Paule Pinguin allein am Pol – Das passende Kinderbuch für unsere Bibliothek #Rezension

Endlich gibt es das passende Bilderbuch für unsere Bibliothek!
Unser Bibliotheksmaskottchen heißt Paule Pinguin und nun ist ganz frisch das Bilderbuch „Paule Pinguin allein am Pol“ von Jory John und Lane Smith erschienen.

Da ich das Bilderbuch schon auf verschiedenen Blogs und auf Instagram gesehen habe, war schnell klar, dieses Buch muss ich unbedingt für unsere Bibliothek kaufen. 🙂

9783551518545

von Jory JohnLane Smith
übersetzt von Andreas Steinhöfel
ab 4 Jahren
ISBN: 978-3-551-51854-5
Preis: 14,99€ (D)
Verlag: Carlsen

Der Inhalt: (Quelle: Carlsen):

Paule Pinguin ist nicht zufrieden mit sich und der Welt: Ihm friert der Schnabel, es ist viel zu hell, überall liegt Schnee und er sieht aus wie alle anderen… Eine wunderbare Geschichte über einen kleinen Pinguin, der am Ende erkennt, dass es für seine schlechte Laune gar keinen Grund gibt.

Meine Meinung:

Dieses Bilderbuch ist einfach wunderbar! Auf 32 Seiten erzählen Jory John und Lane Smith die Geschichte über den kleinen, nörgeligen Pinguin Paule. Paule kann man nichts recht machen, der Schnee ist ihm zu kalt, die Sonne zu hell und auch dass sich alle Pinguine ähnlich sehen, passt ihm natürlich nicht. Doch dann begegnet Paule dem Walross, dass von der ganzen Nörgelei genervt ist und Paule zeigt, dass man die guten Seiten im Leben sehen muss und dann auch bessere Laune bekommt, da man glücklicher ist. Eigentlich behandelt das Buch ein ernstes Thema, allerdings ist dieses Thema so humorvoll und sehr charmant umgesetzt, dass man beim Lesen einfach gute Laune bekommen muss. Kinder werden beim Vorlesen der Geschichte sicherlich ebenfalls eine Menge Spaß haben werden. Die Illustrationen sind hier ebenfalls ganz zauberhaft und  es gibt eine Menge zu entdecken. Man kann sich in dieses Buch einfach nur verlieben.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

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Paule und ich haben unser neues Lieblingsbuch gefunden und werden dieses demnächst bei unserer Kinderveranstaltung „Paule macht Geschichten“ vorlesen und im Anschluss ganz viele Pinguine basteln. Wir freuen uns schon. 😉

Buchrezension: „Das Leben nach Boo“ von Neil Smith

Heute möchte ich euch den Roman „Das Leben nach Boo
von Neil Smith näher vorstellen.

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Roman
Aus dem Englischen von Brigitte Walitzek

416 Seiten. Gebunden. Lesebändchen.
€ 24,00   €[A] 24,70
ISBN: 978-3-89561-496-5

Der Inhalt (Quelle: Schöffling & Co.)

Oliver »Boo« Dalrymple ist dreizehn Jahre alt, hochbegabt, wenig beliebt und vor allem tot. Gerade noch hat er an seinem Schulspind gestanden, in das Periodensystem vertieft, da findet er sich im Wiedergeburtsraum eines seltsamen Jenseits wieder. Dort begrüßt ihn Thelma, ein schwarzes Mädchen, das in den sechziger Jahren gelyncht wurde, und erklärt ihm, was es damit auf sich hat: In einer von Mauern umgebenen Stadt leben ausschließlich verstorbene amerikanische Jugendliche seines Alters. Quicklebendig verbringen sie ihre Zeit wie auf einem großen Schulhof, sausen auf Fahrrädern umher und werden von einem hippiehaften Gott namens Zig mit allem versorgt, was Dreizehnjährige zum Leben brauchen.
Boo hat gerade begonnen, sich an das Nachleben zu gewöhnen, als sein ehemaliger Klassenkamerad Johnny in der Stadt auftaucht und ein überraschendes neues Licht auf seine Vergangenheit wirft. Auf der Suche nach der brutalen Wahrheit wird ihre gerade erst geschlossene Freundschaft ernsthaft auf die Probe gestellt.

Meine Meinung:

Ich stelle dieses Buch vor, da es meiner Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte! Der Roman“ Das Leben nach Boo“ von Neil Smith ist anders! Anders, aber gut und erfrischend skurril. Dieser Roman war meine Urlaubslektüre in Ibiza und hat mich wirklich sehr gut unterhalten. Man muss diese Art von Geschichten mögen, die ungewöhnlich und ein wenig verrückt sind. Da ich diese Art von Erzählungen sehr mag, konnte dieser Roman mich auch wirklich sehr begeistern.

Die Geschichte spielt im Jahr 1979. Die Hauptfigur ist Boo, der eigentlich Oliver Dalrymple heißt und in Amerika lebt. Den Namen „Boo“ erhielt er von seinen Klassenkameraden, die ihn nicht mögen und ihm diesen Namen wegen seiner hellen Haut und seinem hochstehenden Haar gegeben haben. Oliver ist hochintelligent, gilt leider aber auch als Außenseiter. Er hat keine Freunde und lebt sein Leben als eine Art Nerd.  Er ist 13 Jahre alt und wird es auch für immer bleiben, denn er ist tot.
Plötzlich findet Oliver sich im „Himmel“ wieder, der ganz anders ist, als es in den üblichen Vorstellungen der Menschen beschrieben wird. In einer Art Wiedergeburtsraum erwacht er und lernt dort die anderen Bewohner „der Stadt“ kennen, die so den  Ort des Nachlebens nennen.
Aus dem Jenseits heraus versucht Oliver in Kontakt mit seinen Eltern zu treten. Er schreibt ihnen in einer Art Handbuch und berichtet dort über sein Nachleben. Anfangs geht Oliver noch davon aus, dass er durch sein löchriges Herz zu Tode gekommen ist, denn von Geburt an litt er unter einem Herzfehler.  Doch dann taucht eines Tages plötlich sein Mitschüler Johnny in der Stadt auf und schlagartig wendet sich die Geschichte.  Johnny berichtet ihm, dass er nicht an einem Herzfehler starb, sondern  in der Schule erschossen wurde. Unverzüglich begeben sich Boo und Johnny nun auf die Suche nach „Gunboy“, der ebenfalls neu in der Stadt eingetroffen sein soll.

Wie man bereits an der Beschreibung der Handlung merkt, ist diese Geschichte wirklich kurios. Trotz des ernsten Themas musste ich oft schmunzeln, denn zwischen den Sätzen taucht immer mal wieder eine zarte Ironie auf.
Boo und seine Eltern sind Atheisten und man geht davon aus, dass Atheisten sich kaum oder überhaupt eine Vorstellung über den Himmel und wie es dort aussehen könnte, machen. Boo schreibt seinen Eltern hier beispielsweise detailiert auf, dass es dort auch Ananas zu essen gäbe und dass es sie mehr Dosenananas als frische Ananas zu essen bekämen.
Wer macht sich auch schon Gedanken darüber, welche Zahnpasta es im Himmel verwendet wird? Auch hier weiß Boo die Antwort und schreibt seinen Eltern in einer Art Handbuch, dass sie sich dort mit doppeltkohlensaurem Natron (Natriumcarbonat), was sie auf ihre Zahnbürsten streuen, die Zähne putzen würden.

Auch wird Gott als eine Art Hippie dargestellt, den alle „Zig“ nennen und noch nie zu Gesicht bekommen haben. Gott wird hier nicht als gütig und unfehlbar beschrieben, sondern taucht als exzentrisches Blumenkind mit einer künstlerischen Ader auf, der verwaschene Jeans mit Gänseblümchenmustern und Flip-Flops trägt.
Ständig vermurkst Zig etwas, so sind beispielsweise die Toiletten in der Stadt andauernd bis zum Überlaufen verstopft und die Kids müssen selbst schauen, wie sie dieses Problem lösen.

Der Autor schafft durch seine detaillierten Beschreibungen eine neue und fantastische Welt, die eben anders ist.
So finden sich in diesem speziellen Jenseits,  wo sich nun auch Boo befindet, ausschließlich  13-jährige Amerikaner wieder. In der Vorstellung der anderen Bewohner soll es aber noch weitere Städte geben, also eine Stadt für jedes Alter. Hierbei handelt es sich aber rein um Spekulationen, da ihre Stadt von hohen Mauern umgeben ist.

Und auch ist diese Geschichte ernst, todernst und geht in die Tiefe.
Es wird eine Art Hetzjagd auf den Mörder von Boo beschrieben. Die Jugendlichen sind in ihrer Stadt auf sich allein gestellt und machen ihre eigenen Regeln. Das Kommando haben hier die „guten“Jugendlichen, die ihre Lebensweise den anderen Jugendlichen aufdrücken wollen. Die Gewaltbereitschaft, die in jedem Menschen schlummert, kommt hier drastisch zum Vorschein und man merkt sehr schnell, dass dieser Himmel nicht so friedlich und schön ist, wie man sich das so vorstellt und dass hier die Gier nach Rache ebenfalls sehr groß ist.

Ich möchte nun nicht mehr so viel vom Inhalt verraten, denn man sollte dieses Buch einfach lesen!
Zu erwähnen bleibt noch, dass dieses Buch sowohl von Erwachsenen wie auch von Jugendlichen sehr gut gelesen werden kann. Der Verlag zeichnet dieses Buch nicht expliziert als Jugendbuch aus, allerdings wird der Roman, der bereits 2015 auf dem amerikanisch-kanadischen Buchmarkt erschienen ist, auch schon als Schullektüre für Schüler ab 14 Jahren verwendet.

Das Cover passt ebenfalls sehr gut zum Inhalt. Es ist eigentlich schlicht gehalten, doch durch seine Farbwahl sehr auffällig. Hier gibt es übrigens 11 verschiedene Farbvariatnen von, so dass jeder sein Lieblingscover finden sollte.

Fazit:
Ein Buch was definitiv anders ist, aber anders gut!
Hier gibt es eine eindeutige Leseempfehlung von mir. Die Geschichte ist einzigartig, tiefgehend, abwechslungsreich und weist viele Wendungen auf. Der Schreibstil ist locker, abwechslungsreich und sehr detailiert. Beim Lesen wird es definitiv nie langweilig werden, denn für Abwechslung ist hier bestens gesorgt.
Wer diesen Roman nicht lesen möchte, verpasst wirklich was.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

„Die Geschichte von Boo“ habe ich am 06.06.2017 auf einem gemeinsamen Vorleseabend von der Buchhandlung Mayersche Moewes und der STADT.BIBLIOTHEK.BERGHEIM vorgestellt und einige Passagen daraus vorgelesen. Das Publikum war begeistert und ich finde, dieser Roman sollte wirklich viel mehr Aufmerksamkeit erhalten. 😉

Habt ihr das Buch schon gelesen?

Buchrezension: „Gegen uns könnt ihr nicht anstinken“ von Rüdiger Bertram

Heute möchte ich euch das Kinderbuch „Gegen uns könnt ihr nicht anstinken“ von Rüdiger Bertram näher vorstellen.

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Mit Illustrationen von Thorsten Saleina
Gebundenes Buch, Pappband
ISBN: 978-3-570-17338-1
Ab 8 Jahren
Die Stinktier & Co – Reihe
Preis: 10,99€ (D)
Verlag: cbj

Der Inhalt (Quelle: cbj)

An ihrem zehnten Geburtstag schlägt Zora die Augen auf und da sitzt es: Dieter, das Stinktier. Ihr Totemtier, das sie von nun an überallhin begleiten wird. Zora ist entsetzt, denn Dieter ist vorlaut, verfressen und eingebildet. Außerdem haben andere in ihrer Klasse richtig coole Tiere. Bis auf zwei. Leon und Anna, die mit Ratte Jasper und Faultier Paula zu den Außenseitern zählen. Höchste Zeit, das zu ändern, beschließt Dieter, der zwar frech, aber auch ziemlich verschmust und zudem äußerst einfallsreich sein kann, wenn es darum geht, Zora zu beschützen. Und so gründen die Freunde den »Club der doofen Tiere« und das bedeutet tierischen Spaß, bis es den anderen gewaltig stinkt.

Meine Meinung:

Gegen uns könnt ihr nicht anstinken“ ist der erste Band der Stinktier & Co-Reihe von Rüdiger Betram. Letzte Woche Freitag hatten wir hierzu einen Leseabend bei uns in der Bibliothek und die teilnehmenden Kinder waren von der lustigen Geschichte hin und weg.

Die Hauptrolle in der Geschichte spielt Zora, die ihren 10. Geburtstag entgegenfiebert. Wie alle Kinder in diesem Alter, wünscht sie sich ein cooles Geschenk wie z.B. ein eigenes Handy oder ein Haustier von ihren Eltern. Doch es kommt alles ganz anders, denn plötzlich sitzt am Morgen des Geburtstages ein Stinktier vor ihr. Mit einem Stinktier als Haustier hat Zora so gar nicht gerechnet. Als das Stinktier dann noch anfängt mit ihr zu sprechen und sich ihr mit dem Namen „Dieter“ vorstellt, ist Zora total durcheinander und versteht die Welt nicht mehr. Ihr Vater erklärt ihr schließlich, dass Dieter ihr magsicher Begleiter sei und dass diese besondere Gabe in ihrer Familie weitervererbt wird. So hat ihr Vater ebenfalls einen magischen Begleiter, es ist ein Eisbär mit dem Namen „Lasse“ und auch ihre Schwester und ihre Oma haben magische Begleiter in Form eines Zebras und einer Giraffe, die sie überall hin begleiten.
Nur ihre Mutter besitzt diese besondere Gabe nicht und kann auch keine magischen Begleiter sehen, da nur Menschen mit dieser Gabe, die anderen Begleiter sehen können.

Zora ist mit ihrem Begleiter nicht wirklich glücklich, denn Dieter ist launisch, vorlaut und verfressen und macht, was er will. Nun wird das Stinktier sie auch noch in die Schule begleiten, wo doch die anderen Kinder in der Schule  viel coolere Begleiter haben wie z.B. ein wunderschönes Einhorn oder einen trendigen Fuchs.

Plötzlich bemerkt Zora zwei weitere Kinder in ihrerer Klasse, die ebenfalls „doofe“ Begleiter haben. Dazu zählen  Leon und Anna, die als Begleiter eine Ratte und ein Faultier haben. Beide gelten als Außenseiter in der Klasse. Zora merkt aber bald, dass die beiden gar nicht so doof sind, wie erst angenommen und schon bald freundet sie sich mit ihnen an und zusammen gründen sie den „Club der doofen Tiere“. Hier erleben sie viele Abenteuer und haben eine Menge Spaß miteinander und natürlich spielt Dieter hier eine große Rolle, denn er setzt sich lautstark und manchmal „müffelnd“  und „stinkend“für seine neue Freunde ein.

Die Charaktere sind wirklich sehr lebendig beschrieben und Kinder können sich hier sehr gut in die verschiedenen Figuren hineinversetzen. Die Geschichte ist sehr lustig geschrieben und man hat eine Menge Spaß beim lesen und auch beim vorlesen. Die Lieblingsfigur bei unserem Leseabend war eindeutig Dieter, der durch seine ungehobelte und direkte Art und natürlich durch seine Stinkbomben das Herz der Kinder im Sturm erobert hat.

Am Anfang fanden die Kinder Dieter nervig, dann aber wiederum cool und so erging es ja auch Zora in der Geschichte, die mit Dieter erst richtig „warm werden“ musste. Freundschaft spielt in der Geschichte eine zentrale Rolle, denn Zora freundet sich in der Geschichte mit den beiden Außenseitern Leon und Anna an, merkt jedoch sehr bald, dass die beiden wirklich gute Freunde sind und vielleicht gar nicht so uncool sind, wie die anderen Kinder behaupten. Ihr Bild ändert sich und sie begreift, was wahre Freundschaft bedeutet und dass man seine Vorurteile beiseite legen muss, um sich eine eigene Meinung bilden zu können.

Mir hat der Leseabend wirklich sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich diese Geschichte hierfür ausgewählt habe. Die Geschichte war wirklich witzig,  sehr abwechslungsreich und hat die Kinder sehr gut unterhalten. Die Kinder hatten eine Menge Spaß gehabt und werden die Geschichte bestimmt nicht so schnell vergessen.

Ich freue mich schon auf die weiteren Bände und bin gespannt, wie es mit Dieter & Co. weitergehen wird. 😉

Fazit: Absolute Leseempfehlung. Die Geschichte um Zora und Dieter wird alle Altersklassen begeistern und gute Stimmung verbreiten.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Hier findet ihr die Bilder von unserem Leseabend. 😉

 

 

 

Buchrezension „Smoke“ von Dan Vyleta

Heute möchte ich euch gerne den Roman „Smoke“ von Dan Vyleta vorstellen.

Smoke von Dan Vyleta

Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-570-58568-9
€ 16,99 [D] inkl. MwSt.
€ 17,50 [A] |
Verlag: 
carl’s books

Der Inhalt (Quelle: carl’s books):

Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan …

Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet.

Meine Meinung:

Als ich das Buch das erste Mal in den Händen hielt und den Klappentext gelesen habe, war ich von der Zusammenfassung und vom Buchcover begeistert. Mir gefiel die Grundidee der Geschichte und ich dachte, dies ist mal etwas ganz anderes, da man das Buch auch schlecht einem Genre zuordnen kann. Das Cover hat mir von Anfang an gut gefallen, da dieses sehr düster gehalten ist und mich an das viktorianische London erinnert hat. Ich war also sehr gespannt auf den Inhalt und begann das Buch sofort zu lesen.

Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts in London. Die Welt hat sich verändert, denn alle schlechten Gedanken und Sünden werden durch Rauch für alle Menschen sichtbar gemacht. Jede Verfehlung wird sofort mit Rauch bestraft, der den Menschen aus den Körpern entweicht und sie unübersehbar brandmarkt. Die Vorstellung an ein solches Szenarium finde ich schon sehr gruselig, denn ich möchte in solch einer Welt nicht leben.

Die Hauptfiguren der Geschichte sind Thomas und Charlie, die Schüler auf einem Eliteinternat sind. Zu Beginn der Geschichte lernt man den Alltag auf diesem Internat  und die beiden Figuren ausführlich kennen. Der Anfang war für mich spannend aufgebaut und machte neugierig auf den Fortgang der Geschichte. Leider nahm diese Spannung im Laufe der Geschichte stetig ab und der Inhalt zog sich in die Länge.

Leider wurde das Buch immer langweiliger für mich, obwohl mir die Grundidee der Geschichte sehr zugesagt hat. Der Autor hat jedes kleinste Detail beschrieben und dies war an vielen Stellen für mich unnötig und baute immer mehr  Neugier ab und ich verlor leider so das Interesse an der Geschichte. Die Figuren waren wenig facettenreich und dann gab es hier noch diese schreckliche Dreiecksbeziehung, die schlichtweg unnötig war und nichts für die Geschichte getan hat.

Fazit:

Es tut mir leid, aber dieser Roman hat mir leider überhaupt nicht gefallen und ich kann hierfür einfach keine Leseempfehlung geben. Die Grundidee wirkt vielversprechend, doch die Umsetzung ist sehr enttäuschend. Die Längen ziehen sich ins Unendliche und die Geschichte ist zäh wie Kaugummi. Ich habe hier viel mehr erwartet. Lediglich der Anfang der Geschichte und das Buchcover haben mir gefallen, der Rest war eine große Enttäuschung.

Meine Bewertung:

♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares möchte ich mich ganz herzlich bei  carl’s books bedanken.

 

 

 

Buchrezension: „Ellbogen“ von Fatma Aydemir

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich euch den Debütroman „Ellbogen“ von Fatma Aydemir vorstellen.Aydemir_25441_MR1.indd

Buchrezension: „Der Kuss der Lüge“[Die Chroniken der Verbliebenen ; Band 1] von Mary E. Pearson

Hallo ihr Lieben,

heute stelle ich euch das neue Jugendbuch „Der Kuss der Lüge“ von Mary E. Pearson vor.

Dies ist der erste Band der Reihe: Die Chroniken der Verbliebenen.

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Übersetzt von Barbara Imgrund

Band 1 der Reihe: Die Chroniken der Verbliebenen

AUSGABE
ISBN
PREIS

Verlag: One Verlag

Der Inhalt (Quelle: One Verlag):

Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen .

Meine Meinung:

Der Kuss der Lüge ist der erste Band der neuen Reihe „Die Chroniken der Verbliebenen“ der amerikanischen Autorin Mary E. Pearson.

Ungeachtet davon, dass diese Reihe im Moment sehr gehypt wird, habe ich mich beim Lesen nicht davon beeinflussen lassen und war gespannt auf den Inhalt.

Erzählt wird die märchenhafte Geschichte rund um die 17-jährige Prinzessin Lia. Lia stammt aus dem Königshaus Morrighan und soll mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie nie zuvor gesehen hat. Dies widerstrebt der jungen Prinzessin natürlich und sie flieht zusammen mit ihrer Magd Pauline aus dem Königreich. Zuflucht finden die beiden Mädchen in einer Taverne in einer kleinen Stadt an der Küste namens Terravin. Dort arbeiten sie für ihren Lebensunterhalt und Lia blüht das erste Mal in ihrem Leben so richtig auf, denn hier wird sie nicht wie eine edle Prinzessin behandelt, sondern wie eine junge Frau, die hart für Leben kämpft. Kurz nach ihrer Ankunft kehren gleicherweise die jungen Männer Kaden und Rafe in der Taverne ein, die Lias Aufmerksamkeit auf sich lenken. Was sie nicht weiß ist, dass die beiden sie suchen. Der eine ist der Prinz, den sie heiraten soll, der andere ist ein Auftragsmörder, der sie töten soll.

Grundsätzlich ist die Idee für diese Geschichte nicht wirklich neu. Es gibt viele Märchen oder Romane, die einen ähnlichen Inhalt haben. Ungeachtet dessen, wollte ich aber mal wieder solch eine märchenhafte Geschichte lesen, die mich verzaubern sollte. Der Inhalt ist tatsächlich auch sehr märchenhaft, allerdings fehlt mir hier etwas mehr Fantasy. Hier spielt die Romantik wohl eindeutig eine größere Rolle. Natürlich verliebt sich die Protagonistin Lia in beide Männer, dies war schon von Anfang an für mich vorhersehbar und hat mich auch nicht wirklich überrascht. Generell sind einige Stellen in der Geschichte sehr vorhersehbar, ich muss aber dazu sagen, dass es mich diesmal überhaupt nicht gestört hat, denn die Geschichte ist auch trotz weniger Spannung, einfach schön zu lesen.

Der Schreibstil ist sehr bildlich und märchenhaft geschrieben und passt zu dieser Art von Geschichten. Erzählt wird die Geschichten abwechselnd aus der Sicht der Hauptcharaktere Lia, Kaden und Rafe, was zusätzlich für Abwechslung sorgt und man lernt die Charaktere dadurch besser kennen.

Besonders stark taucht man in die Gefühlswelt der Prinzessin Lia ein. Manchmal kann ich ihre Denkweise nicht so wirklich nachvollziehen, da sie etwas naiv ist, dies mag aber auch daran liegen, dass ich schon älter als 17 Jahre alt bin und dies vielleicht auch deshalb nicht immer nachvollziehen kann. Im Großen und Ganzen ist mir dieser Charakter aber ganz sympathisch. Die Charaktere von Rafe und Kaden liegen etwas im Dunklen, es werden einige Charaktereigenschaften im Verborgenen gehalten und man weiß nicht wirklich, was als nächstes passieren wird. Dies macht die Geschichte aber wiederum interessant.

Das Cover ist zudem auch sehr schön gestaltet und passt zu dieser Geschichte. Man sieht hier eine junge Frau, die wahrscheinlich Prinzessin Lia sein soll. Die junge Frau schaut auf ein Gebäude, welches von dunklen Wolken umgeben ist. Wahrscheinlich befindet sie sich gerade auf der Flucht und blickt auf ihr Elternhaus zurück, bevor sie ein neues Leben in Ungewissheit beginnen wird.

Fazit: Ein schönes und märchenhaftes Jugendbuch, was gut und schnell zu lesen ist. Hier hat es mir ein wenig an Tiefe gefehlt und einige Stellen waren für mich zu vorhersehbar. Auch ein wenig mehr Fantasy hätte der Geschichte gut getan. Ich weiß noch nicht wirklich, wohin die Reise gehen wird, ob mir die Reihe „Die Chronik der Verbliebenen“ richtig gut, oder so überhaupt nicht gefallen wird?

Ich bin gespannt auf die weiteren Bände und hoffe, dass sich der Verlauf der Geschichte steigern wird.

Meine Bewertung:

♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag One und bei NetGalley bedanken.

 

 

Buchrezension „Saures – Rezepte für Pickles, Kimchi, Fermentiertes und mehr“ von Freddie Janssen

Heute möchte ich euch gerne das Kochbuch „Saures – Rezepte für Pickles, Kimchi, Fermentiertes und mehr“ von Freddie Janssen vorstellen.

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ISBN: 978-3-03800-947-4
Einband: Gebunden
Umfang: 144 Seiten
Format: 19 cm x 23 cm
Verlag: AT Verlag
20,00 € //23.90 CHF

Der Inhalt (Quelle: AT Verlag):

Einlegen und Fermentieren auf frische, innovative und unkomplizierte Art. Freddie Janssen, ein erklärter Foodie und Fan von allem, was sauer eingelegt ist, präsentiert über 60 Rezepte für pikante, saure und würzige Leckereien, die jeder Mahlzeit den ultimativen Kick geben. Von schnellen »Quickles« – Quick Pickles, die schon nach wenigen Stunden genussbereit sind – bis zu klassisch milchsauer eingelegtem, also fermentiertem Gemüse, für das man sich einige Monate gedulden muss. Bekanntes wie Sauerkraut, Ketchup oder das aktuell angesagte Kimchi erhalten hausgemacht ihre ganz besondere Note. Und Experimentierfreudige punkten mit aussergewöhnlichen Spezialitäten wie mexikanisch angehauchten Chipotle-Eiern, eingelegter Szechuan-Wassermelone, köstlichen Wasabi- Beten oder einem süffigen Pickletini als Aperitif.

Meine Meinung:

Sauer macht lustig und glücklich! Ich liebe Kimchi und Co. und finde es richtig gut, dass es nun ein originelles Kochbuch zu dem Thema gibt. Freddie Janssen präsentiert in ihrem Kochbuch „Saures – Rezepte für Pickles, Kimchi, Fermentiertes und mehr“ über 60 Rezepte für sauer-eingelegte Leckereien. Die Rezepte sind spritzig und einfallsreich und zeugen von hoher Kreativität. Man merkt hier, dass die Autorin ihr ganzes Herzblut in die Rezepte mit einfließen lassen hat und Fachfrau auf dem Gebiet ist. Neben angesagten Rezepten für Kimchi, Sauerkraut oder Mexikanischen Mini-Cornichons findet man hier zusätzlich auch Rezepte, die man sonst nicht kennt wie z.B. eingelegte Szechuan-Wassermelone, Rosmarin-Pflaumen-Pickles oder Sandwich mit grünen Tomaten, Senf und Schweinebauch und auch Getränke.

Die Rezepte sind klar strukturiert und gut beschrieben. Einige Zutaten sind jedoch nicht im einfachen Supermarkt zu bekommen wie z.B.  Gochugaru oder Chipotle-Chilis in Adobo-Sauce aus der Dose. Hier sollte man sich schon im Vorfeld alle Zutaten in speziellen Shops oder von Märkten besorgen, sonst kann man die Rezepte nicht mal eben schnell nachmachen.

Die zahlreichen Illustrationen schaffen eine lockere Atmosphäre und auch die wunderschönen Fotos machen Lust darauf, die Rezepte sofort ausprobieren zu wollen.

Das Buchcover kommt sehr schlicht, aber gleichzeitig sehr elegant und trendy daher. Das Cover ist in mattschwarz gehalten und in der Mitte befindet sich eine glänzend-grüne Gurke. Sehr minimalistisch, aber auf das Wesentliche konzentriert, was mir persönlich sehr gefällt.

Fazit: Ein wunderbar originelles Kochbuch, wo sich viele Rezepte auch als kleine Geschenke und Mitbringsel für Familie, Freunde und Lieblingsmenschen eignen.

„Saures – Rezepte für Pickles, Kimchi, Fermentiertes und mehr“ von Freddie Janssen ist mein neues Lieblingskochbuch, lediglich für einige schwer zu bekommende Lebensmittel bei den Rezepten gibt es einen kleinen Punktabzug. Ansonsten sollte man die Rezepte unbedingt mal ausprobieren, es wird sich lohnen. 😉

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares bedanke ich mich ganz herzlich beim AT  Verlag und bei Vorablesen. Vielen Dank. ❤