Warum mich Buchmenschen oft nerven

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Heute spreche ich ein Thema an, was mich schon lange beschäftigt.
Ich finde, dass sich viele Büchermenschen oft selbst zu wichtig nehmen und dies nervt mich so unendlich!

Ihr dürft mich hier nicht falsch verstehen, denn ich zähle mich auch zu diesen besagten „Buchmenschen“. Ich lese privat sehr viel, besitze viele Bücher und liebe Literatur in allen Formen. Beruflich bin ich ebenfalls von Medien umgeben, sichte den Buchmarkt, kaufe neue Medien ein, katalogisiere und systematisiere diese und makuliere auch einige davon.

Auch rede ich sowohl privat und auch beruflich über Bücher und gebe gerne Literaturtipps, veranstalte Leseabende für Kinder und stelle Bücher, die mir ans Herz gewachsen sind gerne bei Vorleseabenden oder anderen Veranstaltungen vor.
Ebenfalls stelle ich auch Bücher auf meinem Blog vor, die mir überhaupt nicht gefallen haben.

Wie ihr seht, beschäftige ich mich viel mit Büchern und anderen Medien und mein Herz schlägt für die Literatur. Allerdings bin ich ein vielfältiger Mensch und habe auch noch andere Interessen, ich verkrieche mich nicht hinter den Büchern, sondern lebe.

In den sozialen Medien verfolge ich einige Buchblogs, bin auf Instagram, Twitter und auf Facebook aktiv und bin oft so genervt von Menschen, die wie ich, sehr gerne lesen.

Dies liegt daran, dass oft ein falsches Bild von der Liebe ums Buch abgeben ist. Mir kommt es oft wie ein Wettkampf vor.

Wer liest am meisten?
Wer schreibt die erste Rezension?
Wer hat den größten Stapel ungelesener Bücher?
Wer bekommt die meisten Rezensionsexemplare?

Oft werden auch nur die neusten Bücher besprochen oder künstlich durch Fotografie in Szene gesetzt und leider sind es so oft die gleichen Titel und das ist so langweilig.
Sorry, aber dies nervt mich so unendlich. Ihr dürft auch gerne ältere Titel besprechen und ich freue mich auch sehr über Geheimtipps, die ihr mir geben dürft. Also, traut euch ruhig auch mal gegen den Strom zu schwimmen, denn das macht euch interessant und mich neugierig.
Auch  werden es sich über Menschen beschwert, die Bücher wegschmeißen. Auch dazu gehöre ich. Ich stelle zum Beispiel nur neuere Bücher, die ich selbst noch gerne lesen möchte, in den Bücherschrank oder verschenke sie. Übrigens, hier findet ihr eine Liste von öffentlichen Bücherschränken in Deutschland. 😉

Auch hasse ich es, wenn ich nur „gute“ Rezensionen auf einigen Buchblogs finde.
Dies ist für mich nicht authentisch und einfach verlogen. Ich habe auch keine Freude daran, solche Blogs zu lesen.

Auch bei den Booktubern finde ich, dass einige sich viel zu ernst nehmen. Bitte seid natürlicher und macht mal was neues und verwendet bitte nicht die Begrüßung „Hallo, meine Lieben“ (es sei denn, ihr verwendet diese Begrüßung auch sonst im realen Leben). Steht auch zu euren Fehlern und präsentiert nicht immer eure Stärken oder euer strahlendes Zuckerwattelächeln. Ich möchte natürliche Personen sehen und brauche keine Schauspieler, die mir etwas vorspielen. Echte Persönlichkeiten sind hier gefragt, steht dazu wie ihr seid und steht auch zu euer Leseflaute und berichtet darüber und sagt bitte auch deutlich, wenn ihr ein Buch zum kotzen findet.

Auch außerhalb der digitalen Welt nerven mich solche Aussagen wie „Du hast das Buch nicht gelesen?“, “ Du liest doch die ganze Zeit auf der Arbeit“ oder „Können Sie mir sagen, ob Sie das grüne Buch mit dem Frosch im Bestand haben“ Ahhhh! Das nervt wirklich!
Warum nerven mich diese Aussagen?
Viele Menschen glauben, dass wenn man auch beruflich mit Büchern zu tun hat, jedes Buch kennen muss. Dies ist natürlich utopisch. ich behaupte aber, dass ich mich schon sehr gut in der Welt der Bücher auskenne und halte mich hier auch immer auf den neusten Stand. Es ist unmöglich alle Bücher auf der Welt zu kennen.

In unserer Bibliothek haben wir einen Bestand von ca. 56.000 Medien. Man muss hier nicht erwähnen, dass ich unmöglich alles gelesen, angeschaut oder angehört haben kann. 🙂

Natürlich stimmt es auch nicht, dass ich auf der Arbeit lesen darf. Es wäre schön, wenn ich so mein Geld verdienen würde, aber leider sieht die Realität hier ganz anders aus. Ich lese privat und ja, ich lese auch die Bücher, die ich für Veranstaltungen benötige in meiner Freizeit, da mein Arbeitsalltag so vollgepackt ist, dass ich dafür leider überhaupt keine Zeit habe. So sieht leider die Realität aus.

Auch kann ich mit kryptischen Anfragen nicht viel anfangen. Wenn ich nach einem Buch suchen soll und man nichts über den Inhalt weiß, den Schriftsteller nicht kennt
und nur weiß, dass das Buch rosa ist und ein bunter Muffin auf dem Cover ist, fällt es schwer, hier das richtige Suchergebnis zu finden.
Oft wird man hier obendrein als „blöd“ oder unfähig betitelt, aber sorry, ich stelle hier nicht die dummen Anfragen.
Ich mache ja schon viel und ich liebe es zu recherchieren, aber auch hier kann ich leider nichts für euch tun.

Außerdem wurde ich von einer Leserin mal als „prüde“ bezeichnet, da ich „Fifty Shades of Grey“ nicht gelesen habe und es auch nicht lesen werde. Ich muss nicht alles lesen, nur weil gerade ein großer Hype darum gemacht wird. Ich lesen das, was mein Interesse erweckt, denn meine kostbare Zeit ist mir hier wichtig und ich möchte diese nicht verschwenden. Ehrlich gesagt, habe ich auch nie „Harry Potter“ gelesen und kann hier  auch nicht mitreden. Ich stehe aber auch dazu, auch wenn dies oft zu Unverständnis führt.

Auch mag ich es nicht, wenn ihr über Schriftsteller, bekannte Buchblogger, Verlagsmenschen etc. so redet, als ob es eure besten Freunde wären.
Wenn dies so sein sollte, dann dürft ihr gerne auch weiterhin darüber reden, aber bitte verschont mich mit diesem „ICH-BIN-WICHTIG-PSEUDO-GETUE“. 😉
Ich durfte auch schon Vorteile bei Veranstaltungen, der Buchmesse, auf Bloggertreffen etc. genießen, aber ich hasse es, wenn man dies so raushängen lässt. Tut bitte nicht so wichtig und seid ihr selbst.
Natürlich gibt es auch sehr viele liebenswürdige Buchmenschen und mit den meisten komm ich sehr gut aus, aber es gibt auch leider so viele, die einfach unerträglich nervig sind. Also, nehmt mir meinen Beitrag nicht so übel, ich musste dies einfach mal sagen.

Wie denkt ihr über dieses Thema?

 

 

 

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Das war die 2. LITBLOG CONVENTION

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Vergangenen Samstag luden die Verlage Kiepenheuer & Witsch, Bastei Lübbe, DUMONT Kalenderverlag, Diogenes und Community Editions zur 2. LITBLOG CONVENTION nach Köln ein.

Im Verlagsgebäude von Bastei Lübbe fand ein buntes Programm für Literaturblogger , Booktuber und Influencer statt. Hier durfte man sich aus den verschiedenen Programmpunkten, sein persönliches Tagesprogramm zusammenstellen.

In 5 Blöcken, die jeweils 40 Minuten dauerten, konnte man jeweils einen Vortrag, ein Werkstattgespräch oder einen Workshop besuchen. Dazwischen gab es eine Pause und man hatte hier genug Zeit um neue Kontakte zu knüpfen, an den verschiedenen Verlagsständen zu stöbern, Fotos im Fotobulli zu machen und sich am Kuchenbuffet oder mit belegten Brötchen zu stärken.

Die Veranstalter und vielen Verlagsmenschen haben sich wirklich sehr gut um ihre Gäste gekümmert, alle waren super freundlich, sehr kompetent und man wurde bestens versorgt. Besonders beachtenswert fand ich, dass man sich als Besucher eine Powerbank abholen konnte, damit man die Akkus seiner technischen Geräte aufladen konnte, dies war wirklich sehr praktisch und man merkt,  hier  wurde mitgedacht. 😉

Das ganze Programm könnt ihr hier nachlesen.

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Ich habe insgesamt 4 Programmpunkte besucht und musste danach leider die Veranstaltung schon verlassen. Im Anschluss gab es aber auch noch ein GET TOGETHER, wo man sich ebenfalls seine Bücher signieren lassen konnte und ein vegetarisches Buffet.

Folgende Programmpunkte habe ich besucht:

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1.) YOUTUBE-Millionäre

Diesen Programmpunkt habe ich mir ausgesucht, da wir in unserer Bibliothek mit der Idee spielen, einen eigenen YOUTUBE-Kanal zu starten. Christoph Krachten, YOUTUBE-Pionier der ersten Stunde, sprach hier wie der Algorithmus auf YOUTUBE die Hits bestimmt. Ich fand den Vortrag sehr interessant, da man gemerkt hat, dass der Mensch wirklich Ahnung auf diesem Gebiet hat. Mit seinen Aussagen hat Herr Krachten deutlich gemacht, dass viele zu „blauäugig“ an dieses Thema herangehen. Es steckt halt viel Arbeit und ein gutes und ausgeklügeltes Konzept hinter einem erfolgreichen Kanal. Man muss hier viel Zeit, Organisation, Kraft und vor allem Leidenschaft einbringen und darf nichts den Zufall überlassen. Seine Aussagen kamen nicht immer positiv bei einigen Bloggern und Booktubern an, da er unter anderem davon sprach, dass es in Deutschland noch keinen wirklich erfolgreichen Booktube-Kanal geben würde und man hier noch viel mehr machen könnte.

2.) Content rein, Buch raus – wie geht das?

Hier erzählte Hanne Mandik in erfrischender Art und Weise über ihren Arbeitsalltag in der Herstellungsabteilung von  Kiepenheuer & Witsch. Man hat deutlich gemerkt, wie viel Liebe und Leidenschaft in die kreativen Prozesse in der Herstellung eines Buches gesetzt werden. Anhand unterschiedlichster Beispiele aus dem vielfältigen Verlagsprogramm wurde gezeigt, wie spannend und kreativ der Produktionsprozess ist, und wie viel Spaß es macht, ein Buch fertigzustellen. Bis zu diesem Vortrag habe ich mir wirklich nie Gedanken um Farbschnitte, Lesebändchen, Schrift, Material, Papier. Layout und Farbauswahl gemacht. Dank Hanne Mandik werde ich nun bewusst darauf achten, denn ich weiß ja jetzt, dass hier richtig viel Arbeit drin steckt und nichts den Zufall überlassen wird. 😉

3.) »Tierchen unlimited« – typische Migrationsliteratur? Nein, Punk!

Dieser Programmpunkt war mein absolutes Highlight des Tages! Der Autor Tijan Sila und Lektor Olaf Petersenn berichteten hier in einem Werkstattgespräch über die gemeinsame Arbeit an dem Debütroman „Tierchen Unlimited„.  Hier wurde darüber berichtet, wie der Autor zum Schreiben gefunden hat und wie er daraufhin den Weg zum Verlag Kiepenheuer & Witsch gefunden hat. Es wurde geklärt, welche Verbindungen es zu Tijans Biographie gibt und wie seine Schüler in der Berufsschule auf seinen Roman reagiert haben. Das Gespräch war sehr aufschlussreich, locker und hat mich so neugierig auf den Roman gemacht, dass ich mir gestern spontan mein Exemplar geschnappt habe und mit dem Lesen beginnen musste. 😉

Mehr über den Roman erfahrt ihr hier.

 

4.) Lesen, bewerten, empfehlen – wie funktioniert eigentlich ein Bücherblog?

Hier sprach Mara Giese, die seit 2011 auf dem erfolgreichen Bücherblog  Buzzaldrins Bücher bloggt, über die wichtigsten Aspekte des Buchbloggens. Sie berichtete von ihren Anfängen und gab viele interessante Tipps und Informationen rund um das Bloggen. Dabei erzählte Mara in ihrer ruhigen und ausgeglichenen Art, dass auch sie klein angefangen hat und sich stetig weiterentwickelt und dadurch erfolgreich ist. Mara zählt nun zu den einflussreichsten Buchbloggern in Deutschland und machte den anderen Bloggern ebenfalls Mut, denn eine ihrer Devisen lautet: „Machen, tun, unperfekt sein.“

Im vergangenen Jahr erschien übrigens ihr erstes eigenes Buch, das »Literaturbloggerbuch« – ein Ratgeber für Literaturblogger und all diejenigen, die das werden wollen. Alle Tipps könnt ihr hier also auch in Ruhe nachlesen. 😉

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Im Großen und Ganzen habe ich einen schönen, informativen und aufregenden Tag auf der LITBLOG CONVENTION in Köln verbracht. Ich möchte mich bei allen Beteiligten für die gute Organisation bedanken und habe mich auch sehr über die tolle Goodiebag gefreut, die jeder Teilnehmer erhalten hat. Vielen Dank! ♥

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Weitere lesenswerte Berichte über die #lbc17 könnt ihr hier nachlesen:

 

 

 

Das war die erste LitBlog Convention in Köln

Am Samstag, den 04.06.2016 luden die Verlage DuMont Buchverlag, DuMont Kalenderverlag, Kiepenheuer & Witsch, Egmont LYX/INK und Bastei Lübbe zur ersten LitBlog Convention in Köln-Mühlheim ein.

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Ich war eine der glücklichen Blogger/Innen, die eine Karte für dieses begehrte Event ergattern konnte und freute mich riesig darüber, da das Event innerhalb von einer Stunde ausverkauft war.

Letzten Samstag machte ich mich also auf den kurzen Weg von Bergheim nach Köln-Mühlheim, um die lang ersehnte LitBlog Convention zu besuchen.

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In Köln-Mühlheim angekommen, regnete es bereits in Strömen, doch dies machte mir nichts aus, denn ich war voller Vorfreude auf das, was mich auf der LitBlog Convention erwarten würde.

Von  der Keuptstraße aus, machte ich mich also  auf zur Schanzenstraße, wo ich bereits vom weitem das Gebäude des Bastei Lübbe Verlages sehen konnte.

Dank Schirm und festen Schuhwerk gelangte ich einigermaßen trocken ans Ziel und wurde dort freundlich vom Team der LitBlog Convention in Empfang genommen.

Jeder Teilnehmer bekam bei der Ankunft ein Bändchen ums Handgelenk gelegt und durfte dann sein Namensschild beschriften. Im Anschluss gab es für alle Teilnehmer eine prall gefüllte Goodiebag, worüber ich mich wirklich sehr gefreut habe. 😉

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Nachdem nach und nach alle Blogger eingetroffen waren und man sich schon mit dem ein oder anderem Bloggerkollegen unterhalten hatte, wurde die erste LitBlog Convention offiziell von den sympathischen Verlagsmitarbeiterinnen eröffnet.

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Anschließend startete das abwechslungsreiche Programm, das  man hier noch einmal nachlesen kann.

Es fanden zahlreiche Workshops statt, die von Schriftstellern, Verlegern, Verlagsmitarbeitern, Illustratoren und weiteren kreativen Menschen, die mit Medien zu tun  haben, durchgeführt wurden.

Mit dabei waren u.a. die Schriftstellerin Vea Kaiser, der Bestsellerautor Frank Schätzing, der Illustrator Mehrdad Zaeri (DuMont Kalenderverlag), die Egmont LYX-Autorinnen Tina Brömme, Kristina Günak und Vanessa Sangue, die erfolgreiche Booktuberin  und LYX-Autorin Mona Kasten, der DuMont-Autor Jan Brandt, die Übersetzerin Ursula Gräfe, der Blogger und Fotograf Stefan Matthiessen und die Selfpublishing-Auflagenmillionärin Poppy J. Anderson.

Es wurde viel geboten und nebenbei konnte man obendrein einen kleinen Einblick in die Verlagswelt gewinnen. Man hatte die Qual der Wahl, denn es liefen stets  5 Programmpunkte gleichzeitig. Natürlich konnte man zwischendurch auch eine Pause machen und wurde dann ausgiebig mit Getränken und Snacks versorgt.

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Persönlich habe ich  drei Workshops besucht und möchte gerne ein paar Gedanken dazu niederschreiben.

1.) Vea Kaiser: Wieso bin ich jetzt eigentlich Schriftstellerin? / Kiepenheuer & Witsch

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Im Gespräch mit Reinhold Joppich, dem ehemaligen Vertriebsleiter von Kiepenheuer & Witsch, erzählte Vea Kaiser, was sie zum schreiben brachte, obwohl sie das eigentlich gar nicht wollte.

Dieser Programmpunkt war mein absolutes Highlight, denn die Schriftstellerin berichtete so sympathisch, geistreich und abwechslungsreich über ihren Werdegang, dass man förmlich an ihren Lippen kleben blieb. Ich hätte noch stundenlang zuhören können und finde sie als Person gleichermaßen sympathisch wie ihre wunderbaren Bücher „Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kommt“ und „Makarionissi oder die Insel der Seeligen“. Wer die Bücher vorher noch nicht kannte, wird sie nach diesen gelungenen Gespräch bestimmt anfangen zu lesen bzw. sollte sie unbedingt lesen!

2.) Die vielleicht wahnsinnigste Metropole der Welt – Literarischer Städetbeau mit Jan Brandt und Jan Valk / DuMont Buchverlag

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Ich habe den Debütroman Gegen die Welt von Jan Brandt gelesen, der 2011 schlagartig auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises landete und mich sehr begeistert hat. Aus diesem Grunde wollte ich gerne bei dem Gespräch mit Jan Brandt mit dabei sein.

Wenn man die Gespräche mit Vea Kaiser und Jan Brandt miteinander vergleicht, war das Gespräch mit Jan Brandt zweifellos etwas ruhiger, dennoch sehr interessant und künstlerisch aufschlussreich. Der Schriftsteller berichtetet über die Entstehung seines neuen Buches Stadt ohne Engel – Wahre Geschichten aus Los Angeles, welches im September 2016 erscheinen wird. Hierbei handelt es sich  wohlgemerkt nicht um einen Roman, sondern vielmehr um ein journalistisches Projekt, das literarische Reportagen, Kritiken und Essays miteinander verbindet.

Ursprünglich wollte der Schriftsteller einen Roman in Los Angeles schreiben und lebte für diese Zeit in der Villa Aurora, die sich in Pacific Palisades, einen Stadtteil im Westen von Los Angeles befindet und bekannt für seine luxuriöse Wohngegend ist, in der meist Millionäre residieren.

Jan Brandt kam sich in der Villa gefangen wie in einem Elfenbeinturm vor und wollte das wahre Los Angeles  und seine Menschen kennenlernen. In der Stadt gibt es sehr viel Armut und kurzerhand beschloss Brandt seinen Roman zurückzustellen und über Los Angeles zu erzählen. Aber wie kann man eine Stadt erzählen? Nur, wenn man selbst die Geschichten erlebt und mit den Menschen spricht. Dies macht Brandt und begegnet auf seinen Streifzügen durch die Stadt: Schriftstellerinnen, Gangsta-Rappern, Starköchen, Filmemachern und Hauswärtern, die ihre eigene Geschichte zu erzählen haben und Los Angeles greifbar machen. Persönliche Begegnungen und Beobachtungen verbinden sich mit Zeitungsartikeln, Twitter-Meldungen und Facebook-Nachrichten und ergeben miteinander ein Bild einer wahnsinnigen Metropole.

Mich hat dieses Gespräch sehr neugierig  auf das neue Buch gemacht und ich muss es nun unbedingt lesen. Vielen Dank für diese großartige Präsentation.

3.) Blog oder Tagebuch? Unterhaltsam von Tag zu Tag schreiben am Beispiel von Nigel Slaters Küchentagebüchern / DuMont Buchverlag

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Ich muss gestehen, dass ich die Kochbücher von Nigel Slater vorher gar nicht kannte. Schande über mein Haupt! Nun ist mir aber bewusst, dass ich diese Bücher unbedingt für mein Lektorat in der Bibliothek anschaffen muss, um damit meinen Bestand zu bereichern. Die Übersetzerin Sofia Blind stellte die Bücher mit solch einer inneren Überzeugung vor, so dass man am liebsten direkt mit dem Lesen beginnen wollte.

Richtig überrascht war ich von der Tatsache, dass die Sprache für ein Kochbuch sehr poetisch ist und man die Leidenschaft für das Kochen und für die Lebensmittel in jedem Satz spürt. Man merkt das der Mann kochen kann, aber er besitzt auch das Talent zu schreiben. Ich glaube, ich würde diese Kochbücher auch als Abendlektüre verschlingen und bin froh, dass Sofia Blind mich für Nigel Slater und seine Kochbücher begeistern konnte.

Bisher erschienene Kochbücher von Nigel Slater:

Einfach genießen

Eat

Tender I Obst

Tender I Gemüse

Das Küchentagebuch

Erscheint im Oktober 2016:

Ein Jahr lang gut essen

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Im Anschluss an die Workshops fand ein Autoren-Speed-Dating statt. Hier hatte man je 4 Minuten Zeit, um mit sieben Autorinnen ins Gespräch zu kommen. Am Speed-Dating habe ich persönlich nicht teilgenommen, da hier die Plätze begrenzt waren und ich mir eine kleine Pause gönnen wollte.

Daneben habe ich auf der LitBlog Convention auch viele nette Bloggerkollegen kennengelernt, mit denen ich mich sehr gut unterhalten habe.

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Auf dem Bild zu sehen: Bloggerinnen von den Blogs ParadiseKiss Books, Buchfeder und meine Wenigkeit ( von rechts) 🙂

Die erste LitBlog Convention hat mir sehr gut gefallen und ich möchte mich ganz herzlich beim gesamten Team der #LBC16 bedanken, die dieses Event so großartig organisiert haben und zu einem tollen Erlebnis gemacht haben. 😉 Eine Fortsetzung würde ich sehr begrüßen. Vielen Dank auch für die tolle Goodiebag, ich habe mich sehr darüber gefreut. ♥

Ein wundervolles Überraschungspaket ist bei mir eingetroffen.♥

Gestern ist ein ganz wundervolles Überraschungspaket bei mir eingetroffen und ich habe mich so doll darüber gefreut, dass ich euch jetzt unbedingt davon berichten muss. 🙂

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Das supertolle Paket habe ich übrigens von der lieben Sandra aka Nana geschickt bekommen, die anlässlich ihres ersten Bloggeburtstages ein Gewinnspiel veranstaltet hat, wo man ein Überraschungspaket gewinnen konnte.

Und so sah das schöne Paket von Innen aus:

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Alles war superschön und  mit Liebe eingepackt.

Und eine liebe Karte gab es auch noch dazu.

Und das befand sich im Paket:

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Ich habe mich sehr über dieses wahnsinnig tolle Paket gefreut und habe beide Bücher auch noch nicht gelesen und bin schon sehr gespannt auf den Inhalt.

Mein Freund hat sich zudem sehr über die Schweitzer Schokolade mit Caramel gefreut und wollte diese direkt wegfuttern, aber vielleicht teile ich die Schokolade auch mit ihm. 😉

Vielen Dank, liebe Nana!

Du hast mir eine große Freude bereitet und ich hoffe, du wirst noch viele weitere Bloggeburtstage feiern und immer viel Spaß beim bloggen haben.♥

Hier könnt ihr den Blog von Nana besuchen.

Montagsfrage: Bücher, die nach Filmen erscheinen?

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Heute startet eine neue Woche und da darf die Montagsfrage von der lieben Svenja aka Buchfresserchen nicht fehlen, die heute heute lautet:

Montagsfrage: Was haltet ihr von Büchern, die auf Filmen basieren, also die erst nach dem Film geschrieben worden sind?

 

Als Teenie habe ich öfters solche Bücher gelesen. Früher habe ich leidenschaftlich gerne die TV-Serie „Buffy im Bann der Dämonen“ geschaut und da habe ich auch die dazugehörigen Comics und Bücher gelesen und hatte damit überhaupt kein Problem.

Heute lese ich solche Bücher eigentlich gar nicht mehr, hätte damit aber kein Problem, wenn diese gut geschrieben sind und nicht nur den Orignal-Film nacherzählen würden. 🙂

Wie sieht es bei euch aus? Was haltet ihr von solchen Büchern?

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch einen guten Start in die neue Woche.

Liebe Grüße,

eure Jane ❤

 

Montagsfrage: Bist du mit Büchern kritischer geworden, seit du bloggst?

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Hallo ihr Lieben,

heute ist wieder Montag und darf die Montagsfrage von der lieben Svenja aka Buchfresserchen nicht fehlen, die heute lautet:

Bist du mit Büchern kritischer geworden, seit du bloggst?

Eigentlich bin ich nicht kritischer geworden, seitdem ich blogge. Wenn man viel liest, dann macht man generell eine Entwicklung durch und achtet vielleicht auf andere Details. Generell bin ich mit mir persönlich und meinen Rezensionen kritisch und ich überlege oft, ob ich das auch wirklich so schreiben kann und verbessere mich hier gerne. 😉

Wie erlebt ihr das? Seid ihr kritischer geworden seitdem ihr bloggt?

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch eine gute Woche!

Liebe Grüße,

eure Jane ❤

#wklm2015 – Tag 7 – Endspurt

 Heute startet der letzte Tag von Wörterkatze Lesemarathon 2015 #wklm2015 und ich bin schon ein wenig traurig, freue mich aber über diese tolle Aktion, die von der lieben Kerstin aka Wörterkatze ins Leben gerufen wurde. Im nächsten Jahr soll es im Sommer wieder einen Lesemarathon geben und vielleicht wird es im Herbst einen kleinen Lesemarathon geben, der 3 Tage dauern wird. Ich bin gespannt und werde mich gerne wieder beteiligen, da es mir so viel Spaß gemacht hat! ❤

Nachdem ich gestern „Ismaels Orangen“  von Claire Hajaj erfolgreich beendet habe, möchte ich heute noch ein neues Buch anfangen und habe mich hier für „Wer ist mr Satoshi von Jonathan Lee entschieden.

Titel: Wer ist Mr Satoshi

Verfasser: Jonathan Lee

Originaltitel: Who is Mr Satoshi?
Originalverlag: Heinemann
Aus dem Englischen von Cornelia Holfelder-von der Tann

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-442-75386-4
€ 14,99 [D] |

Verlag: btb

 Klappentext von der Verlagsseite:

»Dieses Päckchen ist für Mr Satoshi. Wenn wir seine Adresse herausfinden.« So lauten die letzten Worte von Foss’ Mutter, während sie liebevoll einen abgeschabten Schuhkarton tätschelt. Und so entschließt sich der von Panikattacken heimgesuchte Fotograf, den rätselhaften Mr. Satoshi zu finden. Seine Reise führt ihn in die ebenso schrille wie geheimnisvolle Welt Japans. Bei seiner Suche entdeckt Foss, dass die Vergangenheit seiner Mutter mit einem herzzerreißenden Ereignis im Jahr 1946 verbunden ist. Aber weshalb will keiner darüber reden? Unterstützt von der pinkhaarigen Chiyoko deckt Foss die Lebens- und Liebeslügen seiner Eltern auf – und kommt der Frage, was im Leben wirklich zählt, ein ganzes Stück näher.

12.00 Uhr: Ich fange nun zu lesen an und bin gespannt, was mich erwarten wird. Bereits das Buchcover gefällt mir richtig gut. Es ist im japanischen Stil gehalten und wirkt ein weinig geheimnisvoll und so, als ob im Dunklen etwas verborgen liegt.

Die Vorfreude steigt :-).

Update:

ca. 22.30 Uhr: Ich habe 227 Seiten von 316 gelesen und werde das Buch morgen beenden. Die Geschichte ist richtig spannend und hat mich in ihren Bann gezogen. Wenn ich nicht so müde gewesen wäre, dann hätte ich noch gerne weitergelesen :-).

Die heutige Tagesfrage lautet:

Der #wklm2015 geht heute Abend zu Ende. Was habt ihr für euch in dieser Woche mit genommen? Neue Autoren, Bücher, Blogger? Und was habt ihr für heute noch geplant?

Ich habe eigentlich sehr viel mitgenommen. Ich habe neue Blogs kennengelernt und entdeckt und werde hier auch immer mal wieder vorbei schauen. Ebenfalls hat mir der Austausch mit den Teilnehmern sehr viel Spaß gemacht. Natürlich habe ich auch viele, neue Eindrücke zu unterschiedlichen Büchern sammeln können und werde mir in nächster Zeit mal die Frühwerke von Haruki MurakamiWenn der Wind singt“ und „Pinball 1973“ näher ansehen und lesen. „Die Seiten der Welt – Nachtland“ von Kai Meyer werde ich auch bald lesen, aber dieses Buch stand ja sowieso schon lange auf meiner Wunschliste. ;-).

Für heute möchte ich noch viel lesen und werde jetzt mal damit anfangen und später im Laufe des Tages darüber berichten.

Gelesen:

Bonsai von Alejandro Zambra (89 Seiten)

Ismaels Orangen von Claire Hajaj (lese ich gerade, 176 Seiten während des  #wklm2015)

Wer ist Mr Satoshi von Jonathan Lee ( 227 Seiten)

Insgesamt gelesen: 492 Seiten

Vorherige Beiträge:

#wklm2015 -Tag 1 – Es geht los

#wklm2015 -Tag2 – Es wird weiter gelesen

#wklm2015 – Tag 3 – Ein neuer Tag und neues Leseglück

#wklm2015 – Tag 4 – Die Hälfte ist geschafft

#wklm2015 – Tag 5 und Tag 6