Buchrezension: „Ellbogen“ von Fatma Aydemir

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich euch den Debütroman „Ellbogen“ von Fatma Aydemir vorstellen.Aydemir_25441_MR1.indd

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Buchrezension „Der Architekt des Sultans“ von Elif Shafak

Heute möchte ich euch gerne „Der Architekt des Sultans“ von Elif Shafak näher vorstellen.

Original: The Architect’s Apprentice

Aus dem Englischen von Michaela Grabinger
Hardcover
Format: 11,6 x 18,5 cm, 656 Seiten
ISBN: 978-3-0369-5715-9

Verlag: KEIN & ABER

24,90 EUR

Der Inhalt (Quelle: KEIN & ABER):

Es ist einfacher, eine Brücke einzureißen, als eine zu bauen. Istanbul im 16. Jahrhundert. Es ist die Blütezeit des Osmanischen Reichs, die Stadt das wimmelnde Zentrum des Orients, als Jahan auf einem Schiff im Hafen anlegt. Aus dem fernen Indien angereist, führt er einen weißen Elefanten mit sich, ein Geschenk seines Schahs für die Menagerie des Sultanspalasts. So beginnt ein episches Abenteuer, in dem sich der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Junge plötzlich im Herzen des mächtigen Reichs wiederfindet, inmitten des Prunks und des Reichtums. Ihm begegnen hinterlistige Höflinge, falsche Freunde, Zigeuner, Tierbändiger und die schöne Prinzessin Mihrimah. Doch es ist die Begegnung mit dem Hofarchitekten Sinan – dem berühmtesten Baumeister der islamischen Welt –, welche Jahans Schicksal für immer verändern wird. Gemeinsam bauen sie Moscheen und Paläste, Mausoleen und Aquädukte, die alle Zeiten überdauern sollen. Doch hinter Jahans neuem Glück lauern Intrigen und Kriege, deren Zerstörungswut größer scheint als alles Bestreben, Neues zu schaffen.

Meine Meinung:

Elif Shafak führt mit ihrem neuen Werk „Der Architekt des Sultans“ durch eine andere, längst vergessene Welt.

Die Geschichte spielt im 16. Jahrhundert des Osmanischen Reiches in Istanbul. Zu dieser Zeit wurde diese Stadt als kultureller Mittelpunkt der Welt angesehen und noch heute begeistert die Stadt durch ihre architektonischen Prachtbauten.

Genau zu dieser Zeit, kommt der Hauptprotagonist Jahan, der aus ärmlichen Verhältnissen stammt, nach istanbul.

Bei sich hat der Junge einen weißen Elefanten mit Namen Chota, der ein Geschenk seines Schahs für die Menagerie des Sultans ist. Von nun an arbeitet Jahan als Mahut des Elefanten in der höfischen Tierhaltung des Sultans und kümmert sich um das Wohlergehen des kostbaren Tieres.

Das Leben rund um den Palast und der  dazugehörigen Menagerie ist für Jahan alles andere als einfach, denn so trifft der Junge immerfort auf Personen, vor denen er sich in Acht nehmen muss.

Neben diesen Personen begegnet Jahan aber auch der wunderschönen Prinzessin Mihrimah, die einen besonderen Platz in seinem Herzen einnehmen wird. Doch einzig die Begegnung mit dem berühmten Baumeister Sinan, der ihn später als Schüler aufnimmt, wird sein Leben grundlegend verändern.

Mir hat die Geschichte rund um Jahan, den Mahut des Elefanten und Schüler von Sinan, den berühmten Baumeister des Osmanischen Reiches, sehr gut gefallen. Elif Shafak erweckt in ihrem historischen Roman die Blütezeit Istanbuls wieder zum Leben. Ich fühlte mich in eine andere Zeit und Kultur zurückversetzt und sah das Istanbul der damaligen Zeit bildlich vor mir. Der Erzählstil der Geschichte ist sehr märchenhaft und wird durch viele Bilder und Metaphern ausgeschmückt. Der Schreibstil ist hier sehr poetisch und leicht wie eine zarte Blüte. Der Inhalt ist indessen aber alles andere als lieblich. Shafak beschreibt die damalige Zeit sehr detailliert und macht hier auch vor Kriegen, Krankheiten und Verbrechen nicht halt. Auch das harte Leben von Jahan, der oft in Schwierigkeiten gerät und auf Personen trifft, die ihm nicht gut gesonnen ist, wird hier sehr ausführlich beschrieben. Auch seine Gefühlswelt und Entwicklung wird mit Sorgfalt beleuchtet, so dass man sich der Figur Jahan sehr verbunden fühlt. Ich habe mit dieser Figur mitgefühlt und ihre Entwicklung dadurch auch hautnah miterlebt. Als Beobachter der einzelnen Szenen, habe ich sofort in die Geschichte hineingefunden und wurde durch den Erzählstil der Autorin in eine andere Welt mitgenommen. Ich hatte das Gefühl, dass ich diese Welt aus dem Blickwinkel der einzelnen Personen und Tiere verstehen konnte und so hat die Autorin es geschafft die damalige Zeit für mich wiederaufleben und ein Stück mitzuerleben zu lassen. Die Autorin hat sich beim Schreiben der Geschichte von historischen Ereignissen und realen Menschen leiten und inspirieren lassen, dabei aber einen eigenen Zeitrahmen, dem Erzähltempo zuliebe, erschaffen, was die Geschichte, auch wenn diese rein fiktiv ist, lebendig gemacht hat.

Zwischenzeitlich gab es einzelne Szenen, die sich für mich etwas lang gezogen haben, aber durch das wohlproportionierte Ende, was eine gute Spannung erzielte und einige Fäden der Geschichte zusammenlaufen ließ, wurde dies wieder wettgemacht. „Der Architekt des Sultans“ ist eine wunderbare, märchenhafte Geschichte, die mich in die Blütezeit Istanbuls zurückversetzt hat und durch den beeindruckenden, bildhaften und poetischen Erzählstil der Autorin, absolut lesenswert ist.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Ganz herzlich möchte ich mich beim Verlag KEIN & ABER und bei LovelyBooks für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplare und für die tolle Leserunde zum Buch bedanken. Vielen Dank!