Die Phantastika 2017 in Oberhausen

Liebe Leser,

das Jahr neigt sich in großen Schritten dem Ende zu und ich möchte euch bereits auf ein besonderes Event in 2017 hinweisen, welches ich als großer Phantastik-Fan unbedingt besuchen muss! Am 02. und 03. September startet zum ersten Mal die Phantastika, eine Convention für Bücher/Hörbücher, Filme und Serien, Spiele und Technik, alles natürlich aus dem phantastischen Genre in Oberhausen, die vom Verlag in Farbe und Bunt (iFuB) organisiert wird.

 

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Neben der Anwesenheit von diversen internationalen Schauspiel-Stars wird der Fokus vor allem auf Prominenten aus dem nationalen Bereich liegen.

Zugesagt haben dabei bereits die Schriftsteller Kai Meyer und Tommy Krappweis.

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Dies freut mich besonders, da ich die Werke von Kai Meyer sehr schätze und ihn letztes Jahr persönlich bei einem Meet and Read kennenlernen durfte (Hier der Bericht).

Auch habe ich erst vor kurzem einen sehr erfolgreichen Leseabend für Kinder zu „Ghostsitter: Geister geerbt“ von Tommy Krappweis bei uns in der Bibliothek organisiert und würde mich sehr darüber freuen, Tommy auch mal live zu erleben.

Darüber hinaus wird der renomierte  Deutsche Phantastik Preis ab nächstem Jahr auf der Phantastika verliehen, ein wirkliches Highlight!

An zwei Tagen werden alle Bereiche der Phantastik – von Science-Fiction über Fantasy und Mystery bis hin zu Steampunk und vielen Genres mehr, präsentiert.

Die große Vielfalt der Phantastik spiegelt sich dann an unterschiedlichen Stationen – aufgeteilt in fünf Themenwelten wieder:

„Phantastisches Lesen“ präsentiert die Perlen der deutschsprachigen Literatur, „Phantastisches Sehen“ bringt TV, Kino und Internet näher, und „Phantastisches Hören“ wird zum Anlaufpunkt für Hörspiel- und Hörbuch-Begeisterte. In der Themenwelt „Phantastisches Spielen“ finden Brett- und Computer-Spieler ihr Zuhause, und „Phantastische Technik“ zeigt den Besuchern, wie die Vorstellungskraft von Phantasten die Ingenieure und Entwickler von heute inspiriert hat.

Nähere Informationen findet ihr zusätzlich auf www.phantastika.de.

Wer wird ebenfalls anwesend sein und worauf freut ihr euch schon?

Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Liebe Grüße, eure Jane. ♥

Buchrezension: Seelenlos, Fluch der Rauhnächte von Janine Wilk

Heute möchte ich euch gerne das Jugendbuch „Seelenlos, Fluch der Rauhnächte“ von Janine Wilk näher vorstellen.

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ab 11 Jahren

368 Seiten

ISBN 978-3-522-50467-6

Preis: 14,99 Euro

Verlag: Planet!

Zum Inhalt (Quelle: Planet!)

Habt ihr schon einmal etwas von den Rauhnächen und den Greyfriars Kirkyard in Edinburgh gehört?

Die Rauhnächte sind die geheimnisvollsten Nächte des Jahres, denen im europäischen Brauchtum besondere Bedeutung zugemessen wird. Hierbei handelt es sich um 12 Nächte um den Jahreswechsel, die von Spuk erfüllt sein sollen. Nach alten Überlieferungen trieben in diesen Nächten dämonische Gestalten ihr Unwesen. Auch soll die Verbindung zwischen Diesseits und Jenseits vordringlich enger sein.

Der Greyfriars Kirkyard in Edinburgh ist einer der gruseligsten Friedhöfe der Welt. Hier sollen gehäuft paranormale Aktivitäten aufgetaucht sein. In einem abgesperrten Bereich des geschichtsträchtigen Friedhofs, dem Covenanters Prisons, wo sich das berüchtigte Black Mausoleum befindet, soll der Poltergeist von George Mackenzie sein Unwesen treiben und sogar Menschen in  Ohnmacht fallen lassen, angreifen und stark verletzten. Wegen der starken Präsenz des Poltergeistes ist dieser Teil des Friedhofs für Besucher nicht frei zugänglich, kann aber im Rahmen einer Ghost  Tour mit erfahrenen Führern besucht werden.

In ihrem neuen Jugendbuch „Seelenlos, Fluch der Rauhnächte“ verbindet die Schriftstellerin Janine Wilk geschickt die alten Überlieferungen der Rauhnächte mit den Greyfriars Kirkyard in Edinburgh und erschafft hier eine gruselig-fantastische Geschichte voller Spannung und Abenteuer rund um die Protagonistin Lucy.

Lucy lebt  zusammen mit ihrem Vater auf diesem berühmten Friedhof in Edingburgh und erlebt die Rauhnächte und die paranormalen Erscheinungen hautnah mit. Das Leben auf dem Friedhof gehört für die Familie zum Alltag, doch eines Tages verändert sich alles für sie und plötzlich muss Lucy muss ihre Begabeung annehmen und gegen eine düstere Macht ankämpfen.

Obwohl das Buch eine jüngere Zielgruppe ansprechen soll, hat auch mich die Geschichte rund um Lucy und ihre besonderen Fähigkeiten begeistert. Die Geschichte ist abwechslungsreich und spannend geschrieben und zwischendurch überkam mich ein kalter Schauer, der mir eine Gänsehaut bescherte, da der Inhalt so schön gruselig beschrieben wurde.

Die Atmosphäre ist zugegeben düster gehalten, doch geht es in diesem Buch nicht nur um den Gruselfaktor und um Geister, sondern auch Mut, Freundschaft und die Familie spielen hier eine große Rolle und sorgen für reichlich Abwechslung.

Die Charaktere sind individuell gestaltet und gut ausgearbeitet, so dass ich mir die Figuren bildlich sehr gut vorstellen konnte. Auch konnte ich mich in  Lucy und ihre beste Freundin Amelia gut hineinversetzen. Ebenfalls kamen die Emotionen  sehr gut rüber und liesen mich mit den Figurten mitfühlen.

Obendrein passt das Buchcover zu 100 Prozent zum Inhalt der Geschichte und wurde meiner Meinung nach sehr gut gestaltet. Die Farben sind dunkel gehalten und das mutige Mädchen mit der Laterne in der Hand, welches in der Nacht über den Friedhof leitet und von einem mystischen Licht begleitet wird, passt sehr gut zu Lucy.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich überlege schon, ob ich im nächsten Jahre einen Leseabend in unserer Bibliothek für Kinder und Jugendliche zu dieser Geschichte veranstalten soll, da ich die Geschichte so toll finde. 😉

Fazit: Ein fantastisches Jugendbuch mit hohem Gruselfaktor über ein mutiges Mädchen, das zur Heldin wird und über sich selbst hinaus wächst. Absolute Leseempfehlung!

Zum Autor

Janine Wilk wurde am 07.07.1977 als einziges Kind eines Musikers und einer Malerin
in Mühlacker geboren. Schon von Kindesbeinen an war die Literatur sehr wichtig für sie, mit elf Jahren schrieb sie ihre ersten Geschichten.
Bis zum Abitur stand jedoch die Musik für sie im Vordergrund: Mit sechs Jahren fing sie an Klavier zu spielen, sie war auf einem musischen Gymnasium, belegte den Musik-Leistungskurs und arbeitete bis 2010 als Klavierlehrerin.
Mit Anfang zwanzig wurde das Schreiben jedoch immer wichtiger für sie und sie fing mit der Arbeit an ihrem ersten Buch an. Schon bald folgten die ersten Veröffentlichungen im Bereich Lyrik und Kurzprosa.
Mittlerweile schreibt sie sowohl spannende Kinder – und Jugendbücher, als auch unterhaltsame Erwachsenenromane unter Pseudonym.
Zurzeit lebt Janine Wilk mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern, Hund und Katze
in der Nähe von Heilbronn.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares über NetGalley möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag Thinemann-Esslinger bedanken. Vielen herzlichen Dank.

 

Montagsfrage: Gewalt in Büchern

montagsfrage_bannerIn letzer Zeit ist es etwas still geworden, doch heute möchte ich gerne mal wieder die Montagsfrage von der lieben Svenja aka Buchfresserchen beantworten, die heute lautet:

Montagsfrage: Wie kommst du mit Gewalt in Büchern zurecht? Magst du blutige Szenen oder lehnst du sie ab?

Mit Gewalt in Büchern komme ich gut zurecht, denn der Inhalt einer guten Geschichte muss für mich gut ausgearbeitet und nachvollziehbar sein und auch Kampf- und Schlachtszenen müssen so beschrieben sein, dass diese real und glaubhaft wirken und da gehört Gewalt und Blut einfach mal dazu. In der Welt bin ich ein friedlicher Mensch, doch lese ich sehr gerne Bücher aus dem Genre Fantasy und Horror und habe damit auch kein Problem, dass es hier auch mal unerbittlich und rau zugeht.

Wie sieht es bei dir aus? Kommst du mit Gewalt in Büchern zurecht? 

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße,

eure Jane ♥

 

 

Buchrezension „Mitternachtsweg“ von Benjamin Lebert

Heute möchte ich euch das wunderbare Buch „Mitternachtsweg“ von Benjamin Lebert vorstellen.

ISBN: 978-3-455-40437-1
Seiten: 240
Preis: 18,00€

Der Inhalt (Quelle: Hoffmann und Campe):

„Wann immer wir von einer großen Liebe erzählen, erzählen wir letztlich eine Spukgeschichte.“

Benjamin Lebert erzählt von einer Liebe im Rhythmus der Gezeiten – und von der Faszination, die die Rätsel der Vergangenheit uns aufgeben.

Johannes Kielland ist ein junger Historiker, der seit seiner Kindheit ein leidenschaftlicher Sammler von Berichten über mystische Begebenheiten ist. Nun wird eine der Geschichten, die er ausgegraben hat, plötzlich lebendig. Die Frau eines in Sylt gestrandeten Toten wendet sich an ihn und erzählt ihm die Geschichte einer mysteriösen Beziehung und eines geheimnisvollen Handschuhs. Immer tiefer verstrickt sich Kielland in das fremde Schicksal, und die Wahrheit, nach der er sucht, erscheint unergründlich und trügerisch.

Meine Meinung:

Es gibt Bücher, die beeindrucken, bleiben lange im Gedächtnis und passen einfach zu einer Person.

So erging es mir mit „Mitternachtsweg“ von Benjamin Lebert. Bereits auf der Frankfurter Buchmesse war ich begeistert von Buch und Autor. Die Textstellen, die Benjamin Lebert damals aus „Mitternachtsweg“ vorlas haben sich irgendwie tief in mir verankert und das Buch ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Manchmal findet man ein Buch, aber manchmal findet ein Buch auch einen Menschen und ich glaube, dieses Buch hat mich gefunden, wenn ich es so beschreiben will.

Benjamin Lebert erzählt in „Mitternachtsweg“ eine tiefschwarze Liebesgeschichte, die mich erschauern lies, aber gleichermaßen auch sehr fasziniert hat. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Historiker und Gothic-Fan  Johannes Kielland, der seit seiner Kindheit ein Faible für mystische Begebenheiten hat und Geschichten darüber sammelt. Johannes Kielland ist anders und fühlt sich von der dunklen Seite angezogen. Eines Tages jedoch findet eine Geschichte ihn, in Form von Helma Brandt, die Frau eines auf Sylt gestrandeten Toten, die sich an ihn wendet und ihm eine unglaubliche Geschichte erzählt. Eine Geschichte, die Kielland selbst verändern wird und ihn in einen unheilvollen Strom bis hin in die Vergangenheit, in den Sommer 1939 zieht.

Der Schreibstil von Benjamin Lebert ist hier sehr bildgewaltig und poetisch. Ich liebe seinen Schreibstil, denn er hat etwas schaurig- romantisches an sich, was mir sehr gefällt. Die Geschichte wird in verschiedenen Ebenen erzählt, was sie tiefgründig macht und dadurch wird zusätzlich eine gute, konstante Spannung aufgebaut. Man merkt hier eindeutig, dass der Autor der Epoche der Romantik sehr zugetan ist, der Inhalt ist durchweg sehr melancholisch und von Sehnsucht gekennzeichnet. Die Liebe spielt hier natürlich auch eine zentrale Rolle, auch wenn Sie in einer unheimlichen und düsteren Form erscheint.

„Mitternachtsweg“ von Benjamin Lebert ist ein sehr spannend zu lesender, wunderbar poetisch und melancholischer Roman, der mich tief in seinen Bann gezogen und beeindruckt hat.

Ich freue mich auf weitere Geschichten von Benjamin Lebert.

Meine Lieblingszitate:

“Unser erster Besitz im Leben ist der Name. Der Name ist ein Gefäß, in das wir unser Leben hineingeben; das, was für die Begrabenen da drüben auf der anderen Straßenseite der Friedhof ist.”

“Nur zu gern wollte ich das Leben mit den Schatten verwechseln, die es warf. Schatten sind weich und tun nicht weh, und die Einsamkeit in den Schatten schien mir erträglicher als das Ringen um Licht, das Zeigen von körperlicher Präsenz.”

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

 

Buchrezension „Roter Mond“ von Benjamin Percy

Der Inhalt (Quelle: randomhouse.de)

Sie leben unter uns. Sie verwandeln sich. Sie kämpfen gegen ihre Unterdrücker – uns!

Als Regierungsagenten Claire Forresters Haustür eintreten und ihre Eltern ermorden, muss sie erkennen, dass sie und ihre Familie schon immer Ausgestoßene waren.

Chase Williams hat seinen Wählern versprochen, die USA vor Terror zu beschützen. Doch nun wird er selbst zu dem, was er zu vernichten geschworen hat.

Bis heute wird die Bedrohung durch Gesetze, Gewalt und Drogen in Schach gehalten. Doch die Nacht des Roten Mondes rückt näher, wenn die Welt für immer ihr Antlitz verändern wird – und die Schlacht um die Menschlichkeit beginnt …

Eine überzeugende Parabel auf die Welt, in der wir leben.

Meine Meinung:

Zunächst einmal möchte ich gerne berichten,warum ich dieses Buch gelesen habe!

Seit längerer Zeit habe ich eine Werwolf-Sperre gehabt, dies lag unter anderem an diversen Romanen, die mit leuchtenden Vampiren zu tun haben. OK. ich will nicht lange um den heißen Brei reden, die Twilight-Reihe von Stepahnie Meyer hat mich da ein wenig abgeschreckt und ich habe jetzt einige Zeit nichts mehr gelesen, was mit Werwölfen oder Vampiren zu tun hatte.

Aber, ich habe mich nun doch getraut „Roter Mond“ von Benjamin Percy zu lesen, auch wenn es hier um Werwölfe geht und ich bin auch froh, dass ich dieses Buch gelesen habe, denn zumindest ein Teil meiner Werwolf-Sperre ist nun weg ;-).

Schon nach dem lesen des ersten Kapitels befindet man sich als Leser direkt mittendrin, im Handeln des Geschehens und ich konnte mich deshalb auch sehr gut und sehr schnell  in die Geschichte einfinden.

Die Geschichte ist weder kitschig noch emotional, sondern wirklich actiongeladen und hochspannend, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Der Autor verschönt hier wirklich nichts und beschreibt die Szenen wirklich detailgetreu und erspart einem nichts, deshalb ist dieses Buch auch nichts für schwache Nerven oder für Menschen, die kein Blut sehen können.

Die Geschichte hat mich zu Anfang und bis zur Mitte des Buches wirklich gepackt, dann jedoch wurde die Erzählweise ein wenig schwammig und ich fragte mich oft, wo will der Autor hier hin? Zu oft wurde zwischen den einzelnen Szenen und Perspektiven hin- und her gesprungen und es war nicht so leicht, dem Autor hier zu folgen. Dies war ein wenig zuviel des Guten und ich verlor hierdurch ein wenig  Lust, überhaupt  weiterlesen zu wollen. Natürlich habe ich dann doch noch weitergelesen, denn ich wollte ja schließlich wissen, wie die Geschichte nun ausgehen wird, aber leider konnte der Autor mir hier, dieses wahnsinnige Gefühl, was ich zu Anfang der Geschichte durch die actiongeladenen Szenen hatte, nicht mehr wiedergeben. Das war eigentlich sehr schade, da mir der Schreibstil zu Beginn der Geschichte eigentlich ganz gut gefallen hat.

Die Geschichte selber ist in drei Bücher unterteilt und wird hier aus der Perspektive von hauptsächlich drei Figuren erzählt. Die jugendliche Lykanerin Claire, führt eigentlich ein ganz normales Leben, bis zu dem Zeitpunkt, wo sich plötzlich alles radikal für Sie ändert. Nun muss Sie sich als Lykanerin verwandeln, ihre andere Seite akzeptieren und kämpft nebenbei noch um ihr Leben.

Patrick Gamble ist ein Scheidungskind und lebt schon seit seiner frühsten Kindheit bei seinem Vater. Als sein Vater jedoch zu einem Einsatz der Regierung gerufen wird, muss er zurück zu seiner Mutter, auch wenn er seit seiner Kindheit keinen großen Kontakt mehr zu ihr hatte und nie eine Beziehung zu ihr aufbauen konnte. Auch muss Patrick nun die Schule wechseln, was ihm nicht gerade gut gefällt. Das Flugzeug  jedoch, welches ihn zu seiner Mutter bringen soll, wird von einem Lykaner überfallen und er ist der einzige Passagier, der diesen Terroranschlag überleben wird und steht fortan im Mittelpunkt der Öffentlichkeit.

Chase Williams hingegen, ein nach Macht strebender Gouverneur, stellt sich zur Präsidentenwahl.Er verachtet die Lykaner und setzt alles daran, diese zu unterdrücken, da kommen ihm die aktuellen Widerstände natürlich recht. Durch eine Unaufmerksamkeit wird er jedoch mit dem Lykaner-Virus infiziert und versucht fortan sein dunkles Geheimnis zu verbergen.

Im Laufe der Geschichte erfährt man, dass die Schicksale der einzelnen Hauptfiguren miteinander verbunden sind. Dies wird zu Beginn wirklich sehr spannend geschildert, verliert dann leider immer mehr an Gewicht und verliert sich zum Ende der Geschichte völlig, da auf einmal leider alles plötzlich und zu schnell aufgelöst wird.

Fazit: Ein zu Beginn wirklich sehr actionreicher und packender Werwolf- Roman, der absolut nichts für zartbesaitete Menschen ist.Leider wird mir hier zwischen den einzelnen Szenen und Perspektiven zu viel hin und her gesprungen, was meinen Lesefluss bedauerlicherweise negativ beeinflusst hat.

Meine Bewertung: ♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an den Penhaligon Verlag, der mir freundlicherweise ein Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat. ♥♥♥ 😉 Danke!

Buchrezension „Loreley“ von Kai Meyer

Heute möchte ich euch „Loreley“ von Kai Meyer vorstellen.

Der Inhalt:

Anno domini 1320. Zwei Mädchen wachsen in einer Burg am Rheinufer zu jungen Frauen heran. Die burschikose Ailis geht beim Burgschmied in die Lehre, Fee ist die verwöhnte Nichte des Grafen. Von Kind an sind die beiden unzertrennlich – bis Ailis das schreckliche Geheimnis der Grafenfamilie entdeckt. Auf einer Klippe, hoch über dem Rhein, hält Graf Wilhelm ein kleines Mädchen in einem vergitterten Brunnenschacht gefangen. Ailis gerät in den Bann des sonderbaren Kindes. Fasziniert läßt sie sich von den magischen Gesängen der Kleinen betören, verliert darüber ihre Familie und ihre Freunde. Doch schließlich ist es Fee, die das Kind befreit – und dadurch unsagbaren Schrecken heraufbeschwört. Denn im Körper des Mädchens lauert eine Kreatur so alt wie die Welt, die nur darauf wartet, die Grenzen zum magischen Reich Faerie niederzureißen und Verdammnis über das Land am Rhein zu bringen. Mit Hilfe eines Trupps skurriler Spielleute stellt Ailis sich zum Kampf gegen das furchtbare Wesen – und gegen ihre Freundin Fee, die dem Geist des Loreleyfelsens längst verfallen ist .

Meine Meinung

Loreley“ erschien ursprüglich unter dem Pseudonym „Alexander Nix“ und später unter dem Namen Kai Meyer.

Da ich schon einige Bücher von Kai Meyer gelesen habe und mir sein Schreibstil sehr gefällt, musste ich natürlich auch unbedingt „Loreley“ lesen und habe mir dies als E-Book gekauft.

Wenn man an „Loreley“ denkt, dann fallen einem gleich die bekannten Sagen und Legenden um die schöne Nixe mit dem langen blonden Haar ein, die auf einem Felsen sitzt und mit ihrem magischen Gesang die Schiffe zum kentern bringt.

Aber auch ein Schieferfelsen, der zum UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal gehört, wird so genannt.

Kai Meyer wählte allerdings nicht die bekannte Sage um die wunderschöne Nixe als Hintergrund, sondern entschied sich für eine düstere und ältere Version, die er in der Zeit von Wilhelm von Katzenelnbogen, im 14 Jahrhundert, spielen lies, was mir sehr gut gefallen hat, denn man stößt in der Geschichte nicht nur auf historische Elemente, sondern es wurden zusätzlich auch viele fantastische- und auch einige Horrorelemente verwendet, die die Geschichte anders und einzigartig erscheinen lassen.

Ein Hauptmerkmal der Geschichte dreht sich ums Hören. Die Protagonistin Ailis besitzt eine besondere Gabe, sie hört Dinge, die andere Menschen nicht wahrnehmen können und entdeckt geheime Melodien, die hinter der Melodie versteckt liegen. Durch einen Spielmann, der eines Tages auf der Burg auftaucht, entdeckt sie dieses verborgene Talent und nimmt zum ersten Mal die Melodie hinter der Melodie wahr, ich muss wirklich sagen, dieser Aspekt der Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen, da ich Musik auch sehr liebe und man durch unterschiedliche Töne und Klangfarben auch verschiedene Emotionen hervorrufen kann.

Auch können Klänge und Worte manipulieren, wenn man Sie so einsetzt, dass sie ihren Zweck erfüllen sollen. Auch dies wird in der Geschichte in der Figur des Echos sehr deutlich.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und es wird schrittweise  eine besondere Atmosphäre aufgebaut. Ich konnte das Buch relativ schnell lesen. Auf der einen Seite hat es mir gefallen, dass man erst nach und nach etwas über die Charaktere erfahren hat und es wurde peau á peau eine gute Spannung aufgebaut. Auf der anderen Seite jedoch, kam mir der Schluss etwas zu abrupt und ich hätte mir hier etwas mehr erwartet.

Fazit:

Mit hat „Loreley“ von Kai Meyer sehr gut gefallen. Der Schreibstil war sehr flüssig und angenehm und man konnte das Buch sehr schnell lesen.Es wird schrittweise eine gute Spannung aufgebaut und besonders die fantastischen- und Horrorelemente haben mir hier sehr gut gefallen. Eine düstere und geheimnisvolle Geschichte, die sehr lesenwert ist und ich werde diese Geschichte wahrscheinlich nicht so schnell vergessen. Einen Punktabzug gibt es lediglich für das plötzliche Ende ;-).

Meine Bewertung: ♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)