Buchrezension: Seelenlos, Fluch der Rauhnächte von Janine Wilk

Heute möchte ich euch gerne das Jugendbuch „Seelenlos, Fluch der Rauhnächte“ von Janine Wilk näher vorstellen.

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ab 11 Jahren

368 Seiten

ISBN 978-3-522-50467-6

Preis: 14,99 Euro

Verlag: Planet!

Zum Inhalt (Quelle: Planet!)

Habt ihr schon einmal etwas von den Rauhnächen und den Greyfriars Kirkyard in Edinburgh gehört?

Die Rauhnächte sind die geheimnisvollsten Nächte des Jahres, denen im europäischen Brauchtum besondere Bedeutung zugemessen wird. Hierbei handelt es sich um 12 Nächte um den Jahreswechsel, die von Spuk erfüllt sein sollen. Nach alten Überlieferungen trieben in diesen Nächten dämonische Gestalten ihr Unwesen. Auch soll die Verbindung zwischen Diesseits und Jenseits vordringlich enger sein.

Der Greyfriars Kirkyard in Edinburgh ist einer der gruseligsten Friedhöfe der Welt. Hier sollen gehäuft paranormale Aktivitäten aufgetaucht sein. In einem abgesperrten Bereich des geschichtsträchtigen Friedhofs, dem Covenanters Prisons, wo sich das berüchtigte Black Mausoleum befindet, soll der Poltergeist von George Mackenzie sein Unwesen treiben und sogar Menschen in  Ohnmacht fallen lassen, angreifen und stark verletzten. Wegen der starken Präsenz des Poltergeistes ist dieser Teil des Friedhofs für Besucher nicht frei zugänglich, kann aber im Rahmen einer Ghost  Tour mit erfahrenen Führern besucht werden.

In ihrem neuen Jugendbuch „Seelenlos, Fluch der Rauhnächte“ verbindet die Schriftstellerin Janine Wilk geschickt die alten Überlieferungen der Rauhnächte mit den Greyfriars Kirkyard in Edinburgh und erschafft hier eine gruselig-fantastische Geschichte voller Spannung und Abenteuer rund um die Protagonistin Lucy.

Lucy lebt  zusammen mit ihrem Vater auf diesem berühmten Friedhof in Edingburgh und erlebt die Rauhnächte und die paranormalen Erscheinungen hautnah mit. Das Leben auf dem Friedhof gehört für die Familie zum Alltag, doch eines Tages verändert sich alles für sie und plötzlich muss Lucy muss ihre Begabeung annehmen und gegen eine düstere Macht ankämpfen.

Obwohl das Buch eine jüngere Zielgruppe ansprechen soll, hat auch mich die Geschichte rund um Lucy und ihre besonderen Fähigkeiten begeistert. Die Geschichte ist abwechslungsreich und spannend geschrieben und zwischendurch überkam mich ein kalter Schauer, der mir eine Gänsehaut bescherte, da der Inhalt so schön gruselig beschrieben wurde.

Die Atmosphäre ist zugegeben düster gehalten, doch geht es in diesem Buch nicht nur um den Gruselfaktor und um Geister, sondern auch Mut, Freundschaft und die Familie spielen hier eine große Rolle und sorgen für reichlich Abwechslung.

Die Charaktere sind individuell gestaltet und gut ausgearbeitet, so dass ich mir die Figuren bildlich sehr gut vorstellen konnte. Auch konnte ich mich in  Lucy und ihre beste Freundin Amelia gut hineinversetzen. Ebenfalls kamen die Emotionen  sehr gut rüber und liesen mich mit den Figurten mitfühlen.

Obendrein passt das Buchcover zu 100 Prozent zum Inhalt der Geschichte und wurde meiner Meinung nach sehr gut gestaltet. Die Farben sind dunkel gehalten und das mutige Mädchen mit der Laterne in der Hand, welches in der Nacht über den Friedhof leitet und von einem mystischen Licht begleitet wird, passt sehr gut zu Lucy.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich überlege schon, ob ich im nächsten Jahre einen Leseabend in unserer Bibliothek für Kinder und Jugendliche zu dieser Geschichte veranstalten soll, da ich die Geschichte so toll finde. 😉

Fazit: Ein fantastisches Jugendbuch mit hohem Gruselfaktor über ein mutiges Mädchen, das zur Heldin wird und über sich selbst hinaus wächst. Absolute Leseempfehlung!

Zum Autor

Janine Wilk wurde am 07.07.1977 als einziges Kind eines Musikers und einer Malerin
in Mühlacker geboren. Schon von Kindesbeinen an war die Literatur sehr wichtig für sie, mit elf Jahren schrieb sie ihre ersten Geschichten.
Bis zum Abitur stand jedoch die Musik für sie im Vordergrund: Mit sechs Jahren fing sie an Klavier zu spielen, sie war auf einem musischen Gymnasium, belegte den Musik-Leistungskurs und arbeitete bis 2010 als Klavierlehrerin.
Mit Anfang zwanzig wurde das Schreiben jedoch immer wichtiger für sie und sie fing mit der Arbeit an ihrem ersten Buch an. Schon bald folgten die ersten Veröffentlichungen im Bereich Lyrik und Kurzprosa.
Mittlerweile schreibt sie sowohl spannende Kinder – und Jugendbücher, als auch unterhaltsame Erwachsenenromane unter Pseudonym.
Zurzeit lebt Janine Wilk mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern, Hund und Katze
in der Nähe von Heilbronn.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares über NetGalley möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag Thinemann-Esslinger bedanken. Vielen herzlichen Dank.

 

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Montagsfrage: Welche Buchreihe hast du zuletzt beendet?

Hallo Ihr Lieben!

Heute startet wieder eine neue Woche und da wird es Zeit für die Montagsfrage von der lieben Svenja aka Buchfresserchen, die heute lautet:

Welche Buchreihe hast du zuletzt beendet?

Tatsächlich ist es schon eine Weile her, wo ich die letzte Buchreihe beendet habe. Dies liegt aber daran, dass viele Bücher, die ich bereits gelesen habe, zwar Teil einer Reihe sind, die Reihe aber noch nicht abgeschlossen ist oder ich aber die Folgebände zu einer Reihe noch nicht gelesen habe. Die letzte Buchreihe, welche ich vollständig gelesen und damit beendet habe ist die Reihe „Zeitenzauber von Eva Völler.

 Wie sieht es bei euch aus? Welche Reihe habt ihr zuletzt abgeschlossen?

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche und sende euch liebe Grüße,

eure Jane ❤

Buchrezension“Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“von A. J. Betts

Heute möchte ich euch „Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe

von A. J. Betts vorstellen.

Dieser wunderbare Roman wurde mit dem renommierten Text Prize for Young Adult and Children’s Writing 2012 ausgezeichnet.

Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50 | SFR 21,90
ISBN: 978-3-596-85661-9

Der Inhalt (Quelle: S.Fischerverlage.de)

LIEBE IST STÄRKER ALS JEDE STATISTIK

Zwei Ich-Erzähler zum Verlieben erzählen ihre Geschichte einer unwahrscheinlichen Liebe

Kopf an Kopf liegen Zac und Mia in ihren Krankenhausbetten, nur durch eine dünne Wand getrennt. Alter: 16. Diagnose: Krebs. Gefühlszustand: isoliert und allein. Und aus ersten Klopfzeichen erwächst eine Liebe, die unter normalen Umständen niemals möglich gewesen wäre …

Meine Meinung:

„Die Unbeschreiblichkeit von Liebe“ von A.J. Betts ist ein sehr beeindruckendes Buch, welches mir sofort durch die Schlichtheit des wunderschönen Buchcovers in meiner Lieblingsbuchhandlung aufgefallen ist.

Auf den Cover befindet sich ein Vergissmeinnicht, welches auf einer „vergilbten“ Seite aufgeklebt ist.

Die Schlichtheit allein hat jedoch eine sehr große Aussagekraft. So sagt das Cover aus, dass Freundschaft und Liebe die Zeit überdauern kann und für immer da sein wird.

Im Buch geht es um die schreckliche Krankheit Krebs, aber was mich an dieser Geschichte wirklich beeindruckt hat ist, dass hier nicht die Krankheit im Vordergrund steht, sondern das Verhältnis von Menschen zueinander.

Die beiden Protagonisten Zac und Mia, die zur gleichen Zeit im Krankenhaus liegen, lernen sich zunächst erst nur durch Ihre Krankheit kennen, aber im Laufe der Geschichte wachsen Sie zusammen und lernen, dass Freundschaft, Familie und Liebe viel wichtiger sind, als oberflächliche Dinge, die wir Tag für Tag tun. Es gibt viel mehr, was wirklich wichtig im Leben ist und was wirklich zählt. Manchmal sind es die kleinen Dingen und Gesten, die Jemanden Mut und Hoffnung geben und so ein Leben, welches auch durch eine schwere Krankheit gezeichnet ist, wieder lebenswert macht.

Besonder beeindruckend ist hier, dass die Autorin A.J.Betts selber im Krankenhaus unterrichtet und die Jugendlichen, die sie dort kennengelernt hat, Sie zu dieser Geschichte inspiriert haben.

Die Geschichte selber ist sehr abwechslungsreich und der Schreibstil ist hier sehr flüssig. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, einmal aus der Sicht von Mia und einmal aus der Sicht von Zac. Durch diesen Perspektivwechsel lernt man die Figuren und ihre Gefühlswelt sehr gut kennen. Beide Charaktere „ticken“ unteschiedlich und vielleicht hätten sie sich ohne die Krankheit auch nie kennengelernt, aber das Schicksal geht manchmal ganz andere Wege und nun entwickelt sich ganz langsam eine Freundschaft und daraus wird ganz langsam Liebe. Bildlich gesehen könnte man es mit einer zarten Pflanze vergleichen, die langsam heranwächst und sich dann entwickelt und irgendwann wunderschöne Blüten tragen wird. Vielleicht könnte man es auch mit dem „Vergissmeinnicht“ auf dem Buchcover vergleichen, aber dies ist nur meine Sichtweise und Interpretation der Geschichte ;-).

Beim lesen der Geschichte wurde es mir nie langweilig und es gab auch einige Wendepunkte, die wirklich nicht vorhersehbar sind. Kontinuierlich wird ein guter Lesefluss beibehalten und zwischendurch wird auch immer ein wenig Spannung aufgebaut.

„Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ ist eine ruhige, aber sehr fesselnde Geschichte, die mich sehr berührt hat, da Sie mir gezeigt hat, dass die Hoffnung durch Leute, die einem wirklich wichtig sind im Leben, aufrechterhalten wird und es sich lohnt zu kämpfen. Bis zur letzten Seite ein wirklich lesenswertes Buch (nicht nur für Jugendliche).

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Montagsfrage// Euer schönstes Buch 2014

Diese Woche gibt es noch eine letzte Montagsfrage von  Nina (Libromanie), die sich im neuen Jahr verändern möchte und deshalb ab nächste Woche die Montagsfrage an Svenja vom Blog Buchfresserchen weitergibt.

Die heutige Montagsfrage lautet:

Was ist euer schönstes Buch 2014?

Diese Frage kann ich leicht beantworten, denn mein schönstes Buch, welches ich in 2014 gelesen habe war „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer. Nächste Woche werde ich dazu auch endlich mal meine Rezension dazu veröffentlichen. Leider komme ich im Moment nur leider nicht zum schreiben, aber ich werde es mir fest vornehmen :-).

An „Die Seiten der Welt“ hat mir die ganze Story gefallen. Es ist ein Buch über Bücher und genau das richtige Buch für Buchliebhaber. Wer Bücher mag, der sollte dieses Buch wirklich unbedingt lesen. Neben der fantastischen und wirklich ziemlich spannenden Geschichte, mit ganz tollen Charakteren, die ich direkt ins Herz geschlossen habe, geht es auch um die besondere Atmosphäre in Buchhandlungen und Bibliotheken. Wirklich ein MUSS für alle, die Bücher lieben. Es ist schon jetzt eines meiner Lieblingsbücher geworden und erinnert mich ein wenig an die Bücher, die mich in meiner Kindheit begeistert haben und wo es auch um Bücher ging wie z.B. die unendliche Geschichte.

Buchrezension „Death“ von Melvin Burgess

Der Inhalt:

Der 17-jährige Adam wächst ohne nennenswerte Perspektive in Manchester in England auf. Seine Familie ist mittellos, seit sein Vater einen verhängnisvollen Arbeitsunfall erlitt und auf Grund dessen, seine Familie nicht mehr ernähren kann.

Die Familie ist auf die finanzielle Unterstützung von Adams älteren Bruder Jess angewiesen, der mit seinem Gehalt, fortan versucht, die Familie finanziell über Wasser zu halten.

Adams Zukunft scheint aussichtslos, doch dann besucht er das letzte Konzert von „Jimmy Earle“, verabredet sich dort mit der wohlhabenden Lizzie, in die er schon lange Zeit verliebt ist, und erlebt „live“ mit, wie die Droge „Death“,die Welt verändert.

Kann „Death“ auch sein trostloses Leben verändern?

Meine Meinung:

Die Idee, die hinter den Roman „Death“ steckt, hat mich von Anfang an, sehr fasziniert. Es geht in dem Buch von Melvin Burgess um eine Kultdroge  „Death“, die jeder nehmen will und die total angesagt ist. Die Welt gerät aus den Fugen, es verändert sich etwas und der Auslöser dafür, ist eine kleine, unscheinbare Pille. Ich frage mich, kann eine Droge wirklich so viel bewegen?

Die Droge nicht alleine, aber Sie kann die Menschen, die Sie schlucken, verändern!

Mit „Death“ erlebt man den ultimativen Höhenflug, den absoluten Kick. Alles scheint möglich zu sein und man hat eine Woche lang dafür Zeit, den achten Tag erlebt man nicht mehr, sondern stirbt.

Warum möchte man sein Leben für eine künstliche Droge opfern? Fragen über Fragen, die ich mir diesbezüglich gestellt habe, bevor ich mit dem lesen anfing.

“ Und die Leute warfen die Dinger ein. Adam sah, wie sie die Köpfe zurückbogen und sich die Pillen in ihre Rachen schnippten.>> Leb schnelll, stirb jung!<<, brüllte der Typ.“

(„Death“ von Melvin Burgess, S. 23, 6-8)

Nach den Lesen der ersten Seiten, war ich bereits mitten im Geschehen drin und auch der flüssige Schreibstil hat es mir sehr leicht gemacht, das Buch sehr schnell zu lesen. Die Zeit beim lesen verging wie im Fluge und es wurde kontinuierlich eine derart große Spannung aufgebaut und beibehalten, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Man wird hier als Leser nicht verschont und die kühle und nüchtern, durchdachte Wortwahl, die passend zum Inhalt gewählt wurde, verstärkt dies noch. Es gibt einige Szenen im Buch, die sehr brutal beschrieben werden und für zart besaitete Menschen absolut nicht empfehlenswert sind. Der Autor beschreibt diese Szenen als sehr realistisch und trifft hier eine klare Wortwahl, es wird nichts umschrieben oder verschönt, was mir persönlich aber sehr gut gefallen hat, weil es zu der ganzen Geschichte passt!

Melvin Burgess hat mit „Death“  einen wirklich spannenden Thriller für Jugendliche verfasst, den auch Erwachsene bedenkenlos lesen können, denn hier wird nichts verschönt! Die Geschichte entwickelt sich rasant und auch die Botschaft, die dahinter steckt, hat mir sehr zugesagt und ich habe nach dem lesen noch darüber nachgedacht, ob ich mein Leben, auch wirklich lebe?

Fazit: Ein wirklich sehr, sehr spannendes und lesenswerte Jugendbuch, welches einige Thrillerelemente aufweist und eine  eindrucksvolle  Botschaft vermittelt!

Bewertung: ♥♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Rezension: “ Zu Gast im eigenen Leben“ von Martell Beigang

Quelle: http://www.bloggdeinbuch.de/buch/234/

Martell Beigang – Zu Gast im eigenen Leben
Preis: 10€ bei  amazon.de
Verlag: Schardt Verlag Oldenburg
Seitenanzahl: 156; ISBN: 978-3-89841-586-6

 Über Blogg dein Buch habe ich die Möglichkeit erhalten “ Zu Gast im eingenen Leben“ von Martell Beigang zu lesen und renzensieren zu können. Meine  dazugehörige Rezension möchte ich euch nun vorstellen.

Der Inhalt:

Ben, ein junger Musiker muss sich in seinem Leben erst wieder zurecht  finden, denn gerade läuft es musikalisch und auch privat nicht so, wie er es sich gerne erhofft hätte. Seine Band die Servokings haben sich aufgelöst und  er vermisst seine große Liebe, seine Ex-Freundin: Tine, die er nun gerne an seiner Seite hätte, die sich aber irgendwo mit unbekannten Ziel in der Welt herumtreibt.

Ben überlegt, wie er sein Leben änderen kann und es bietet  ihm unverhofft die Chance eines Neuanfangs. Er hat die Chance kostenlos in einem Haus  in seinem alten und unbeliebten Heimatort: Quadrath- Ichendorfn zu wohnen, die einzige Bedingung: Ben muss auf dieses Haus aufpassen und es entsprechend versorgen und in Stand halten.

Auch Tine möchte er zurückerobern und startet den Versuch, auf sich durch kleine Videos im Internet aufmerksam zu machen und vielleicht erreicht er dadurch auch seine Ex- Freundin?

Meine Meinung:

Der Titel “ Zu Gast im eigenen Leben“ hat mich neugierig auf den Inhalt gemacht. Jeder kennt das Gefühl, etwas an seinem Leben ändern zu wollen , wenn man sich nicht mehr so wohl in der eigenen Haut fühlt und es Zeit für eine Veränderung ist. Ich war gespannt darauf, wie Ben dieses Ziel der Veränderung angehen wird und natürlich war ich auch neugierig darauf, ob es ihm auch gelingen wird.

Ein weiterer Grund, warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte, war die Tatsache, dass Ben zu seinem ungeliebten Heimatdorf: Quadrath- Ichendorf zurückkehrt. Ich selber kenne dieses Dorf , da ich in der Umgebung wohne und erhlich gesagt, kann ich Ben schon verstehen, dass man dorthin nicht unbedingt zurückkehren möchte. Auch meine Heimatstadt Bergheim und Köln tauchen im Roman auf und ich finde es immer sehr interessant, wenn man „bekannte“ Orte im Laufe der Geschichte wiederfindet.

Ich begann also mit Vorfreude die ersten Seiten zu lesen und muss leider zugeben, dass ich nicht so recht in die Geschichte hineingefunden haben, obwohl der Schreibstil eher einfach ist, aber für mich wurden die Seiten irgendwie nicht weniger und es hat sich alles ein wenig gezogen.

Dies kann aber auch daran liegen, dass es mich ein wenig genervt hat, wie Ben in Selbstmitleid zerfließt. Es war mir zwischendurch dann ein wenig zu viel davon. Gegen Mitte kam ich dann besser in die Geschichte ein und ich konnte das Buch dann auch recht zügig zu Ende lesen und das Ende war dann auch sehr schnell, aber auch schön romantisch 🙂

Etwas irritierend waren für mich auch die fehlenden Kapitel, ich hätte mir da eine  genauere Aufteilung gewünscht.

Leider hat mir im Großen und Ganzen das gewisse Etwas gefehlt, ich hatte mir mehr erhofft. Der Inhalt war für mich nichts wirklich Neues und es gibt viele Geschichten mit ähnlicher Handlung. Ich möchte die Geschichte nicht schlecht machen, doch leider wird sie mir nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben. Für Zwischendurch ist dieser Roman eine nette Zeitvertreibung und ich kann sie für eine Zugfahrt oder für´s Lesen an einem verregneten Tag oder vielleicht am Strand empfehlen.

Fazit: 

Eine nette Geschichte für zwischendurch, doch leider nichts Neues.

♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Rezension zu „ Die Schattenträumerin“ von Janine Wilk

Der Inhalt

Francesca wird von ihrer Großmutter nach Venedig gerufen. Was diese nicht ahnt, dieser Besuch bei ihrer Großmutter wird anders als erwartet ablaufen, denn Sie muss sich dort ihrer größten Angst, den Schatten stellen, der Sie auch jede Nacht in ihren Träumen heimsucht und ihr unerträgliche Albträume bereitet. Von ihrer Großmutter erfährt Francesca, dass ihre Albträume mit einem Familienfluch zusammenhängen. Dieser tödliche Fluch bedroht ganz Venedig und es liegt nun an Francesca diesen Fluch mit Hilfe eines dämonischen Buches zu bannen und damit Venedig vor dem ewigen Untergang zu bewahren. Doch um dieses dämonische und unheilvolle Buch zu finden, muss sich Francesca dem Mann aus ihren Albträumen stellen. Eine Verfolgungsjagd durch die Gassen von Venedig beginnt…

Meine Meinung

Der erste Blick auf das Buchcover entscheidet sehr oft, ob man das Buch lesen möchte oder nicht.

Bei ” Die Schattenträumerin” von Janine Wilk hat mich das Buchcover direkt in seinen Bann gezogen. Es ist sehr schön gestaltet und man fühlt sich direkt nach Venedig versetzt.So bietet das Buchcover  einen außergewöhnlichen Farbkontrast, aber auch etwas mystisch-anziehendes findet man auf dem Cover wieder,so spiegelt sich Beispielsweise im Wasser des Kanals ein geheimnisvoller dunkler Schatten. Auch sieht man viele rote Schnörkel und die Schrift ist ebenfalls in einem satten Rotton gehalten und auch geschnörkelt. Wer Schnörkel und etwas Geheimnisvolles mag, wird dieses Buchcover lieben!!!.

Auch das Seitengestaltung hat mich sehr überzeugt,so findet  man zu Beginn jedes Kapitels ein passende  Zitat über Venedig und auf jeder Seite findet man die wunderschönen Schnörkel wieder. Ich fühlte mich dadurch wirklich in meine Kindheit zurückgesetzt und ich finde, diese Gestaltung passt wirklich zu dieser fantastischen Geschichte!

Als ich die ersten Seiten dann zu lesen begann, wusste ich, dieses Buch werde ich sehr schnell zu ende gelesen haben, denn es hat mich von der ersten Seite an, in seinen Bann gezogen. Die Autorin Janine Wilk schafft es während der ganzen Geschichte eine stetige Spannung aufrecht zu erhalten, so dass man das Buch gar nicht weglegen möchte. Auch ist dieses zwischendurch etwas gruselig, aber das macht die Geschichte noch viel spannender.

Auch die Wortwahl ist sehr gut  gewählt.Durch die gewählte, oft bildhafte Sprache, fühlt man sich direkt in die Geschichte hinein versetzt, und mir kam es wirklich so vor, als ob ich Venedig bildlich vor mir sehe, obwohl ich noch nie zuvor in Venedig gewesen bin. Auf jeden Fall hat die Autorin es geschafft, dass ich mir jetzt vorgenommen habe Venedig zu besuchen, um zu sehen, ob es diese ”Schatten” wie sie im Buch beschrieben werden, wirklich in Venedig gibt.

Besonders gut gefallen hat mir ebenfalls die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere, die trotz ihrer Eigenheiten sehr gut miteinander harmonieren. So ist die Hauptdarstellerin Francesca beispielsweise  sehr freundlich, mutig und sie liebt es Bücher zu lesen, um in andere Welten eintauchen zu können ( besonders die Liebe zu Büchern macht Francesca schon sympathisch).

Ihre Großmutter hingegen ist eine sehr stolze und erhabene Frau, die um ihr Schicksal weiß, aber trotz ihres Alters immer noch das Oberhaupt der Familie ist, und den Ton angibt. Im Gegensatz zu Francesca lehnt Sie das lesen von Büchern ab,was aber nicht an ihrer Erblindung liegt, denn ihrer Meinung nach bietet die Realität genug  Abenteuer und Schicksale, die man erleben kann.

Francescas Cousine Gianna wird als sehr hilfsbereit und liebenswürdig beschrieben, doch scheint sie ein wenig eifersüchtig auf Francesca zu sein, wie man im Laufe der Geschichte erfährt.

Auch die Geschichte um das geheimnisvolle dämonische Buch ist sehr spannend geschrieben, man möchte gar nicht wissen, was passiert, wenn dieses Buch in die falschen Hände gerät.

Fazit: Ein wunderbar fantastisches Jugendbuch, was aber auch Erwachsenen empfohlen werden kann, denn es ist so spannend geschrieben und die Wortwahl sehr gut gewählt, dass man sich direkt von Anfang an in den Bann und nach Venedig gezogen fühlt.

♥♥♥♥♥  (von ♥♥♥♥♥)

Planet Girl Verlag

Gebunden, mit UV-Spotlackierung
384 Seiten
Ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-522-50270-2
Preis: 14,95 €
Österreich: 15,40 €, Schweiz: 21,90 sFr
Erscheinungstermin: 26.01.2012

Ich möchte mich beim Thienemann Verlag und bei Blogg dein Buch herzlich für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken. Vielen Dank !!!