Buchrezension: „Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr

Heute möchte ich euch gerne „Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr vorstellen.

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Roman

7. Auflage 2015. 519 S.: Gebunden

ISBN 978-3-406-68063-2

Von Anthony Doerr. Aus dem Englischen von Werner Löcher-Lawrence

Erschienen: 11.03.2015

Preis: 19,95 €[D]

Verlag: C.H.BECK

Der Inhalt: (Quelle: C.H.BECK)

Saint-Malo 1944: Die erblindete Marie-Laure flieht mit ihrem Vater, einem Angestellten des „Muséum National d’Histoire Naturelle“, aus dem besetzten Paris zu ihrem kauzigen Onkel in die Stadt am Meer. Verborgen in ihrem Gepäck führen sie den wahrscheinlich kostbarsten Schatz des Museums mit sich.

Werner Hausner, ein schmächtiger Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, wird wegen seiner technischen Begabung gefördert und landet auf Umwegen in einer Spezialeinheit der Wehrmacht, die die Feindsender der Widerstandskämpfer aufzuspüren versucht. Während Marie-Laures Vater von den Deutschen verschleppt und verhört wird, dringt Werners Einheit nach Saint-Malo vor, auf der Suche nach dem Sender, der die Résistance mit Daten versorgt … Hochspannend und mit einer außergewöhnlichen Sprachkunst erzählt Anthony Doerr die berührende Geschichte von Marie-Laure und Werner, deren Lebenswege sich für einen schicksalsträchtigen Augenblick kreuzen.

Meine Meinung:

Es gibt Bücher, die liest man und danach wird man den Inhalt nicht mehr so schnell vergessen. „Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr ist ein solches Buch! Den Roman habe ich schon vor einiger Zeit gelesen, doch die Geschichte hat sich so tief in mein Gedächtnis gebrannt, dass die Geschichte noch immer präsent ist. Warum hat mich das Buch so beeindruckt?

Es ist die wunderbare, fast schon märchenhafte Sprache, die eigentlich im Kontrast zum harten Inhalt steht. Die Geschichte spielt zur Zeit des zweiten Weltkrieges und erzählt werden abwechselnd, die Lebensgeschichten von zwei Jugendlichen, die unabhängig voneinander aufwachsen und grundverschieden leben.

Die erblindete Marie-Laure ist ein französisches Mädchen, das zusammen mit ihrem Vater in Paris lebt. Ihr Vater ist ein angesehener Museumsschlosser, der im berühmten „Musee d’Histoire Naturelle“ in Paris arbeitet. In seiner Freizeit fertigt er Miniatur-Wohnviertel für seine Tochter an, damit diese lernt, sich durch tasten und erfühlen, auch in der realen Welt zurecht zu finden. Während der Besetzung in Paris, fliehen Vater und Tochter nach Saint-Malo zu ihrem verschrobenen Onkel.

Die andere Lebensgeschichte, die erzählt wird, ist die Geschichte von Werner Hausner. Werner lebt in Deutschland und wächst dort, zusammen mit seiner Schwester, in einem Waisenhaus im Ruhrgebiet auf. Werner ist ein wissbegieriger Junge und schon in frühen Jahren zeigt sich sein technisches Talent. Dieses Talent bleibt von den Nazis nicht lange unentdeckt und wird gefördert, so dass Werner über Umwege, in einer Spezialeinheit der Wehrmacht landet, die die Feindsender der Widerstandskämpfer aufzuspüren versucht.

In Saint-Malo verbinden sich die Lebensgeschichten von Werner Hausner und Marie-Laure für einen kurzen Augenblick.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn man sollte das Buch schon selber lesen. Ich möchte betonen, dass sowohl Marie-Laure wie auch Werner Hausner mir im Laufe der Geschichte sehr ans Herz gewachsen sind. Beide Hauptpersonen werden sehr sanft und liebevoll umschrieben, was natürlich im Kontrast zur harten Realität des Krieges steht. Krieg ist grausam und diese gesamte Grausamkeit, der Hass und die Angst kommen auch deutlich rüber. Doch es gibt auch diese Lichtblicke in der Geschichte, die kurz aufleuchten und in Form der wunderschönen Sprache etwas Magisches an sich haben und tief berühren werden. Mich hat das Buch jedenfalls sehr beeindruckt und auch emotional berührt und ich muss gestehen, dass ich auch die ein oder andere Träne vergossen habe.

Ich kann das Buch uneingeschränkt und ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen. Man sollte dieses Buch unbedingt lesen und sich auch nicht von den 519 Seiten abschrecken lassen.

Der Roman „Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr hat den Pulitzer-Preis für Literatur gewonnen.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

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