hat mir hier, dass die Geschichte aus dem Blickwinkel eines Kindes geschildert wird, welches die Krankheit ganz anders wahrnimmt als ein Erwachsener, der oft alles zu verkopft sieht. Der Schreibstil ist ebenfalls kindgerecht und leicht verständlich. Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich, fantasievoll und man darf hier auch zwischendurch gerne lachen, da nicht alles so bitterernst und verbissen genommen wird.

“Als Opapi das Denken vergaß” ist ein schönes Buch für Kinder und Erwachsene, welches sich mit dem Thema Demenz beschäftigt und dabei magisch, fantasievoll und einfühlsam zugleich, die Geschichte und den Umgang mit dieser Krankheit, aus der Sicht eines Kindes erzählt.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Neuzugänge im März

Hallo Ihr Lieben,

Heute möchte ich euch kurz meine Neuzugänge der letzten Tage vorstellen.

CIMG5818

Das schwarze Sakrament” von Dennis Vlaminck und “Pomona” von Gertrud Leutenegger habe ich mir selber gekauft und ” Sechs Jahre -Der Abschied von meiner Schwester” von Charlotte Link habe ich freundlicherweise vom Blanvalet Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank hierfür.♥

Auf alle drei Bücher bin ich sehr gespannt und ich denke, ich werde mit “Sechs Jahre – Der Abschied von meiner Schwester” von Charlotte Link beginnen. Eigentlich wollte ich das Buch erst nicht lesen, da mein Vater vor vier Jahren an Krebs gestorben ist und ich mir vorstellen kann, dass mich der Inhalt sehr mitnehmen wird. Ich bin aber sehr gespannt und wage mich doch an den Inhalt heran und werde euch dann später berichten, wie es mir dabei ergangen ist. Ebenfalls gespannt bin ich auf die anderen beiden Bücher. Diese Woche werde ich eine Lesung zu “Das schwarze Sakrament” von Dennis Vlaminck, einen lokalen Autor, besuchen gehen. Auch hier bin ich schon neugierig auf den Inhalt. Es handelt sich hier um einen Mittelalter-Krimi, der im Rheinland im Jahr 1248 spielt und die Geschichte handelt von einer Reihe mysteriöser Todesfälle, die aufgeklärt werden müssen. Besonders spannend finde ich hier, dass wohl alle Bewohner eines Bauerndorfes tot in einer Dorfkirche aufgefunden werden und nur ein Säugling und ein Priester überleben. Es geistert das Gerücht durchs Land, dass drei ertrunkene Kinder, ihre Familien umgebracht haben sollen. Dies hört sich schon sehr, sehr mysteriös an und weckt meine Neugier.

“Pomona” von Gertrud Leutenegger habe ich mir gekauft, da ich mich hier an ein schwieriges Thema heranwagen möchte.

Hier der Klappentext des Buches:

“Am Ende behält man wenig von einer Kindheit; einen Geruch, eine Lichtstimmung, eine Geste. Alles andere ist zum Stoff geworden, aus dem wir atmen, handeln, vergessen.” Der jungen Frau, die das notiert, begegnet in nächtlichen Träumen ihre Mutter, wie sie da steht im Keller, sich umdreht und ihrer Tochter einen Apfel entgegenstreckt. Die Träume, die wieder und wieder an die inzwischen tote Mutter im duftenden Reich ihrer Äpfel erinnern, sind freilich die andere Seite dessen, was der jungen Frau tagsüber widerfährt: Mit ihrem Mann, dem exzentrischen Orion, und ihrer Tochter gerät sie in eine für sie lebensbedrohliche Not. Trotz der wunderbar eigensinnigen Menschen, die ihr Dorf bewohnen, trotz der ausgelassenen Feste und der Geschichten, die man hier erzählt, muß die junge Frau, wie ihr immer klarer wird, fliehen…

Wie sieht es bei euch aus? Was lest ihr gerade?

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche!
Liebe Grüße,
eure Jane ♥

Montagsfrage//Glaubst du, dass Bücher dein Denken/Handeln schonmal beeinflusst haben?

Heute ist Montag und pünktlich zum Start in die neue Woche gibt es wieder eine neue Montagsfrage von Buchfresserchen.

Glaubst du, dass Bücher dein Denken/Handeln schonmal beeinflusst haben?

Diese Frage kann ich definitiv mit einem JA beantworten. Die besten Bücher sind meiner Meinung die Bücher, die einem zum Nachdenken anregen. Meistens geschieht dies auf unbewusste Art und Weise. Mir ist dies aber auch schon sehr oft bewusst passiert z.B. wenn man ein gutes Buch beendet hat und danach noch lange über den Inhalt nachdenken muss. Ein gutes Buch reißt mich aus dem Alltag und vermittelt mir eine andere Perspektive. ich tauche in eine andere Welt ein und lasse mich auf Neues ein. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Roman oder um Sachliteratur handelt. Lesen bildet und lässt uns Dinge, aus einem anderen Blickwinkel betrachten, wenn man sich darauf einlässt.

Wie seht ihr das? Glaubt ihr, dass Bücher euer Denken/Handeln teils nachhaltig beeinflussen können?

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche!

Liebe Grüße

eure Jane

And the Winner is…

Heute möchte ich die Gewinnerin bekannt geben, die ein Exemplar von der Anthologie “SternenBlick – Ein Gedicht für ein Kinderlachen” gewonnen hat.

SternenBlick Gewinnspiel

Leider haben nur 2 Leute am Gewinnspiel teilgenommen und ich bin jetzt ein wenig traurig, freue mich aber trotzdem, dass ich hier einen guten Zweck unterstützen konnte und wünsche der Gewinnerin viele schöne Lesestunden :-)!!!

And the Winner is…..

Pearl!!!

Herzlichen Glückwunsch!!!!

CIMG5785

Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße,

eure Jane ♥

Buchrezension “Herrscher der Gezeiten” von Nichola Reilly

Heute möchte ich euch “Herrscher der Gezeiten” von Nichola Reilly vorstellen.

ISBN 978-3-95649-106-1

ISBN eBook 978-3-95649-399-7

Verlag: DARKISS

Seitenzahl: 352 Seiten

Originaltitel: Drowned

Preis: 14,99 EUR [D]

Der Inhalt (Quelle: Mira Taschenbuch):

Die Erde ist überflutet. Die letzten Überlebenden harren auf einer kleinen Insel aus, deren Ufer mit jeder Flut schmaler werden. Dass sie in dieser Welt unerwünscht ist, spürt Coe jeden Tag. So gut sie kann, erledigt sie ihre erniedrigende Arbeit und setzt sich gegen die anderen Inselbewohner zur Wehr. Heimlich schwärmt sie für den mutigen Tiam, ihren einzigen Freund.
Dann geschieht es. Der Herrscher der Insel liegt im Sterben und hinterlässt keinen Erben. Ausgerechnet Coe wird ins Schloss eingeladen und erfährt, dass die königliche Familie ein Geheimnis hütet, das alles für immer verändern kann. Gibt es einen Ausweg aus dem Albtraum, in dem sie alle leben? Coe und Tiam müssen sich beeilen, Antworten zu finden, bevor ihre Welt für immer in den Fluten versinkt …

Meine Meinung:

“Herrscher der Gezeiten” von Nichola Reilly ist  der Auftakt einer neuen Reihe. Es handelt sich hierbei um eine Dystopie. Und obwohl ich kein wirklicher Fan von Endzeit-Storys bin, wollte ich “Herrscher der Gezeiten” gerne lesen, da mich der Klappentext neugierig auf das Buch gemacht hat. Ich hatte mir hier eine fesselnde Geschichte mit einigen Fantasy-Elementen vorgestellt, doch leider wurde meine Erwartungshaltung hier nicht erfüllt.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Coe erzählt, einem jungen Mädchen, welches in der Zukunft lebt, wo die Erde überflutet ist. Die letzten übriggebliebenen Menschen kämpfen Tag für Tag um ihr überleben. Doch jedesmal, wenn die Flut kommt, werden Sie weniger. Ihr Leben richtet sich nach den Gezeiten und darauf, auf den richtigen Platz auf einer Plattform zu stehen. Coe ist seit einer schrecklichen Begegnung mit den “Kritzlern”, Fischähnlichen und sehr gefährlichen Wesen, verstümmelt und wird fortan von den anderen Inselbewohnern abgegrenzt. Coe ist in dieser Welt unerwünscht und dies bekommt sie tagtäglich zu spüren.

Als einziger Freund bleibt ihr nur Tiam, für den sie heimlich schwärmt. Es ist kein leichtes Leben, in dieser schrecklichen Welt und Coe wünscht sich einen Ausweg. Als der König im Sterben liegt, wird Coe unerwartet ins Schloss eingeladen. Dort wird ein Geheimnis gehütet, das alles verändern kann.

Der Inhalt hört sich eigentlich ganz gut an und hat Potenzial für eine gute Story, doch leider hapert es hier an der Umsetzung. Der Einstieg in die Geschichte ist sehr schleppend und der Inhalt von Beginn an sehr langatmig. Erst ab dem letzten Drittel hat sich dies geändert und es wurde dann etwas interessanter. Eine richtige und kontinuierliche Spannung kam jedoch zu keiner Zeit auf. Auch wurde ich leider nicht mit dem Schreibstil der Autorin warm, dieser war mir einfach zu seicht und nicht tief genug. Auch die Figuren waren für mich leider nicht gut ausgearbeitet. Eigentlich konnte man sich hier nur Coe gut vorstellen und sich in sie hineinversetzen. Die anderen Figuren waren zwar vom Äußerlichen her gut beschrieben, aber ihnen fehlten ausreichende Charaktermerkmale, die sie lebendig wirken lassen. Ich mag es einfach nicht, wenn Figuren nur gut oder böse sind, die Handlung wirkt auf mich dann einfach nicht glaubwürdig.

Einzig allein das Buchcover ist sehr schön gestaltet und macht Lust darauf das Buch zu lesen. Auf dem Buchcover ist das tobende Meer und eine schöne, junge Frau abgebildet, die mitten in den Fluten steht, die ihr nichts anhaben kann. Die Farben sind in den Farben des rauen Meeres gehalten, was zumindest etwas zum Inhalt passt.

Abschließend kann ich leider nur sagen, dieses Buch konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen.

Meine Bewertung:

( von ♥♥♥♥♥)

Ganz herzlich möchte ich mich bei MIRA Taschenbuch für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares bedanken.

SternenBlick – Die Anthologie mit Gewinnspiel

Ihr Lieben,

ich möchte euch  gerne auf die Anthologie “SternenBlick – Ein Gedicht für ein Kinderlachen” aufmerksam machen.

Taschenbuch: 112 Seiten

Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (11. November 2014)

ISBN-10: 3738608052

ISBN-13: 978-3738608052

Preis: 9,98 Euro

Der Inhalt:

Anthologie mit Gedichten und Kurzgeschichten „Gemeinsam Poesie beleben“, ist der Leitsatz des Projektes: „SternenBlick – Ein Gedicht für ein Kinderlachen“, denn Dichtkunst soll wieder gehört werden, Worte sollen wieder berühren und bewegen. Als ein Ausdruck von Liebe zur Poesie, ist dieser Band aus der Idee gereift, zeitgenössische Dichter und ihre Gedanken hören zu wollen und entwickelte sich zu einem Treffpunkt an dem Menschen zusammenfinden, um gemeinsam ihre Worte für das Gute zu teilen. Der Erlös dieser Veröffentlichung geht an „Kinderlachen e.V.“, die das Geld in Form von Sachspenden an bedürftige Kinder vermitteln. 49 Autoren und Autorinnen wagen in dieser Anthologie ihre ganz persönliche Rückschau zum Thema: Kindheit und Kindsein. Lassen Sie sich verzaubern!

Meine Meinung:

Durch die Autorin Dagmar Tollwerth, die für diese Antholigie die Kurzgeschichte “Henry’s Geschichte” geschrieben hat, wurde ich auf dieses Buch aufmerksam.

Die Autorin hat neben ihrem Werk “Zeigerloser Weg. 61 Haiku über Frauenebenfalls unter dem Pseudonym “Noëlle Dukât” den Roman Die zerbrochene Rebe veröffentlicht. Hier findet ihr meine Rezension dazu.

SternenBlick ist aber mehr als eine Anthologie, die 49 zeitgenössische DichterInnen und AutorInnen versammelt. SternenBlick ist ein gemeinnütziges Werk, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, das Image von Dichtung und Dichtung zu entstauben und die Poesie wieder dorthin zu bringen, wo Sie entsteht: ins Herz.

Zusätzlich und wirklich bemerkenswert, wie ich finde, wird der Erlös (des E-Books, des Taschenbuches und ab März auch des Hörbuches) bedürftigen Kinder zu Gute kommen. So gehen 1,50 Euro beim Kauf des E-Books und 3,00 Euro beim Kauf des gedruckten Buches an Kinderlachen e.V.

Man fördert mit dem Kauf des Buches also nicht nur das Bewusstsein für die Poesie, sondern unterstützt gleichzeitig noch einen guten Zweck. Eine tolle Kombination!

Auch ich werde mir diese Anthologie nun kaufen und ich bin schon sehr gespannt! ;-)

Und weil ich diese Aktion so toll finde und weil man hier ganz viel Gutes tun kann, habe ich mir überlegt, ich möchte gerne ein Exemplar der Taschenbuchausgabe von “SternenBlick – Ein Gedicht für ein Kinderlachen” an euch verschenken :-).

So könnt ihr teilnehmen:

Schreibt mir eure schönste Kindheitserinnerung als Kommentar.

Zusätzlich benötige ich eine aktuelle Email-Adresse von euch, damit ich euch im Gewinnfall benachrichtigen kann.  (bitte eure Email-Adresse  in das Kommentarfeld schreiben und nicht ins Textfeld, damit eure Email- Adresse nicht öffentlich angezeigt wird).

Die Teilnahmebedingungen:

  • Das Gewinnspiel startet heute am 11. Februar 2015 und endet am 19.Februar 2015 um 23:59 Uhr
  • Der Gewinner wird ausgelost und am 20. Februar  auf meinem Blog bekannt gegeben.
  • Es wird insgesamt 1 Exemplar von “SternenBlick – Ein Gedicht für ein Kinderlachen” verlost
  • Im Gewinnfall werdet ihr persönlich von mir per Email benachrichtigt werden
  • Meldet sich der Gewinner innerhalb von 7 Tagen nicht auf meine Email, wird der Preis an einen anderen Teilnehmer verlost.
  • Jeder Teilnehmer darf sich nur 1 mal bei diesem Gewinnspiel eintragen. Mehrere Kommentare, werden gelöscht.
  • Teilnahmeberechtigt sind alle ab 18 Jahre, deren Wohnort in Deutschland ist.
  • Personen unter 18 Jahren düfen auch teilnehmen, wenn ich hier zusätzlich die Erlaubnis der Erziehungsberechtigten erhalte!
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Eure Daten werden nur für die Dauer des Gewinnspieles gespeichert und werden danach von mir gelöscht!
  • Die Haftung für den Versand wird ausgeschlossen

Ich wünsche euch ganz viel Glück und freue mich schon über eure Kindheitserinnerungen.

Liebe Grüße,

eure Jane ♥

 

Buchrezension “Mitternachtsweg” von Benjamin Lebert

Heute möchte ich euch das wunderbare Buch “Mitternachtsweg” von Benjamin Lebert vorstellen.

ISBN: 978-3-455-40437-1
Seiten: 240
Preis: 18,00€

Der Inhalt (Quelle: Hoffmann und Campe):

“Wann immer wir von einer großen Liebe erzählen, erzählen wir letztlich eine Spukgeschichte.”

Benjamin Lebert erzählt von einer Liebe im Rhythmus der Gezeiten – und von der Faszination, die die Rätsel der Vergangenheit uns aufgeben.

Johannes Kielland ist ein junger Historiker, der seit seiner Kindheit ein leidenschaftlicher Sammler von Berichten über mystische Begebenheiten ist. Nun wird eine der Geschichten, die er ausgegraben hat, plötzlich lebendig. Die Frau eines in Sylt gestrandeten Toten wendet sich an ihn und erzählt ihm die Geschichte einer mysteriösen Beziehung und eines geheimnisvollen Handschuhs. Immer tiefer verstrickt sich Kielland in das fremde Schicksal, und die Wahrheit, nach der er sucht, erscheint unergründlich und trügerisch.

Meine Meinung:

Es gibt Bücher, die beeindrucken, bleiben lange im Gedächtnis und passen einfach zu einer Person.

So erging es mir mit “Mitternachtsweg” von Benjamin Lebert. Bereits auf der Frankfurter Buchmesse war ich begeistert von Buch und Autor. Die Textstellen, die Benjamin Lebert damals aus “Mitternachtsweg” vorlas haben sich irgendwie tief in mir verankert und das Buch ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Manchmal findet man ein Buch, aber manchmal findet ein Buch auch einen Menschen und ich glaube, dieses Buch hat mich gefunden, wenn ich es so beschreiben will.

Benjamin Lebert erzählt in “Mitternachtsweg” eine tiefschwarze Liebesgeschichte, die mich erschauern lies, aber gleichermaßen auch sehr fasziniert hat. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Historiker und Gothic-Fan  Johannes Kielland, der seit seiner Kindheit ein Faible für mystische Begebenheiten hat und Geschichten darüber sammelt. Johannes Kielland ist anders und fühlt sich von der dunklen Seite angezogen. Eines Tages jedoch findet eine Geschichte ihn, in Form von Helma Brandt, die Frau eines auf Sylt gestrandeten Toten, die sich an ihn wendet und ihm eine unglaubliche Geschichte erzählt. Eine Geschichte, die Kielland selbst verändern wird und ihn in einen unheilvollen Strom bis hin in die Vergangenheit, in den Sommer 1939 zieht.

Der Schreibstil von Benjamin Lebert ist hier sehr bildgewaltig und poetisch. Ich liebe seinen Schreibstil, denn er hat etwas schaurig- romantisches an sich, was mir sehr gefällt. Die Geschichte wird in verschiedenen Ebenen erzählt, was sie tiefgründig macht und dadurch wird zusätzlich eine gute, konstante Spannung aufgebaut. Man merkt hier eindeutig, dass der Autor der Epoche der Romantik sehr zugetan ist, der Inhalt ist durchweg sehr melancholisch und von Sehnsucht gekennzeichnet. Die Liebe spielt hier natürlich auch eine zentrale Rolle, auch wenn Sie in einer unheimlichen und düsteren Form erscheint.

“Mitternachtsweg” von Benjamin Lebert ist ein sehr spannend zu lesender, wunderbar poetisch und melancholischer Roman, der mich tief in seinen Bann gezogen und beeindruckt hat.

Ich freue mich auf weitere Geschichten von Benjamin Lebert.

Meine Lieblingszitate:

“Unser erster Besitz im Leben ist der Name. Der Name ist ein Gefäß, in das wir unser Leben hineingeben; das, was für die Begrabenen da drüben auf der anderen Straßenseite der Friedhof ist.”

“Nur zu gern wollte ich das Leben mit den Schatten verwechseln, die es warf. Schatten sind weich und tun nicht weh, und die Einsamkeit in den Schatten schien mir erträglicher als das Ringen um Licht, das Zeigen von körperlicher Präsenz.”

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)