Werde Buchpate! Die Buchpatenaktion der STADT.BIBLIOTHEK.BERGHEIM

Heute möchte ich über eine Aktion berichten, die mir sehr am Herzen liegt! Wie ihr vielleicht wisst, arbeite ich in der STADT.BIBLIOTHEK.BERGHEIM und bin unter anderem dort für das Projekt „Biblioversum – Erlebe deine Bibliothek“ zuständig. In den Sommerferien veranstalten wir hier im Rahmen des Projektes die Aktion „Lesespaß in den Sommerferien“ für alle Schüler/innen.

Und genau für dieses wunderbare Projekt werden noch Buchpaten gesucht. 😉

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So könnt ihr Buchpate werden:

Wenn ihr Buchpate werden möchtet, sucht ihr euch ein Buch aus der Buchwunsch-Liste auf der Homepage der STADT.BIBLIOTHEK.BERGHEIM oder aus den ausliegenden Info-Heften aus, kauft diesen Titel in einer Buchhandlung eurer Wahl und schenkt das Buch dann der Stadtbibliothek.

Hier findet ihr die Buchwunsch-Liste der Bibliothek.

Gerne könnt ihr die Bücher auch in den Mayersche Moewes Buchhandlungen in Bergheim besorgen, dort wird es eine Ausstellung mit den Büchern zur Aktion geben. Zusätzlich können die Kolleginnen und Kollegen euch ebenfalls Auskunft darüber geben, ob der gewünschte Titel noch frei ist.

Und was passiert dann?

Das Buch wird in den Bestand der Bibliothek eingearbeitet und erhält auf Wunsch einen Aufkleber, mit dem kenntlich gemacht wird, dass ihr die Buchpaten des Buches seid. Gerne können hier übrigens auch Bloglogos etc. verwendet werden. 😉

Auf Wunsch bestätigt die STADT.BIBLIOTHEK euch die Spende natürlich auch gerne durch eine Spendenquittung.

Außerdem werdet ihr als Buchpate – wenn ihr damit einverstanden seid – auf der Homepage der STADT.BIBLIOTHEK, in dem gespendeten Buch und/oder auf einer Ausstellungswand namentlich erwähnt.

Nimmt euer Kind am „Lesespaß in den Sommerferien“ teil,
so hat es das Erstleserecht für den geschenkten Titel! 📖

Natürlich darf man an dieser Aktion auch teilnehmen, wenn man nicht in Bergheim oder in der Umgebung lebt. Ihr dürft euch auch gerne eurer Wunschbuch aus der Liste aussuchen, schreibt dann eine kurze Nachricht an mich unter : christiane.schmidt@bergheim.de und dann könnt ihr das Buch gerne auch an die Bibliothek versenden.

Warum mich Buchmenschen oft nerven

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Heute spreche ich ein Thema an, was mich schon lange beschäftigt.
Ich finde, dass sich viele Büchermenschen oft selbst zu wichtig nehmen und dies nervt mich so unendlich!

Ihr dürft mich hier nicht falsch verstehen, denn ich zähle mich auch zu diesen besagten „Buchmenschen“. Ich lese privat sehr viel, besitze viele Bücher und liebe Literatur in allen Formen. Beruflich bin ich ebenfalls von Medien umgeben, sichte den Buchmarkt, kaufe neue Medien ein, katalogisiere und systematisiere diese und makuliere auch einige davon.

Auch rede ich sowohl privat und auch beruflich über Bücher und gebe gerne Literaturtipps, veranstalte Leseabende für Kinder und stelle Bücher, die mir ans Herz gewachsen sind gerne bei Vorleseabenden oder anderen Veranstaltungen vor.
Ebenfalls stelle ich auch Bücher auf meinem Blog vor, die mir überhaupt nicht gefallen haben.

Wie ihr seht, beschäftige ich mich viel mit Büchern und anderen Medien und mein Herz schlägt für die Literatur. Allerdings bin ich ein vielfältiger Mensch und habe auch noch andere Interessen, ich verkrieche mich nicht hinter den Büchern, sondern lebe.

In den sozialen Medien verfolge ich einige Buchblogs, bin auf Instagram, Twitter und auf Facebook aktiv und bin oft so genervt von Menschen, die wie ich, sehr gerne lesen.

Dies liegt daran, dass oft ein falsches Bild von der Liebe ums Buch abgeben ist. Mir kommt es oft wie ein Wettkampf vor.

Wer liest am meisten?
Wer schreibt die erste Rezension?
Wer hat den größten Stapel ungelesener Bücher?
Wer bekommt die meisten Rezensionsexemplare?

Oft werden auch nur die neusten Bücher besprochen oder künstlich durch Fotografie in Szene gesetzt und leider sind es so oft die gleichen Titel und das ist so langweilig.
Sorry, aber dies nervt mich so unendlich. Ihr dürft auch gerne ältere Titel besprechen und ich freue mich auch sehr über Geheimtipps, die ihr mir geben dürft. Also, traut euch ruhig auch mal gegen den Strom zu schwimmen, denn das macht euch interessant und mich neugierig.
Auch  werden es sich über Menschen beschwert, die Bücher wegschmeißen. Auch dazu gehöre ich. Ich stelle zum Beispiel nur neuere Bücher, die ich selbst noch gerne lesen möchte, in den Bücherschrank oder verschenke sie. Übrigens, hier findet ihr eine Liste von öffentlichen Bücherschränken in Deutschland. 😉

Auch hasse ich es, wenn ich nur „gute“ Rezensionen auf einigen Buchblogs finde.
Dies ist für mich nicht authentisch und einfach verlogen. Ich habe auch keine Freude daran, solche Blogs zu lesen.

Auch bei den Booktubern finde ich, dass einige sich viel zu ernst nehmen. Bitte seid natürlicher und macht mal was neues und verwendet bitte nicht die Begrüßung „Hallo, meine Lieben“ (es sei denn, ihr verwendet diese Begrüßung auch sonst im realen Leben). Steht auch zu euren Fehlern und präsentiert nicht immer eure Stärken oder euer strahlendes Zuckerwattelächeln. Ich möchte natürliche Personen sehen und brauche keine Schauspieler, die mir etwas vorspielen. Echte Persönlichkeiten sind hier gefragt, steht dazu wie ihr seid und steht auch zu euer Leseflaute und berichtet darüber und sagt bitte auch deutlich, wenn ihr ein Buch zum kotzen findet.

Auch außerhalb der digitalen Welt nerven mich solche Aussagen wie „Du hast das Buch nicht gelesen?“, “ Du liest doch die ganze Zeit auf der Arbeit“ oder „Können Sie mir sagen, ob Sie das grüne Buch mit dem Frosch im Bestand haben“ Ahhhh! Das nervt wirklich!
Warum nerven mich diese Aussagen?
Viele Menschen glauben, dass wenn man auch beruflich mit Büchern zu tun hat, jedes Buch kennen muss. Dies ist natürlich utopisch. ich behaupte aber, dass ich mich schon sehr gut in der Welt der Bücher auskenne und halte mich hier auch immer auf den neusten Stand. Es ist unmöglich alle Bücher auf der Welt zu kennen.

In unserer Bibliothek haben wir einen Bestand von ca. 56.000 Medien. Man muss hier nicht erwähnen, dass ich unmöglich alles gelesen, angeschaut oder angehört haben kann. 🙂

Natürlich stimmt es auch nicht, dass ich auf der Arbeit lesen darf. Es wäre schön, wenn ich so mein Geld verdienen würde, aber leider sieht die Realität hier ganz anders aus. Ich lese privat und ja, ich lese auch die Bücher, die ich für Veranstaltungen benötige in meiner Freizeit, da mein Arbeitsalltag so vollgepackt ist, dass ich dafür leider überhaupt keine Zeit habe. So sieht leider die Realität aus.

Auch kann ich mit kryptischen Anfragen nicht viel anfangen. Wenn ich nach einem Buch suchen soll und man nichts über den Inhalt weiß, den Schriftsteller nicht kennt
und nur weiß, dass das Buch rosa ist und ein bunter Muffin auf dem Cover ist, fällt es schwer, hier das richtige Suchergebnis zu finden.
Oft wird man hier obendrein als „blöd“ oder unfähig betitelt, aber sorry, ich stelle hier nicht die dummen Anfragen.
Ich mache ja schon viel und ich liebe es zu recherchieren, aber auch hier kann ich leider nichts für euch tun.

Außerdem wurde ich von einer Leserin mal als „prüde“ bezeichnet, da ich „Fifty Shades of Grey“ nicht gelesen habe und es auch nicht lesen werde. Ich muss nicht alles lesen, nur weil gerade ein großer Hype darum gemacht wird. Ich lesen das, was mein Interesse erweckt, denn meine kostbare Zeit ist mir hier wichtig und ich möchte diese nicht verschwenden. Ehrlich gesagt, habe ich auch nie „Harry Potter“ gelesen und kann hier  auch nicht mitreden. Ich stehe aber auch dazu, auch wenn dies oft zu Unverständnis führt.

Auch mag ich es nicht, wenn ihr über Schriftsteller, bekannte Buchblogger, Verlagsmenschen etc. so redet, als ob es eure besten Freunde wären.
Wenn dies so sein sollte, dann dürft ihr gerne auch weiterhin darüber reden, aber bitte verschont mich mit diesem „ICH-BIN-WICHTIG-PSEUDO-GETUE“. 😉
Ich durfte auch schon Vorteile bei Veranstaltungen, der Buchmesse, auf Bloggertreffen etc. genießen, aber ich hasse es, wenn man dies so raushängen lässt. Tut bitte nicht so wichtig und seid ihr selbst.
Natürlich gibt es auch sehr viele liebenswürdige Buchmenschen und mit den meisten komm ich sehr gut aus, aber es gibt auch leider so viele, die einfach unerträglich nervig sind. Also, nehmt mir meinen Beitrag nicht so übel, ich musste dies einfach mal sagen.

Wie denkt ihr über dieses Thema?

 

 

 

Buchrezension: „Das Leben nach Boo“ von Neil Smith

Heute möchte ich euch den Roman „Das Leben nach Boo
von Neil Smith näher vorstellen.

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Roman
Aus dem Englischen von Brigitte Walitzek

416 Seiten. Gebunden. Lesebändchen.
€ 24,00   €[A] 24,70
ISBN: 978-3-89561-496-5

Der Inhalt (Quelle: Schöffling & Co.)

Oliver »Boo« Dalrymple ist dreizehn Jahre alt, hochbegabt, wenig beliebt und vor allem tot. Gerade noch hat er an seinem Schulspind gestanden, in das Periodensystem vertieft, da findet er sich im Wiedergeburtsraum eines seltsamen Jenseits wieder. Dort begrüßt ihn Thelma, ein schwarzes Mädchen, das in den sechziger Jahren gelyncht wurde, und erklärt ihm, was es damit auf sich hat: In einer von Mauern umgebenen Stadt leben ausschließlich verstorbene amerikanische Jugendliche seines Alters. Quicklebendig verbringen sie ihre Zeit wie auf einem großen Schulhof, sausen auf Fahrrädern umher und werden von einem hippiehaften Gott namens Zig mit allem versorgt, was Dreizehnjährige zum Leben brauchen.
Boo hat gerade begonnen, sich an das Nachleben zu gewöhnen, als sein ehemaliger Klassenkamerad Johnny in der Stadt auftaucht und ein überraschendes neues Licht auf seine Vergangenheit wirft. Auf der Suche nach der brutalen Wahrheit wird ihre gerade erst geschlossene Freundschaft ernsthaft auf die Probe gestellt.

Meine Meinung:

Ich stelle dieses Buch vor, da es meiner Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte! Der Roman“ Das Leben nach Boo“ von Neil Smith ist anders! Anders, aber gut und erfrischend skurril. Dieser Roman war meine Urlaubslektüre in Ibiza und hat mich wirklich sehr gut unterhalten. Man muss diese Art von Geschichten mögen, die ungewöhnlich und ein wenig verrückt sind. Da ich diese Art von Erzählungen sehr mag, konnte dieser Roman mich auch wirklich sehr begeistern.

Die Geschichte spielt im Jahr 1979. Die Hauptfigur ist Boo, der eigentlich Oliver Dalrymple heißt und in Amerika lebt. Den Namen „Boo“ erhielt er von seinen Klassenkameraden, die ihn nicht mögen und ihm diesen Namen wegen seiner hellen Haut und seinem hochstehenden Haar gegeben haben. Oliver ist hochintelligent, gilt leider aber auch als Außenseiter. Er hat keine Freunde und lebt sein Leben als eine Art Nerd.  Er ist 13 Jahre alt und wird es auch für immer bleiben, denn er ist tot.
Plötzlich findet Oliver sich im „Himmel“ wieder, der ganz anders ist, als es in den üblichen Vorstellungen der Menschen beschrieben wird. In einer Art Wiedergeburtsraum erwacht er und lernt dort die anderen Bewohner „der Stadt“ kennen, die so den  Ort des Nachlebens nennen.
Aus dem Jenseits heraus versucht Oliver in Kontakt mit seinen Eltern zu treten. Er schreibt ihnen in einer Art Handbuch und berichtet dort über sein Nachleben. Anfangs geht Oliver noch davon aus, dass er durch sein löchriges Herz zu Tode gekommen ist, denn von Geburt an litt er unter einem Herzfehler.  Doch dann taucht eines Tages plötlich sein Mitschüler Johnny in der Stadt auf und schlagartig wendet sich die Geschichte.  Johnny berichtet ihm, dass er nicht an einem Herzfehler starb, sondern  in der Schule erschossen wurde. Unverzüglich begeben sich Boo und Johnny nun auf die Suche nach „Gunboy“, der ebenfalls neu in der Stadt eingetroffen sein soll.

Wie man bereits an der Beschreibung der Handlung merkt, ist diese Geschichte wirklich kurios. Trotz des ernsten Themas musste ich oft schmunzeln, denn zwischen den Sätzen taucht immer mal wieder eine zarte Ironie auf.
Boo und seine Eltern sind Atheisten und man geht davon aus, dass Atheisten sich kaum oder überhaupt eine Vorstellung über den Himmel und wie es dort aussehen könnte, machen. Boo schreibt seinen Eltern hier beispielsweise detailiert auf, dass es dort auch Ananas zu essen gäbe und dass es sie mehr Dosenananas als frische Ananas zu essen bekämen.
Wer macht sich auch schon Gedanken darüber, welche Zahnpasta es im Himmel verwendet wird? Auch hier weiß Boo die Antwort und schreibt seinen Eltern in einer Art Handbuch, dass sie sich dort mit doppeltkohlensaurem Natron (Natriumcarbonat), was sie auf ihre Zahnbürsten streuen, die Zähne putzen würden.

Auch wird Gott als eine Art Hippie dargestellt, den alle „Zig“ nennen und noch nie zu Gesicht bekommen haben. Gott wird hier nicht als gütig und unfehlbar beschrieben, sondern taucht als exzentrisches Blumenkind mit einer künstlerischen Ader auf, der verwaschene Jeans mit Gänseblümchenmustern und Flip-Flops trägt.
Ständig vermurkst Zig etwas, so sind beispielsweise die Toiletten in der Stadt andauernd bis zum Überlaufen verstopft und die Kids müssen selbst schauen, wie sie dieses Problem lösen.

Der Autor schafft durch seine detaillierten Beschreibungen eine neue und fantastische Welt, die eben anders ist.
So finden sich in diesem speziellen Jenseits,  wo sich nun auch Boo befindet, ausschließlich  13-jährige Amerikaner wieder. In der Vorstellung der anderen Bewohner soll es aber noch weitere Städte geben, also eine Stadt für jedes Alter. Hierbei handelt es sich aber rein um Spekulationen, da ihre Stadt von hohen Mauern umgeben ist.

Und auch ist diese Geschichte ernst, todernst und geht in die Tiefe.
Es wird eine Art Hetzjagd auf den Mörder von Boo beschrieben. Die Jugendlichen sind in ihrer Stadt auf sich allein gestellt und machen ihre eigenen Regeln. Das Kommando haben hier die „guten“Jugendlichen, die ihre Lebensweise den anderen Jugendlichen aufdrücken wollen. Die Gewaltbereitschaft, die in jedem Menschen schlummert, kommt hier drastisch zum Vorschein und man merkt sehr schnell, dass dieser Himmel nicht so friedlich und schön ist, wie man sich das so vorstellt und dass hier die Gier nach Rache ebenfalls sehr groß ist.

Ich möchte nun nicht mehr so viel vom Inhalt verraten, denn man sollte dieses Buch einfach lesen!
Zu erwähnen bleibt noch, dass dieses Buch sowohl von Erwachsenen wie auch von Jugendlichen sehr gut gelesen werden kann. Der Verlag zeichnet dieses Buch nicht expliziert als Jugendbuch aus, allerdings wird der Roman, der bereits 2015 auf dem amerikanisch-kanadischen Buchmarkt erschienen ist, auch schon als Schullektüre für Schüler ab 14 Jahren verwendet.

Das Cover passt ebenfalls sehr gut zum Inhalt. Es ist eigentlich schlicht gehalten, doch durch seine Farbwahl sehr auffällig. Hier gibt es übrigens 11 verschiedene Farbvariatnen von, so dass jeder sein Lieblingscover finden sollte.

Fazit:
Ein Buch was definitiv anders ist, aber anders gut!
Hier gibt es eine eindeutige Leseempfehlung von mir. Die Geschichte ist einzigartig, tiefgehend, abwechslungsreich und weist viele Wendungen auf. Der Schreibstil ist locker, abwechslungsreich und sehr detailiert. Beim Lesen wird es definitiv nie langweilig werden, denn für Abwechslung ist hier bestens gesorgt.
Wer diesen Roman nicht lesen möchte, verpasst wirklich was.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

„Die Geschichte von Boo“ habe ich am 06.06.2017 auf einem gemeinsamen Vorleseabend von der Buchhandlung Mayersche Moewes und der STADT.BIBLIOTHEK.BERGHEIM vorgestellt und einige Passagen daraus vorgelesen. Das Publikum war begeistert und ich finde, dieser Roman sollte wirklich viel mehr Aufmerksamkeit erhalten. 😉

Habt ihr das Buch schon gelesen?

Das war die 2. LITBLOG CONVENTION

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Vergangenen Samstag luden die Verlage Kiepenheuer & Witsch, Bastei Lübbe, DUMONT Kalenderverlag, Diogenes und Community Editions zur 2. LITBLOG CONVENTION nach Köln ein.

Im Verlagsgebäude von Bastei Lübbe fand ein buntes Programm für Literaturblogger , Booktuber und Influencer statt. Hier durfte man sich aus den verschiedenen Programmpunkten, sein persönliches Tagesprogramm zusammenstellen.

In 5 Blöcken, die jeweils 40 Minuten dauerten, konnte man jeweils einen Vortrag, ein Werkstattgespräch oder einen Workshop besuchen. Dazwischen gab es eine Pause und man hatte hier genug Zeit um neue Kontakte zu knüpfen, an den verschiedenen Verlagsständen zu stöbern, Fotos im Fotobulli zu machen und sich am Kuchenbuffet oder mit belegten Brötchen zu stärken.

Die Veranstalter und vielen Verlagsmenschen haben sich wirklich sehr gut um ihre Gäste gekümmert, alle waren super freundlich, sehr kompetent und man wurde bestens versorgt. Besonders beachtenswert fand ich, dass man sich als Besucher eine Powerbank abholen konnte, damit man die Akkus seiner technischen Geräte aufladen konnte, dies war wirklich sehr praktisch und man merkt,  hier  wurde mitgedacht. 😉

Das ganze Programm könnt ihr hier nachlesen.

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Ich habe insgesamt 4 Programmpunkte besucht und musste danach leider die Veranstaltung schon verlassen. Im Anschluss gab es aber auch noch ein GET TOGETHER, wo man sich ebenfalls seine Bücher signieren lassen konnte und ein vegetarisches Buffet.

Folgende Programmpunkte habe ich besucht:

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1.) YOUTUBE-Millionäre

Diesen Programmpunkt habe ich mir ausgesucht, da wir in unserer Bibliothek mit der Idee spielen, einen eigenen YOUTUBE-Kanal zu starten. Christoph Krachten, YOUTUBE-Pionier der ersten Stunde, sprach hier wie der Algorithmus auf YOUTUBE die Hits bestimmt. Ich fand den Vortrag sehr interessant, da man gemerkt hat, dass der Mensch wirklich Ahnung auf diesem Gebiet hat. Mit seinen Aussagen hat Herr Krachten deutlich gemacht, dass viele zu „blauäugig“ an dieses Thema herangehen. Es steckt halt viel Arbeit und ein gutes und ausgeklügeltes Konzept hinter einem erfolgreichen Kanal. Man muss hier viel Zeit, Organisation, Kraft und vor allem Leidenschaft einbringen und darf nichts den Zufall überlassen. Seine Aussagen kamen nicht immer positiv bei einigen Bloggern und Booktubern an, da er unter anderem davon sprach, dass es in Deutschland noch keinen wirklich erfolgreichen Booktube-Kanal geben würde und man hier noch viel mehr machen könnte.

2.) Content rein, Buch raus – wie geht das?

Hier erzählte Hanne Mandik in erfrischender Art und Weise über ihren Arbeitsalltag in der Herstellungsabteilung von  Kiepenheuer & Witsch. Man hat deutlich gemerkt, wie viel Liebe und Leidenschaft in die kreativen Prozesse in der Herstellung eines Buches gesetzt werden. Anhand unterschiedlichster Beispiele aus dem vielfältigen Verlagsprogramm wurde gezeigt, wie spannend und kreativ der Produktionsprozess ist, und wie viel Spaß es macht, ein Buch fertigzustellen. Bis zu diesem Vortrag habe ich mir wirklich nie Gedanken um Farbschnitte, Lesebändchen, Schrift, Material, Papier. Layout und Farbauswahl gemacht. Dank Hanne Mandik werde ich nun bewusst darauf achten, denn ich weiß ja jetzt, dass hier richtig viel Arbeit drin steckt und nichts den Zufall überlassen wird. 😉

3.) »Tierchen unlimited« – typische Migrationsliteratur? Nein, Punk!

Dieser Programmpunkt war mein absolutes Highlight des Tages! Der Autor Tijan Sila und Lektor Olaf Petersenn berichteten hier in einem Werkstattgespräch über die gemeinsame Arbeit an dem Debütroman „Tierchen Unlimited„.  Hier wurde darüber berichtet, wie der Autor zum Schreiben gefunden hat und wie er daraufhin den Weg zum Verlag Kiepenheuer & Witsch gefunden hat. Es wurde geklärt, welche Verbindungen es zu Tijans Biographie gibt und wie seine Schüler in der Berufsschule auf seinen Roman reagiert haben. Das Gespräch war sehr aufschlussreich, locker und hat mich so neugierig auf den Roman gemacht, dass ich mir gestern spontan mein Exemplar geschnappt habe und mit dem Lesen beginnen musste. 😉

Mehr über den Roman erfahrt ihr hier.

 

4.) Lesen, bewerten, empfehlen – wie funktioniert eigentlich ein Bücherblog?

Hier sprach Mara Giese, die seit 2011 auf dem erfolgreichen Bücherblog  Buzzaldrins Bücher bloggt, über die wichtigsten Aspekte des Buchbloggens. Sie berichtete von ihren Anfängen und gab viele interessante Tipps und Informationen rund um das Bloggen. Dabei erzählte Mara in ihrer ruhigen und ausgeglichenen Art, dass auch sie klein angefangen hat und sich stetig weiterentwickelt und dadurch erfolgreich ist. Mara zählt nun zu den einflussreichsten Buchbloggern in Deutschland und machte den anderen Bloggern ebenfalls Mut, denn eine ihrer Devisen lautet: „Machen, tun, unperfekt sein.“

Im vergangenen Jahr erschien übrigens ihr erstes eigenes Buch, das »Literaturbloggerbuch« – ein Ratgeber für Literaturblogger und all diejenigen, die das werden wollen. Alle Tipps könnt ihr hier also auch in Ruhe nachlesen. 😉

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Im Großen und Ganzen habe ich einen schönen, informativen und aufregenden Tag auf der LITBLOG CONVENTION in Köln verbracht. Ich möchte mich bei allen Beteiligten für die gute Organisation bedanken und habe mich auch sehr über die tolle Goodiebag gefreut, die jeder Teilnehmer erhalten hat. Vielen Dank! ♥

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Weitere lesenswerte Berichte über die #lbc17 könnt ihr hier nachlesen:

 

 

 

Buchrezension: „Gegen uns könnt ihr nicht anstinken“ von Rüdiger Bertram

Heute möchte ich euch das Kinderbuch „Gegen uns könnt ihr nicht anstinken“ von Rüdiger Bertram näher vorstellen.

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Mit Illustrationen von Thorsten Saleina
Gebundenes Buch, Pappband
ISBN: 978-3-570-17338-1
Ab 8 Jahren
Die Stinktier & Co – Reihe
Preis: 10,99€ (D)
Verlag: cbj

Der Inhalt (Quelle: cbj)

An ihrem zehnten Geburtstag schlägt Zora die Augen auf und da sitzt es: Dieter, das Stinktier. Ihr Totemtier, das sie von nun an überallhin begleiten wird. Zora ist entsetzt, denn Dieter ist vorlaut, verfressen und eingebildet. Außerdem haben andere in ihrer Klasse richtig coole Tiere. Bis auf zwei. Leon und Anna, die mit Ratte Jasper und Faultier Paula zu den Außenseitern zählen. Höchste Zeit, das zu ändern, beschließt Dieter, der zwar frech, aber auch ziemlich verschmust und zudem äußerst einfallsreich sein kann, wenn es darum geht, Zora zu beschützen. Und so gründen die Freunde den »Club der doofen Tiere« und das bedeutet tierischen Spaß, bis es den anderen gewaltig stinkt.

Meine Meinung:

Gegen uns könnt ihr nicht anstinken“ ist der erste Band der Stinktier & Co-Reihe von Rüdiger Betram. Letzte Woche Freitag hatten wir hierzu einen Leseabend bei uns in der Bibliothek und die teilnehmenden Kinder waren von der lustigen Geschichte hin und weg.

Die Hauptrolle in der Geschichte spielt Zora, die ihren 10. Geburtstag entgegenfiebert. Wie alle Kinder in diesem Alter, wünscht sie sich ein cooles Geschenk wie z.B. ein eigenes Handy oder ein Haustier von ihren Eltern. Doch es kommt alles ganz anders, denn plötzlich sitzt am Morgen des Geburtstages ein Stinktier vor ihr. Mit einem Stinktier als Haustier hat Zora so gar nicht gerechnet. Als das Stinktier dann noch anfängt mit ihr zu sprechen und sich ihr mit dem Namen „Dieter“ vorstellt, ist Zora total durcheinander und versteht die Welt nicht mehr. Ihr Vater erklärt ihr schließlich, dass Dieter ihr magsicher Begleiter sei und dass diese besondere Gabe in ihrer Familie weitervererbt wird. So hat ihr Vater ebenfalls einen magischen Begleiter, es ist ein Eisbär mit dem Namen „Lasse“ und auch ihre Schwester und ihre Oma haben magische Begleiter in Form eines Zebras und einer Giraffe, die sie überall hin begleiten.
Nur ihre Mutter besitzt diese besondere Gabe nicht und kann auch keine magischen Begleiter sehen, da nur Menschen mit dieser Gabe, die anderen Begleiter sehen können.

Zora ist mit ihrem Begleiter nicht wirklich glücklich, denn Dieter ist launisch, vorlaut und verfressen und macht, was er will. Nun wird das Stinktier sie auch noch in die Schule begleiten, wo doch die anderen Kinder in der Schule  viel coolere Begleiter haben wie z.B. ein wunderschönes Einhorn oder einen trendigen Fuchs.

Plötzlich bemerkt Zora zwei weitere Kinder in ihrerer Klasse, die ebenfalls „doofe“ Begleiter haben. Dazu zählen  Leon und Anna, die als Begleiter eine Ratte und ein Faultier haben. Beide gelten als Außenseiter in der Klasse. Zora merkt aber bald, dass die beiden gar nicht so doof sind, wie erst angenommen und schon bald freundet sie sich mit ihnen an und zusammen gründen sie den „Club der doofen Tiere“. Hier erleben sie viele Abenteuer und haben eine Menge Spaß miteinander und natürlich spielt Dieter hier eine große Rolle, denn er setzt sich lautstark und manchmal „müffelnd“  und „stinkend“für seine neue Freunde ein.

Die Charaktere sind wirklich sehr lebendig beschrieben und Kinder können sich hier sehr gut in die verschiedenen Figuren hineinversetzen. Die Geschichte ist sehr lustig geschrieben und man hat eine Menge Spaß beim lesen und auch beim vorlesen. Die Lieblingsfigur bei unserem Leseabend war eindeutig Dieter, der durch seine ungehobelte und direkte Art und natürlich durch seine Stinkbomben das Herz der Kinder im Sturm erobert hat.

Am Anfang fanden die Kinder Dieter nervig, dann aber wiederum cool und so erging es ja auch Zora in der Geschichte, die mit Dieter erst richtig „warm werden“ musste. Freundschaft spielt in der Geschichte eine zentrale Rolle, denn Zora freundet sich in der Geschichte mit den beiden Außenseitern Leon und Anna an, merkt jedoch sehr bald, dass die beiden wirklich gute Freunde sind und vielleicht gar nicht so uncool sind, wie die anderen Kinder behaupten. Ihr Bild ändert sich und sie begreift, was wahre Freundschaft bedeutet und dass man seine Vorurteile beiseite legen muss, um sich eine eigene Meinung bilden zu können.

Mir hat der Leseabend wirklich sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich diese Geschichte hierfür ausgewählt habe. Die Geschichte war wirklich witzig,  sehr abwechslungsreich und hat die Kinder sehr gut unterhalten. Die Kinder hatten eine Menge Spaß gehabt und werden die Geschichte bestimmt nicht so schnell vergessen.

Ich freue mich schon auf die weiteren Bände und bin gespannt, wie es mit Dieter & Co. weitergehen wird. 😉

Fazit: Absolute Leseempfehlung. Die Geschichte um Zora und Dieter wird alle Altersklassen begeistern und gute Stimmung verbreiten.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Hier findet ihr die Bilder von unserem Leseabend. 😉

 

 

 

Harry Potter Tassen

Gestern war ich kreativ und habe Tassen mit Porzellanfarbe bemalt. 🙂

Die Tassen habe ich im Harry Potter-Design gestaltet, da meine Nichten große Harry Potter- Fans sind und besonders Hermine und Ginny Weasley mögen.

Hier ist das Ergebnis:

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Wie gefallen euch die Tassen?

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche und sende liebe Grüße!

Eure Jane ♥

 

Buchrezension „Smoke“ von Dan Vyleta

Heute möchte ich euch gerne den Roman „Smoke“ von Dan Vyleta vorstellen.

Smoke von Dan Vyleta

Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-570-58568-9
€ 16,99 [D] inkl. MwSt.
€ 17,50 [A] |
Verlag: 
carl’s books

Der Inhalt (Quelle: carl’s books):

Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan …

Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet.

Meine Meinung:

Als ich das Buch das erste Mal in den Händen hielt und den Klappentext gelesen habe, war ich von der Zusammenfassung und vom Buchcover begeistert. Mir gefiel die Grundidee der Geschichte und ich dachte, dies ist mal etwas ganz anderes, da man das Buch auch schlecht einem Genre zuordnen kann. Das Cover hat mir von Anfang an gut gefallen, da dieses sehr düster gehalten ist und mich an das viktorianische London erinnert hat. Ich war also sehr gespannt auf den Inhalt und begann das Buch sofort zu lesen.

Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts in London. Die Welt hat sich verändert, denn alle schlechten Gedanken und Sünden werden durch Rauch für alle Menschen sichtbar gemacht. Jede Verfehlung wird sofort mit Rauch bestraft, der den Menschen aus den Körpern entweicht und sie unübersehbar brandmarkt. Die Vorstellung an ein solches Szenarium finde ich schon sehr gruselig, denn ich möchte in solch einer Welt nicht leben.

Die Hauptfiguren der Geschichte sind Thomas und Charlie, die Schüler auf einem Eliteinternat sind. Zu Beginn der Geschichte lernt man den Alltag auf diesem Internat  und die beiden Figuren ausführlich kennen. Der Anfang war für mich spannend aufgebaut und machte neugierig auf den Fortgang der Geschichte. Leider nahm diese Spannung im Laufe der Geschichte stetig ab und der Inhalt zog sich in die Länge.

Leider wurde das Buch immer langweiliger für mich, obwohl mir die Grundidee der Geschichte sehr zugesagt hat. Der Autor hat jedes kleinste Detail beschrieben und dies war an vielen Stellen für mich unnötig und baute immer mehr  Neugier ab und ich verlor leider so das Interesse an der Geschichte. Die Figuren waren wenig facettenreich und dann gab es hier noch diese schreckliche Dreiecksbeziehung, die schlichtweg unnötig war und nichts für die Geschichte getan hat.

Fazit:

Es tut mir leid, aber dieser Roman hat mir leider überhaupt nicht gefallen und ich kann hierfür einfach keine Leseempfehlung geben. Die Grundidee wirkt vielversprechend, doch die Umsetzung ist sehr enttäuschend. Die Längen ziehen sich ins Unendliche und die Geschichte ist zäh wie Kaugummi. Ich habe hier viel mehr erwartet. Lediglich der Anfang der Geschichte und das Buchcover haben mir gefallen, der Rest war eine große Enttäuschung.

Meine Bewertung:

♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares möchte ich mich ganz herzlich bei  carl’s books bedanken.