Buchrezension: „Maggie und die Stadt der Diebe“ von Patrick Hertweck

Heute möchte ich euch gerne das Kinderbuch Maggie und die Stadt der Diebe von Patrick Hertweck vorstellen.

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Autor: Patrick Hertweck
IllustrationenMaximilian Meinzold

304 Seiten

Ab 11 Jahre

Preis: 14,99[D]

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3522184033

ISBN-13: 978-3522184038

Verlag: Thienemann-Esslinger

Der Inhalt

(Quelle: Thinemann-Esslinger):

New York, 1870.

Kalt und düster ist es in den Slums von Manhattan. Ziellos irrt Maggie durch schmutzige Gassen voller Bettler. Sie ist heilfroh, als sie bei einer Bande junger Diebe Unterschlupf findet. Schon bald fühlt sie sich dort wie zu Hause. Bis eine gemeinsame Diebestour sie zu einem Kirchturm führt, der schlimmste Erinnerungen in ihr wachruft. Maggie muss sich endlich ihrer Vergangenheit stellen. Doch Licht ins Dunkel kann nur einer bringen: der sagenumwobene Herrscher über die New Yorker Unterwelt.

Meine Meinung:

Mit seinem Debütroman „Maggie und die Stadt der Diebe“ entführt Patrick Hertweck in die New Yorker Unterwelt der 1870er Jahre. Erzählt wird die Geschichte von Maggie, die in einem Waisenhaus aufwächst und eines Tages von dort entführt wird.

Maggie kennt ihre Vergangenheit nicht und kann sich an Ihre Herkunft nicht erinnern. Auf der Flucht vor ihren Entführen, irrt sie ziellos durch die Slums der New Yorker Unterwelt und begibt sich dabei in große Gefahr. Unerwartet trifft sie auf eine Gruppe junger Diebe, die ihr Unterschlupf und ein neues Zuhause gewähren.

Maggie ist sehr dankbar über die unerwartete Hilfe und freundet sich schnell mit den jungen Dieben an. Sie wird ebenwertiges Mitglied der Gruppe und muss fortan bei Diebestouren und Rattenfängen mitwirken, um ihren Unterschlupf nicht zu verlieren und den angsteinflößenden Anführer der Bande, Goblin, milde zu stimmen

Doch Maggie wird weiterhin verfolgt und  erst jetzt beginnt das eigentliche Abenteuer, was sie zu dem Geheimnis ihrer Vergangenheit und Herkunft führen wird.

Die Geschichte rund um Maggie und die jungen Diebe hat mich sehr gut unterhalten und ich fühlte mich in meine eigene Kindheit zurückversetzt. Ich musste daran denken, wie ich selbst zum Lesen gekommen bin und meine eigenen Buchhelden für mich entdeckt habe. Maggie ist eine solche Heldin, ein mutiges Mädchen, voller Abenteuerlust und Neugierde und einem wachem Verstand. Man muss diese Figur einfach gern haben und fiebert mit ihr mit.

„Maggie und die Stadt der Diebe“ ist eine wunderbare Geschichte, die die Themenbereiche: Abenteuer, Freundschaft ,die Suche nach der eigenen Herkunft und der Familie, miteinander verbindet und dabei so spannend erzählt ist, dass man einfach immer weiterlesen möchte.

Die Figuren und das New York der 1870er Jahre sind bildlich sehr gut beschrieben, so dass man sich als Gast auf eine Zeitreise ins historische Manhattan zurückversetzt fühlt und die Geschichte so hautnah und mit allen Sinnen miterleben darf.

Der Leser findet sich unmittelbar im Mittelpunkt der Handlung wieder und erlebt von Anfang an das spannende Abenteuer als stiller Beobachter und darf dabei in die Gefühlswelt der Hauptfigur Maggie eintauchen.

Das Buch ist für Kinder ab 11 Jahren sehr gut geeignet, denn der Inhalt ist Kindgerecht und abwechlungsreich beschreiben und die Sprache leicht verständlich und bildhaft. Kinder werden sich schnell mit den Charakteren identifizieren können und können hier ihrer eigenen Fantasie noch freien Lauf lassen. Beim Lesen wird es hier nicht langweilig werden, denn es gibt viele Wendungen, die die Geschichte durchgehend spannend halten und  überraschende Momente sorgen werden.

Ein sehr schönes Kinderbuch, was inhaltlich alles besitzt, was ein gutes Kinderbuch braucht und Groß und Klein gleichermaßen begeistern wird.

Über eine Fortsetzung würde ich mich sehr freuen. 😉

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

 

Buchrezension: Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

Heute möchte ich euch gerne „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ von Estelle Laure näher vorstellen.

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Roman
Hardcover
Aus dem Amerikanischen von Sophie Zeitz
Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50
ISBN: 978-3-7373-5326-7
Verlag: FISCHER KJB

Der Inhalt (Quelle: FISCHER KJB)

»In der perfekten Kino-Version meines Lebens wäre das der Moment, in dem er mich umdreht und küsst. Aber Digby hat eine Freundin. Ein Mädchen, das er liebt. Ein Mädchen, das nicht ich bin.«

Eigentlich hat Lucille Wichtigeres zu tun, als sich ausgerechnet in den vergebenen Zwillingsbruder ihrer besten Freundin zu verlieben. In ihrer Familie ist sie die Einzige, die die Dinge in die Hand nimmt: Geld verdienen, Rechnungen bezahlen, sich um ihre kleine Schwester kümmern. Da bleibt keine Zeit für große Gefühle. Aber wer kann sich schon wehren, wenn die wahre Liebe vor der Tür steht? Denn gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance.

Ein entwaffnend ehrlicher und hoffnungsvoller Roman über die erste Liebe, das Erwachsenwerden und die wunderbare Erfahrung, niemals so allein zu sein, wie man sich fühlt.

Meine Meinung:

Es gibt Bücher, die beeindrucken einfach. „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ von Estelle Laure ist ein solches Buch. Schon nach lesen der ersten Seiten, wusste ich, dass mich die Geschichte rund um Lucille und ihrer Schwester Wren nicht loslassen wird und genau dies bewahrheitete sich schließlich auch.

Der Titel des Buches erinnerte mich zunächst jedoch an einen anderen Titel und ich musste alsbald an „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green denken, obwohl die Thematik der beiden Bücher grundverschieden ist. Einige Gemeinsamkeiten treten bei beiden Büchern  jedoch auf, so spielt in beiden Büchern das Schicksal und die Liebe eine große Rolle und es handelt sich hier um Jugendbücher.

Besonders beeindruckt an „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ hat mich übrigens , dass die Liebe und besonders die erste Liebe, im Roman von Estelle Laure zwar eine wichtige Rolle spielt, aber hier ebenfalls der starke Zusammenhalt der beiden Schwestern Lucille und Wren thematisiert wird, die plötzlich ganz alleine da stehen und ihren Alltag ohne Hilfe von ihren Eltern bewältigen müssen.

Das Familienverhältnis der Familie Bennett ist schon lange zerrüttet, seit ihr psychisch kranker Vater damals ihre Mutter attackiert hat und von der Polizei abgeführt wurde und fortan in einer speziellen Klinik lebt. Ihre Mutter hat dieses schlimme Ereignis nie richtig verarbeitet und beschließt letzten Endes, sich eine zwei Wöchige Auszeit zu nehmen, allerdings kehrt sie danach nicht zu ihren Kindern zurück, sondern lässt ihre Töchter allein.

Lucille und Wren erleben den zweiten Schicksalsschlag in ihrem Leben und müssen plötzlich ihren Alltag selbst organisieren und kämpfen um ihr Überleben. Dabei müssen sie ständig aufpassen, dass das Fehlen der Mutter ihrer Aussenwelt nicht auffällt. Eine harte Zeit beginnt für die Schwestern und ausgerechnet in dieser Zeit des Erwachsenwerdens verliebt sich Lucille plötzlich in Digby.

Der Roman ist sehr geprägt von der harten Realität und das Schicksal der beiden Schwestern, alles scheint zunächst sehr dunkel und fast schwarz, aber es gibt immer wieder diese Lichtblicke und Glücksmomente, die die Geschichte nicht ganz so negativ erscheinen lassen und auch das Schöne im Leben zeigen und Hoffnung geben.

Diese Mischung macht es, denn dadurch erscheint das Leben und die Geschichte etwas bunter. Dieses Zusammenspiel von Glück und Schicksal von bunt und dunkel spiegelt sich ebenfalls auch sehr gut in der Gestaltung des Buchcovers wieder. So ist das Cover in farbenfreudigen Farben und auch in dunkleren Tönen gehalten. Verschiedene Symbole beziehen sich ebenfalls auf das Glück und das Schicksal. So findet man auf dem Cover beispielsweise einen Marienkäfer und ein Hufeisen für das Glück wieder und für das Schicksal wurde Regen und ein Regenschirm gewählt.

Die Sprache ist leicht verständlich und bestens für die jugendliche Zielgruppe geeignet. Persönlich sind mir die beiden Schwestern als Charaktere sehr ans Herz gewachsen. Lucille stellte ich mir in meiner  Fantasie als eine Art Heldin mit Ecken und Kanten vor, was sehr authentisch auf mich wirkte..

Nicht so gut gefallen hat mir allerdings, dass ich mir die anderen Charaktere nicht so gut vorstellen konnte bzw.diese nicht gut ausgearbeitet waren. Man hat hier leider gemerkt, dass diese eine nicht so  große Rolle in der Geschichte einnehmen sollten. Dies fand ich etwas Schade.

Nichtdestotrotz habe ich dieses Jugendbuch sehr gerne gelesen. Ich habe mit den Figuren mitgefiebert, gelitten und gehofft und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Ein sehr schöner Roman über das Erwachsenwerden, die Liebe, Zusammenhalt und das Schicksal.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

 

Für die Bereitstellung eines Leseexemplars bedanke ich mich beim Verlag  Fischer KJB.

Buchrezension „Die Erfindung der Flügel“ von Sue Monk Kidd

Heute möchte ich euch gerne „Die Erfindung der Flügel“ von Sue Monk Kidd  vorstellen.

Hardcover: 496 Seiten,
ISBN: 978-3-442-75485-4
€ 19,99 [D]
Verlag: btb

Der Inhalt (Quelle: btb-Verlag):

Die elfjährige Sarah, wohlbehütete Tochter reicher Gutsbesitzer, erhält in Charleston ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk – die zehnjährige Hetty »Handful«, die ihr als Dienstmädchen zur Seite stehen soll. Dass Sarah dem schwarzen Mädchen allerdings das Lesen beibringt, hatten ihre Eltern nicht erwartet. Und dass sowohl Sarah als auch Hetty sich befreien wollen aus den Zwängen ihrer Zeit, natürlich auch nicht. Doch Sarah ahnt: Auf sie wartet eine besondere Aufgabe im Leben. Obwohl sie eine Frau ist. Handful ihrerseits sehnt sich nach einem Stück Freiheit. Denn sie weiß aus den märchenhaften Geschichten ihrer Mutter: Einst haben alle Menschen Flügel gehabt …

Meine Meinung:

Der Roman „Die Erfindung der Flügel“ von Sue Monk Kidd spielt in der Zeit von 1803 bis 1838 in den Südstaaten der USA und basiert auf den historischen Persönlichkeiten Sarah und Angelina Grimké, die Pionierinnen gegen die Sklaverei waren und sich gegen die Unterdrückung von Frauen im patriarchalischen System einsetzen.

Erzählt wird die Geschichte jeweils abwechselnd aus der Sicht von Sarah Grimké und ihrer Skalvin Hetty „Handful“ und dadurch lernt man die beiden Figuren und ihre Sichtweisen der Dinge sehr gut kennen.

Sarah Grimké wächst als Tochter eines Richters wohlbehütet auf. Ihr sehnlichster Wunsch ist es Anwältin zu werden, ein Wunsch der in dieser Zeit, wo Frauen unterdrückt werden und Männer im patriarchalischen System das Sagen haben, als unmöglich erscheint. Mit 12 Jahren erhält Sarah ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk. Ihr wird die zehnjährige Hetty, eine Sklavin, geschenkt, die ihr fortan als Dienstmädchen dienen soll. Sarah, die schon als junges Mädchen eine flammende Abscheu gegen die Sklaverei entwickelte, bringt Hetty schließlich das Lesen bei, obwohl dies gesetzlich verboten ist.

Hetty Handful hingegen wird in die Sklaverei hineingeboren. Ihr Mutter steht ebenfalls im Dienste der Familie Grimké und sie leben dort das harte Leben von Sklaven, wo Unterdrückung, Schläge und Peitschenhiebe an der Tagesordnung stehen. Um ihrer Tochter Mut zu machen, erzählt Ihre Mutter ihr die Geschichten von Ihrer Großmutter aus Afrika, die magisch und fantastisch erscheinen und wo die Menschen ihres Volkes damals Flügel hatten und wegfliegen konnten. Hetty wünscht sich nichts sehnlicher als diese Flügel zurück, um in die Freiheit zu fliegen.

In „Die Erfindung der Flügel“ wird die Stimmung und die Verzweiflung der Unterdrückten, der damaligen Zeit, sehr gut ausgedrückt. Das Thema der Sklaverei wird schonungslos angesprochen und hier wird nichts beschönigt. Ebenfalls wird die Unterdrückung der Frau geschildert, die damals als selbstverständlich angesehen wurde. Frauen durften nicht gebildet sein und die Familie stand hier im Vordergrund. Die Frauen hielten die Familien zusammen und der Mann war das Oberhaupt der Familie, der sich um das wirtschaftliche Belange gekümmert hat. Für mich ist es erschreckend, was die beiden Figruen Hetty und Sarah in der damaligen Zeit erlebt haben.Beide Figuren konnten auf ihre Art und Weise nicht frei leben und wurden unterdrückt und ich habe mit Sarah und Hetty mitgefiebert und mir ihre Freiheit gewünscht.

Durch die bildhaften Schilderungen konnte ich mich sehr gut in die damalige, sehr schwierige Zeit, hineinversetzen. ich sah die Umgebung bildlich vor mir und konnte die Atmosphäre ebenfalls deutlich spüren.

Die Geschichte macht zwischenzeitlich größere Zeitsprünge, so dass man die Hauptpersonen heranwachsen sieht und ihre Veränderungen miterlebt. Der Schreibstil bleibt hier, trotz des komplexen Themas, sehr leicht und man kann das Buch schnell lesen. In der Mitte des Buches hat sich der Inhalt für mich etwas gezogen, da die Geschichte von Sarah hier sehr ausführlich erzählt wurde. Trotzdem hat mich der Inhalt des Buches mitgerissen, schockiert und begeistert und obwohl ich eigentlich nicht so gerne historische Romane lesen, hat mir der Inhalt des Buches sehr gefallen und ich werde es gerne weiterempfehlen.

Fazit:

Ein wunderbares Buch, welches sich mit der Thematik der Sklaverei und der Unterdrückung der Frauen beschäftigt und  in eine andere Epoche entführt, wo man mit den Hauptpersonen, zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, einfach mitfiebern muss. Eine Geschichte über die Hoffnung und den unbändigen Wunsch nach Freiheit.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Ganz herzlich möchte ich mich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares beim btb-Verlag bedanken! ♥

Buchrezension „Der Sommer der Blaubeeren“ von Mary Simses

Heute möchte ich euch gerne den Roman „Der Sommer der Blaubeeren“ von Mary Simses vorstellen.

Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten
ISBN: 978-3-442-38217-0
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,90 * (* empf. VK-Preis)

Verlag: Blanvalet

Der Inhalt:  

(Quelle: randomhouse.de)

Kurz vor ihrer Hochzeit fährt die New Yorker Anwältin Ellen Branford in den abgelegenen Küstenort Beacon, um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen. Sie soll einen Brief überbringen und hofft, die Angelegenheit schnell erledigen zu können. Doch schon bald ahnt sie, dass sich dahinter viel mehr verbirgt. Denn inmitten von Blaubeerfeldern wartet eine alte Geschichte von Liebe und verlorenen Träumen auf Ellen – die ihr zeigen wird, dass man manchmal all seine Pläne über den Haufen werfen muss, um das wahre Glück zu finden

Meine Meinung:

„Der Sommer der Blaubeeren“ von Mary Simses ist eigentlich ein Roman, den man vielleicht eher im Sommer lesen sollte. Locker leicht, gefühlvoll wie ein zarter Windhauch. Allerdings habe ich diesen Roman im Winter gelesen und dies war auch nicht schlimm, denn die Geschichte erwärmte mein Herz ein wenig, was man natürlich in der kalten Jahreszeit sehr gut gebrauchen kann. Eigentlich ist es egal, zu welcher Jahreszeit man diese Geschichte lesen wird, denn Sie bleibt gleichbleibend gut, ob man Sie nun an einem heißen Sommertag oder an einem kalten Winterabend lesen mag.

Wenn ich mir das Cover näher betrachte, worauf eine Schale Blaubeeren, ein rot-weiß gestreiftes Geschirrtuch, weißes Holz und ein blühender Zweig abgebildet sind, muss ich direkt an „Zuhause“ denken. Ich stelle mir vor, wie Jemand an einem schönen Sommertag im Garten sitzt, es sich gemütlich macht und dabei ein paar Blaubeeren nascht und seine Gedanken schweifen lässt. Mir gefällt dieses Cover wirklich sehr gut, es vermittelt etwas von Gemütlichkeit und Heimat und passt meiner Meinung nach sehr gut zum Inhalt des Buches.

Im Buch selber findet man dann zusätzlich auf der vorderen und hinteren Klappe des Buches ein Rezept für Blaubeer-Muffins. Dies hat mir ebenfalls gut gefallen, denn es passt hier wieder sehr gut zum Inhalt und ich werde das Rezept bestimmt bald auch einmal nachbacken.

In „Der Sommer der Blaubeeren“, dem Debüt von Mary Simses, erzählt die Autorin die Geschichte von der dreißigjährigen Ellen Branford, die bald heiraten wird. Ihr Lebensweg scheint vorhersehbar, aber als Sie sich auf den Weg zu den abgelegenen Küstenort Beacon macht, um dort den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen, und einen Brief an einen gewissen Chet Cummings überreichen soll, läuft alles anders ganz anders als geplant. Bereits am ersten Tag stürzt Ellen von einem baufälligen Steg ins Meer und droht zu ertrinken. Doch Sie wird gerettet und so tritt Roy in ihr Leben…

Wie man unschwer erkennen kann, handelt es sich hier um eine Liebesgeschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und poetisch und der Küstenort Maine wird sehr detailreich beschrieben, so dass ich mir ein gutes Bild vom Ort machen konnte und die Häuser und Landschaft förmlich vor mir sah.

Die beiden Hauptfiguren Ellen und Roy wurden sehr gut beschrieben, jedoch muss ich sagen, dass ich mit Ellen irgendwie nicht richtig warm wurde. Roy hingegen kam mir hier viel sympathischer und bodenständiger rüber.

Leider konnte ich mir von Hayden, den Verlobten von Ellen, kein richtiges Bild machen, die Figur war mir etwas zu schemenhaft und ich hätte mir hier ein wenig mehr Beschreibungen gewünscht.

Die Geschichte rund um die Großmutter hat mir allerdings sehr gut gefallen und hier spürte ich auch eine gewisse Wärme und ich fand die Geschichte wurde hier wirklich gut ausgearbeitet.

„Der Sommer der Blaubeeren“ ist eine leichte und bezaubernde Liebesgeschichte, die für mich persönlich an einigen Stellen etwas zu vorhersehbar war. Trotzdem vermittelt der Roman eine wohlige Wärme und wird das Herz berühren. Neben der ganzen Liebe findet Ellen aber auch zu sich selbst und lernt ihre Großmutter und ihre Familie besser kennen. Man könnte sagen, dass Ellen ihre Wurzeln findet und so kann sich das Leben doch manchmal in eine ganz andere Richtung wenden, als man glaubt.

Fazit:

Ein leichter Lesegenuss für zwischendurch, der das Herz berühren wird.

Meine liebsten Zitate:

„Blaubeeren können ganz schön zäh sein.Wenn die Bedingungen stimmen, können sie lange überleben.“

(S. 278, 3-5)

„Manche Dinge bestehen weiter, ganz egal, was um sie herum passiert.“

(S. 278, 6-7)

Meine Bewertung:

♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Ganz herzlich möchte ich mich beim Blanvalet Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplares bedanken! ♥

Buchtrailer zu „Zertrennlich“ von Saskia Sargison

Am 21.07.14 erscheint „Zertrennlich“ von Saskia Sarginson bei Script5

Der Inhalt: (Quelle: Script5)

Eine bewegende und fesselnde Reise zu den dunklen Geheimnissen einer Kindheit, die aus einem unzertrennlichen Ganzen zwei Schwestern machte, die einander wie Fremde erscheinen.
Ein flirrender Sommer an Englands Ostküste. Die Zwillingsschwestern Viola und Isolte sind durch duftende Kiefernwälder gestreift, haben auf nebelüberfluteten Lichtungen längst vergessene Sagengestalten beschworen und den scharfen, salzigen Wind des Meeres geatmet. Doch nun, fünfzehn Jahre später, scheinen die beiden nichts mehr gemein zu haben. Während Isolte sich mit verzweifelter Lebensfreude der Welt entgegenwirft, hungert Viola sich in den sicheren Tod. Während eine der Schwestern sich verbissen an ihre Ziele und Pläne klammert, wünscht die andere nichts sehnlicher, als sich aufzulösen und ihrer Vergangenheit zu entkommen.
Welcher unaussprechliche Schrecken ist geschehen in jenem Sommer, als alles möglich schien und der das Erwachsenwerden zweier Zwillingsschwestern so unerbittlich bestimmt?

In ihrem hochgelobten Debüt schafft Saskia Sarginson eine bewegende Liebesgeschichte und einen Spannungsroman, dessen Geschichte mitreißt und dessen Atmosphäre lange nachklingt.

Das Buch ist zwar noch nicht erschienen, aber ihr könnt euch jetzt schon den wunderbaren Trailer zum Buch anschauen.

Mir gefällt dieser Trailer wirklich sehr gut und ich bin schon sehr auf das Jugendbuch gespannt!

Wie sieht es bei euch aus?

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße,

eure Jane

Buchrezension „Solange am Himmel Sterne stehen“ von Kristen Harmel

Der Inhalt (Quelle: randomhouse.de)

Rose McKenna liebt den Abend. Wenn am Himmel über Cape Cod die ersten Sterne sichtbar werden, erinnert sie sich – an die Menschen, die sie liebte und verlor, und von denen sie nie jemandem erzählte. Doch Rose weiß, dass es bald zu spät sein wird, denn sie hat Alzheimer. Bald wird niemand mehr an das junge Paar denken, das sich einst die Liebe versprach … 1942 in Paris. Als sie ihre Enkelin Hope bittet, nach Frankreich zu reisen, ahnt diese nichts von der herzzerreißenden Geschichte, die sie dort entdecken wird – von Hoffnung, Schmerz und einer alles überwindenden Liebe …

Meine Meinung:

Es gibt Bücher, die berühren einfach. „Solange am Himmel Sterne stehen“ von Kristin Harmel ist ein solches Buch!

Tiefgründig und gefühlvoll bis zur letzten Seite erzählt Kristin Harmel die Geschichte von Rose McKenna, eine Geschichte über Liebe, Angst, Schuldgefühle, Vergessen,  Schmerz,Wiedersehen und Abschied nehmen.

Warum wollte ich dieses Buch unbedingt lesen?

Als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich bereits, dass ich dieses Buch irgendwann einmal lesen werde, denn der Text hat mich direkt angesprochen und ich musste sofort an meine Oma denken, die vor  7 Jahren an Demenz verstorben ist. Gerne wollte ich mehr über die Geschichte von Rose erfahren und ich wurde nicht enttäuscht. So eine schöne und traurige Geschichte habe ich lange nicht mehr gelesen und Sie hat mein Herz berührt und ich habe auch einige Tränen vergossen.

Der Schreibstil der Autorin war hier sehr flüssig und an vielen Stellen sehr poetisch, was mir sehr gut gefallen hat. Ich konnte das Buch recht zügig lesen, denn es wurde so wunderbar geschrieben und die Worte wurden hier so passend gewählt, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen.

Auch sehr schön finde ich, dass im Buch die Rezepte der einzelnen Gebäckstücke aufgeführt sind, und ich werde in nächster Zeit das ein oder andere Gebäck sicherlich nachbacken, aber unbedingt muss ich die sagenumwobenen Sterntörtchen backen und ich hoffe, dass Sie mich auch im realen Leben so bezaubern werden ;-).

Fazit: Dieses Buch muss man unbedingt lesen, wenn man gefühlvolle und mitreisende Geschichten mag. Man wird sicherlich an der ein oder anderen Stelle ein paar Tränchen verdrücken, aber das Herz wird ebenfalls erwärmt werden!

Solange am Himmel Sterne stehen“ ist eine tiefgründige und gefühlvolle Geschichte, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben wird, weil sie so schön und gleichzeitig so traurig ist!

Meine Bewertung: ♥♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)