Buchrezension: „Die Stadt der verschwundenen Köche“ von Gregor Weber

Heute möchte ich euch gerne „Die Stadt der verschwundenen Köche“ von Gregor Weber näher vorstellen.

 Autor: Gregor Weber

Paperback, Klappenbroschur, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8135-0605-1
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50 * (* empf. VK-Preis)
Verlag: Knaus

Der Inhalt: (Quelle: Knaus Verlag)

Ein Roman über Freundschaft, Liebe und die pure Lust am Essen

Endlich: Erfolgsautor Gregor Weber („Kochen ist Krieg“) kehrt zurück in die Küche, aber anders als gedacht! In seinem neuen Roman, einer rasanten Mischung aus Retro-Science-Fiction à la Jules Verne, Steampunk und märchenhafter Parallelwelt, erzählt er mit überbordender Fantasie von Intrigen und Gaunereien in einer Welt, in der Kochen eigentlich verboten ist, Köche aber mit Gold aufgewogen werden. Atemlos verfolgt der Leser die Abenteuer von Carl Juniper, der sich nach einem Schiffsbruch vor Kap Hoorn in einer fremden Welt wiederfindet…

Meine Meinung:

In „Die Stadt der verschwundenen Köche“ erzählt der Erfolgsautor Gregor Weber die Geschichte von Carl Juniper, der Koch auf einen Luxusdampfer ist und sich durch die Hafenkneipen trinkt und sämtliche Bordelle in zahlreichen Ländern besucht. Eines Tages erleidet er plötzlich Schiffbruch und als er erwacht, findet er sich in einer fremden und düsteren Welt wieder, wo jegliche Lebensfreude und Genuss nicht existieren darf. Die Menschen arbeiten den ganzen Tag sehr hart und ernähren sich von Pillen, denn anderes Essen ist in dieser Gesellschaft strengstens untersagt und das Kochen ist strikt verboten. Es existieren jedoch geheime Küchen, wo Untergrund-Köche ihr gefährlichen Handwerk ausüben und dabei ihr Leben riskieren. Carl Juniper wird solch ein Untergrund- Koch und findet in der verbotenen Küche, neue Freunde und seine große Liebe, doch dann ändert sich sein Leben wieder drastisch…

Die Idee von einer Welt, wo das Essen und jeglicher Genuss verboten wird, hat mich Anfangs sehr gereizt, denn ich kann mir eine solche, trostlose Welt nicht vorstellen. Dies war auch der Grund, dass ich das Buch gelesen habe, denn ich wollte unbedingt erfahren, was dahinter steckt und warum es vom System verboten ist, dass man keine Nahrung zu sich nehmen darf und auch sonstige Freunde unterbunden wird. Ich stelle mir diese Welt sehr düster und grau vor und möchte in solch einer trostlosen Welt auch nicht leben.

Das Cover hat diesen Reiz zusätzlich noch verstärkt, denn das Buch ist in dunkel-blau-, schwarz- und grau-Tönen gehalten und macht einen düsteren Eindruck. Im Mittelpunkt des Bildes steht eine riesige, altmodische und dampfende Küche, die mich an eine Eisenbahn-Küche erinnert.

Auch die Idee von Untergrund-Köchen, die eigentlich nicht existieren dürfen, da kochen strengstens verboten ist und die Vorstellung von geheime Küchen, wo Essen zubereitet wird, fand ich interessant. Ich habe mich gefragt, wie diese Küchen unentdeckt bleiben können, wenn der Geruch von den Gerichten in der Luft liegt? Für wen wird dieses Essen zubereitet, wenn die Menschen keine andere Nahrung, außer den Pillen kennen? Wo kommen die Lebensmittel her?

Viele Fragen stellten sich mir also schon vorab und ich war gespannt, wie der Inhalt der Geschichte umgesetzt werden würde. Der Schreibstil des Autors hat mir zu Beginn noch gut gefallen, denn er hat viele Einzelheiten im Dunkeln gelassen, doch leider hat mir dies im Laufe der Geschichte überhaupt nicht mehr gefallen, da ich mir diese andere Welt gar nicht vorstellen konnte. Dies fand ich sehr Schade und man hat nicht wirklich etwas über die andere Gesellschaft und das System erfahren und auch viele Fragen, die ich mir gestellt habe, wurden überhaupt nicht beantwortet. Ich mag es eigentlich, wenn man zum Selbst denken animiert wird, jedoch waren einige Zusammenhänge nicht ganz logisch und die Geschichte war für mich nicht schlüssig.

Zu Beginn der Geschichte habe ich zudem noch gedacht,dass es in der anderen Welt überhaupt keine Frauen geben würde, da diese am Anfang, so gut wie gar nicht auftauchen. Doch dann plötzlich gibt es diese eine Frau, die alles verkörpert, was Männerfantasien höher schlagen lässt und natürlich verliebt sich unser Schiffskoch in sie.  Dies hat mir überhaupt nicht gefallen, denn die anderen Charaktere bis auf die Hauptfigur Carl Juniper wurden so in den Schatten gestellt, dass man überhaupt nichts über sie erfährt. Die Charaktere wirken blass und unnatürlich und man kann sich in keine Figur richtig hineinversetzen. Leider wurden hier keinerlei Emotionen geweckt und es hat mir keinen Spaß gemacht die Geschichte weiterzulesen. Ich habe mich durch die Seiten gequält, denn die Geschichte hatte zudem etlich Längen. Der Schluss wurde dann richtig spannend und dann kam plötzlich der Knall und die Geschichte war zu Ende.

Fazit: Die Grundidee von einer Welt, wo es keinen Genuss geben darf und in der Essen und das Kochen verboten ist, ist wirklich gut und weckt die Neugier.Es hapert hier jedoch an der Umsetzung. Leider war mir die Geschichte viel zu flach und ich konnte mich in die Charaktere überhaupt nicht hineinversetzten. Viele Fragen blieben offen und leider hatte die Geschichte auch etlich Längen und  ich konnte mir die andere Welt überhaupt nicht vorstellen, zudem wurden viele Fragen nicht beantwortet und die Handlung war oft schwammig und an einigen Stellen auch nicht logisch. Die Geschichte war für mich einfach zu schwach und hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Sorry! 😦

Meine Bewertung:

( von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares möchte ich mich ganz herzlich beim Knaus Verlag und bei LovelyBooks bedanken. Vielen Dank. ❤

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3 Gedanken zu “Buchrezension: „Die Stadt der verschwundenen Köche“ von Gregor Weber

  1. Pingback: Montagsfrage: Gab es dieses Jahr für euch ein Buch/Bücher, das/die ihr als totalen Flop bezeichnen würdet? | Die wunderbare Welt der Jane

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