Buchrezension „Wohin der Wind uns weht“ von João Ricardo Pedro

Heute möchte ich euch gerne  „Wohin der Wind uns weht von João Ricardo Pedro vorstellen.

Der Inhalt:

Wohin der Wind uns weht“ erzählt die Geschichte der portugiesischen Familie Mendes , die drei Generationen umspannt.

Im Mittelpunkt der Handlung steht  Duarte, ein junger Portugiese, welcher der dritten Generation der Familie Mendes angehört und der an einem historischen Tag für Portugal, am Tag der Nelkenrevolution, geboren wurde.

Duarte wächst inmitten fremder Erinnerungen auf, die seiner Familie gehören und die ihn stark prägen.

Einzig allein durch das Klavier spielen findet er zu sich selbst und zu seiner Geschichte. Durch die Musik verstärken sich seine Gefühle, aber die Musik spiegelt auch die dunkle Seite und negativen Empfindungen und Erinnerungen von Duarte wieder, die ihn zerstören könnten.

 Duarte erinnert sich jedoch an die vergilbten und alten Briefe seines Großvaters, die ihm eine Chance für sein eigenes Leben bieten.

Meine Meinung:

Ich habe etwas mit meiner Rezension gewartet, da ich das Gelesene erst ein wenig sacken lassen musste und noch ein wenig über die Geschichte nachdenken musste. Der Roman hat mich zum denken angeregt und ich habe lange nicht mehr, ein so beachtenswertes  Buch, zumindest was den Schreibstil betrifft, gelesen!

Der Schreibstil hat mir hier wirklich sehr gut gefallen. Der Autor wechselt hier zwischen ausdrucksstarken Schachtelsätzen, präzisen Aussagen, scheinbar endlosen Aufzählungen und kurzen abgehakten Sätzen. Die Melancholie steht hier im Vordergrund und wird an einigen Stellen durch eine poetische Wortwahl verstärkt. Man kann eigentlich gar nicht glauben, dass es sich hierbei um das Erstlingswerk des Autors handelt. Diese Seite des Romans ist wirklich sehr gut gelungen und man findet hier auch einige psychologische und philosophische Ansätze wieder, allein  deswegen und wegen der Sprache sollte man „Wohin der Wind uns weht“ unbedingt lesen.

Es gibt aber auch eine andere Seite, die mir nicht ganz so gut gefallen hat und die eine zweigeteilte Meinung in mir hervorruft.

Der Inhalt war oft sehr grausam, sehr trostlos, an einigen Stellen vulgär und oft sehr rätselhaft.

An einigen Stellen war mir die Heftigkeit des Beschriebenen dann doch etwas zu viel. Der Autor geht hier zumindest nicht zimperlich mit seinen Lesern um. Auch hätte ich mir zum Ende hinein wenig mehr Klarheit  gewünscht, der Leser wird ein wenig im Nebel stehen gelassen, was zwar zum nachdenken anregt, auf der anderen Seite aber einen unbefriedigten Eindruck hinterlässt.

Fazit:

Man sollte das Buch allein schon wegen des hervorragenden und melancholischen Schreibstils lesen und sich nicht von der Gewalt und den politischen Hintergründen abschrecken lassen. “ Wohin der Wind und trägt“ regt zum denken an und ist meiner Meinung nach absolut empfehlenswert!

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Ich möchte mich ganz herzlich bei dem Suhrkamp Verlag und bei LovelyBooks bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben! Vielen Dank ;-).

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