Buchrezension: Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

Heute möchte ich euch gerne „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ von Estelle Laure näher vorstellen.

u1_978-3-7373-5326-7

Roman
Hardcover
Aus dem Amerikanischen von Sophie Zeitz
Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50
ISBN: 978-3-7373-5326-7
Verlag: FISCHER KJB

Der Inhalt (Quelle: FISCHER KJB)

»In der perfekten Kino-Version meines Lebens wäre das der Moment, in dem er mich umdreht und küsst. Aber Digby hat eine Freundin. Ein Mädchen, das er liebt. Ein Mädchen, das nicht ich bin.«

Eigentlich hat Lucille Wichtigeres zu tun, als sich ausgerechnet in den vergebenen Zwillingsbruder ihrer besten Freundin zu verlieben. In ihrer Familie ist sie die Einzige, die die Dinge in die Hand nimmt: Geld verdienen, Rechnungen bezahlen, sich um ihre kleine Schwester kümmern. Da bleibt keine Zeit für große Gefühle. Aber wer kann sich schon wehren, wenn die wahre Liebe vor der Tür steht? Denn gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance.

Ein entwaffnend ehrlicher und hoffnungsvoller Roman über die erste Liebe, das Erwachsenwerden und die wunderbare Erfahrung, niemals so allein zu sein, wie man sich fühlt.

Meine Meinung:

Es gibt Bücher, die beeindrucken einfach. „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ von Estelle Laure ist ein solches Buch. Schon nach lesen der ersten Seiten, wusste ich, dass mich die Geschichte rund um Lucille und ihrer Schwester Wren nicht loslassen wird und genau dies bewahrheitete sich schließlich auch.

Der Titel des Buches erinnerte mich zunächst jedoch an einen anderen Titel und ich musste alsbald an „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green denken, obwohl die Thematik der beiden Bücher grundverschieden ist. Einige Gemeinsamkeiten treten bei beiden Büchern  jedoch auf, so spielt in beiden Büchern das Schicksal und die Liebe eine große Rolle und es handelt sich hier um Jugendbücher.

Besonders beeindruckt an „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ hat mich übrigens , dass die Liebe und besonders die erste Liebe, im Roman von Estelle Laure zwar eine wichtige Rolle spielt, aber hier ebenfalls der starke Zusammenhalt der beiden Schwestern Lucille und Wren thematisiert wird, die plötzlich ganz alleine da stehen und ihren Alltag ohne Hilfe von ihren Eltern bewältigen müssen.

Das Familienverhältnis der Familie Bennett ist schon lange zerrüttet, seit ihr psychisch kranker Vater damals ihre Mutter attackiert hat und von der Polizei abgeführt wurde und fortan in einer speziellen Klinik lebt. Ihre Mutter hat dieses schlimme Ereignis nie richtig verarbeitet und beschließt letzten Endes, sich eine zwei Wöchige Auszeit zu nehmen, allerdings kehrt sie danach nicht zu ihren Kindern zurück, sondern lässt ihre Töchter allein.

Lucille und Wren erleben den zweiten Schicksalsschlag in ihrem Leben und müssen plötzlich ihren Alltag selbst organisieren und kämpfen um ihr Überleben. Dabei müssen sie ständig aufpassen, dass das Fehlen der Mutter ihrer Aussenwelt nicht auffällt. Eine harte Zeit beginnt für die Schwestern und ausgerechnet in dieser Zeit des Erwachsenwerdens verliebt sich Lucille plötzlich in Digby.

Der Roman ist sehr geprägt von der harten Realität und das Schicksal der beiden Schwestern, alles scheint zunächst sehr dunkel und fast schwarz, aber es gibt immer wieder diese Lichtblicke und Glücksmomente, die die Geschichte nicht ganz so negativ erscheinen lassen und auch das Schöne im Leben zeigen und Hoffnung geben.

Diese Mischung macht es, denn dadurch erscheint das Leben und die Geschichte etwas bunter. Dieses Zusammenspiel von Glück und Schicksal von bunt und dunkel spiegelt sich ebenfalls auch sehr gut in der Gestaltung des Buchcovers wieder. So ist das Cover in farbenfreudigen Farben und auch in dunkleren Tönen gehalten. Verschiedene Symbole beziehen sich ebenfalls auf das Glück und das Schicksal. So findet man auf dem Cover beispielsweise einen Marienkäfer und ein Hufeisen für das Glück wieder und für das Schicksal wurde Regen und ein Regenschirm gewählt.

Die Sprache ist leicht verständlich und bestens für die jugendliche Zielgruppe geeignet. Persönlich sind mir die beiden Schwestern als Charaktere sehr ans Herz gewachsen. Lucille stellte ich mir in meiner  Fantasie als eine Art Heldin mit Ecken und Kanten vor, was sehr authentisch auf mich wirkte..

Nicht so gut gefallen hat mir allerdings, dass ich mir die anderen Charaktere nicht so gut vorstellen konnte bzw.diese nicht gut ausgearbeitet waren. Man hat hier leider gemerkt, dass diese eine nicht so  große Rolle in der Geschichte einnehmen sollten. Dies fand ich etwas Schade.

Nichtdestotrotz habe ich dieses Jugendbuch sehr gerne gelesen. Ich habe mit den Figuren mitgefiebert, gelitten und gehofft und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Ein sehr schöner Roman über das Erwachsenwerden, die Liebe, Zusammenhalt und das Schicksal.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

 

Für die Bereitstellung eines Leseexemplars bedanke ich mich beim Verlag  Fischer KJB.

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