Buchrezension: Nur ein Tag von Gayle Forman

Heute möchte ich euch gerne den Roman

Nur ein Tag“ von Gayle Forman näher vorstellen.

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Gayle Forman

Nur ein Tag

Teil 1

Roman // Paperback
Aus dem Amerikanischen von Stefanie Schäfer

Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50

ISBN: 978-3-8414-2106-7

Verlag: FISCHER FJB

Der Inhalt (Quelle: FISCHER FJB):

Allysons Leben ist genau wie ihr Koffer – überlegt, geplant und ordentlich gepackt. Doch am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Europatour lernt sie Willem kennen. Als freier, ungebundener Schauspieler ist er all das, was die 18jährige Allyson nicht ist, und als er sie einlädt, mit ihm nach Paris zu kommen, trifft sie spontan eine für sie untypische Entscheidung. Sie ändert ihren Plan und geht mit ihm. Allyson erlebt einen Tag voller Abenteuer und Romantik, Freiheit und Nähe – bis Willem am nächsten Morgen nicht mehr da ist.

Ein überwältigendes Buch über Liebe, Identität und die Zufälle des Schicksals.

Meine Meinung:

„Nur ein Tag“ ist der erste Band des Roman-Duos „NUR EIN TAG… UND EIN GANZES JAHR“ von der Bestseller-Autorin Gayle Forman.  Besonders gereizt an diesem Roman hat mich die Tatsache, dass es der erste Band eines Duos ist und der erste Teil aus der Sicht der Protagonistin Allyson erzählt wird und der zweite Band aus der Sicht ihrer großen Liebe Willem wiedergegeben wird. Man kommt eigentlich gar nicht darum herum, beide Romane zu lesen, wenn man den Ausgang der Geschichte erfahren will. Mich hat dieses Konzept neugierig gemacht und deshalb fing ich voller Vorfreude an, den ersten Teil zu lesen.

Wie bereits zuvor erwähnt, wird die Geschichte „Nur ein Tag“ aus der Sicht von Allyson erzählt.

Allyson ist ein nettes Mädchen, wird jedoch extrem von ihren Eltern in ihrer Denkens- und Lebensweise beeinflusst und lebt ihr Leben sehr planmäßig und ordentlich.

Ihr Leben scheint akribisch vorgeplant und ist nicht sonderlich aufregend. Eines Tages jedoch, macht sie mit ihrer Freundin Mel eine Europareise und lernt dort, am letzen Tag der Reise, den großartigen Willem in London kennen. Willem ist das Gegenteil von Allyson, er ist ungebunden und frei, reist durch die Welt und arbeitet zeitweise als Schauspieler und führt mit einer alternativen Theatergruppe Shakespeare-Stücke auf. Nachdem Allyson am Vortag ihrer Abreise ein exzellent aufgeführtes Theaterspektakel dieser Schauspieltruppe miterlebt hat, trifft sie am Tag ihrer Abreise durch Zufall auf Willem. Spontan lädt er sie für einen Tag nach Paris ein. Eher untypisch für Allyson, sagt sie zu und beide verbringen einen wunderschönen und aufregenden Tag in der Stadt der Liebe. Am nächsten Tag ist Willem jedoch plötzlich und ohne Vorwarnung verschwunden und lässt Allyson allein zurück in der Metropole.

Was kann an einem Tag alles passieren? Ziemlich viel, wenn man diese Geschichte liest.

In diesem Roman findet man von Liebe über Spannung und Tragödie alles wieder. Für meinen Geschmack nun etwas zu viel, aber ich fühlte mich sehr gut unterhalten, auch wenn ich zu Beginn der Geschichte überhaupt nicht mit Allyson als Charakter klar kam. Allyson hat mich zeitweise schon sehr genervt und ich konnte nicht nachvollziehen, wie man sich so naiv und unselbstständig verhalten kann. Die Figur des Willem war für mich dagegen viel interessanter, was aber auch daran liegen könnte, dass man im ersten Band von ihm gar nicht so viel erfährt, da ja die ganze Geschichte aus der Sicht von Allyson erzählt wird. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich Allyson aber weiter und verändert sich positiv und findet endlich zu sich selbst, was mich dann wieder beruhigt hat.

Das Erzähltempo war mir an einigen Leseabschnitten etwas zu schnell und der Inhalt kam mir ein bisschen unglaubwürdig herüber, da so viele Ereignisse, so schnell, im Laufe eines Tages aufeinander trafen und auf mich leider nicht real  und auch etwas übertrieben und klischeehaft wirkten.

Der Schreibstil ist hier sehr bildhaft und die Autorin hat viele Zitate von Shakespeare mit eingebaut, was mich sehr erfreut hat, da ich die Texte von Shakespeare liebe. Die Sprache ist einfach gehalten und  man konnte das Buch sehr schnell lesen und konnte schnell in die Welt von Allyson eintauchen.

Fazit: Ein schönes Jugendbuch. Trotz kleinerer Schwächen hat mich der Inhalt gut unterhalten und ich bin gespannt auf den zweiten Teil.

♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares bedanke ich mich herzlich bei

FISCHER FJB und bei LovelyBooks. Vielen Dank. 🙂

 

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Buchrezension: Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

Heute möchte ich euch gerne „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ von Estelle Laure näher vorstellen.

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Roman
Hardcover
Aus dem Amerikanischen von Sophie Zeitz
Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50
ISBN: 978-3-7373-5326-7
Verlag: FISCHER KJB

Der Inhalt (Quelle: FISCHER KJB)

»In der perfekten Kino-Version meines Lebens wäre das der Moment, in dem er mich umdreht und küsst. Aber Digby hat eine Freundin. Ein Mädchen, das er liebt. Ein Mädchen, das nicht ich bin.«

Eigentlich hat Lucille Wichtigeres zu tun, als sich ausgerechnet in den vergebenen Zwillingsbruder ihrer besten Freundin zu verlieben. In ihrer Familie ist sie die Einzige, die die Dinge in die Hand nimmt: Geld verdienen, Rechnungen bezahlen, sich um ihre kleine Schwester kümmern. Da bleibt keine Zeit für große Gefühle. Aber wer kann sich schon wehren, wenn die wahre Liebe vor der Tür steht? Denn gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance.

Ein entwaffnend ehrlicher und hoffnungsvoller Roman über die erste Liebe, das Erwachsenwerden und die wunderbare Erfahrung, niemals so allein zu sein, wie man sich fühlt.

Meine Meinung:

Es gibt Bücher, die beeindrucken einfach. „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ von Estelle Laure ist ein solches Buch. Schon nach lesen der ersten Seiten, wusste ich, dass mich die Geschichte rund um Lucille und ihrer Schwester Wren nicht loslassen wird und genau dies bewahrheitete sich schließlich auch.

Der Titel des Buches erinnerte mich zunächst jedoch an einen anderen Titel und ich musste alsbald an „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green denken, obwohl die Thematik der beiden Bücher grundverschieden ist. Einige Gemeinsamkeiten treten bei beiden Büchern  jedoch auf, so spielt in beiden Büchern das Schicksal und die Liebe eine große Rolle und es handelt sich hier um Jugendbücher.

Besonders beeindruckt an „Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“ hat mich übrigens , dass die Liebe und besonders die erste Liebe, im Roman von Estelle Laure zwar eine wichtige Rolle spielt, aber hier ebenfalls der starke Zusammenhalt der beiden Schwestern Lucille und Wren thematisiert wird, die plötzlich ganz alleine da stehen und ihren Alltag ohne Hilfe von ihren Eltern bewältigen müssen.

Das Familienverhältnis der Familie Bennett ist schon lange zerrüttet, seit ihr psychisch kranker Vater damals ihre Mutter attackiert hat und von der Polizei abgeführt wurde und fortan in einer speziellen Klinik lebt. Ihre Mutter hat dieses schlimme Ereignis nie richtig verarbeitet und beschließt letzten Endes, sich eine zwei Wöchige Auszeit zu nehmen, allerdings kehrt sie danach nicht zu ihren Kindern zurück, sondern lässt ihre Töchter allein.

Lucille und Wren erleben den zweiten Schicksalsschlag in ihrem Leben und müssen plötzlich ihren Alltag selbst organisieren und kämpfen um ihr Überleben. Dabei müssen sie ständig aufpassen, dass das Fehlen der Mutter ihrer Aussenwelt nicht auffällt. Eine harte Zeit beginnt für die Schwestern und ausgerechnet in dieser Zeit des Erwachsenwerdens verliebt sich Lucille plötzlich in Digby.

Der Roman ist sehr geprägt von der harten Realität und das Schicksal der beiden Schwestern, alles scheint zunächst sehr dunkel und fast schwarz, aber es gibt immer wieder diese Lichtblicke und Glücksmomente, die die Geschichte nicht ganz so negativ erscheinen lassen und auch das Schöne im Leben zeigen und Hoffnung geben.

Diese Mischung macht es, denn dadurch erscheint das Leben und die Geschichte etwas bunter. Dieses Zusammenspiel von Glück und Schicksal von bunt und dunkel spiegelt sich ebenfalls auch sehr gut in der Gestaltung des Buchcovers wieder. So ist das Cover in farbenfreudigen Farben und auch in dunkleren Tönen gehalten. Verschiedene Symbole beziehen sich ebenfalls auf das Glück und das Schicksal. So findet man auf dem Cover beispielsweise einen Marienkäfer und ein Hufeisen für das Glück wieder und für das Schicksal wurde Regen und ein Regenschirm gewählt.

Die Sprache ist leicht verständlich und bestens für die jugendliche Zielgruppe geeignet. Persönlich sind mir die beiden Schwestern als Charaktere sehr ans Herz gewachsen. Lucille stellte ich mir in meiner  Fantasie als eine Art Heldin mit Ecken und Kanten vor, was sehr authentisch auf mich wirkte..

Nicht so gut gefallen hat mir allerdings, dass ich mir die anderen Charaktere nicht so gut vorstellen konnte bzw.diese nicht gut ausgearbeitet waren. Man hat hier leider gemerkt, dass diese eine nicht so  große Rolle in der Geschichte einnehmen sollten. Dies fand ich etwas Schade.

Nichtdestotrotz habe ich dieses Jugendbuch sehr gerne gelesen. Ich habe mit den Figuren mitgefiebert, gelitten und gehofft und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Ein sehr schöner Roman über das Erwachsenwerden, die Liebe, Zusammenhalt und das Schicksal.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

 

Für die Bereitstellung eines Leseexemplars bedanke ich mich beim Verlag  Fischer KJB.

Montagsfrage: Welche Figuren sind deine Lieblingsbuchpaare?

Nach einer sehr schwülen Nacht, wo ich kaum ein Auge zu bekommen habe, beginnt der Montag bei mir mit Regen, worüber ich im Moment ganz froh bin. Mit klarem Kopf kann ich nun auch die Montagsfrage von der lieben Svenja aka Buchfresserchen beantworten, die heute lautet:

Welche Figuren sind deine Lieblingsbuchpaare?

Diese Frage kann ich leicht beantworten, denn für mich gibt es hier eigentlich nur EIN Liebespaar, das ich nennen möchte bzw. DAS Liebespaar schlechthin: Romeo und Julia.

Ich liebe Shakespeare und ich liebe diese weltbekannte Tragödie über ein Liebespaar, deren beider Familien, die Montagues (Romeo) und die Capulets (Julia), bis aufs Blut verfeindet sind.

Romeo und Julia müssen ihre Liebe geheim halten, lieben sich jedoch so sehr, dass Sie sich still und heimlich und unter großer Gefahr von Pater Lorenzo trauen lassen.

Doch durch tragische und unglückliche Umstände endet ihre Liebe in Selbstmord.

Ich bekomme jetzt schon wieder eine Gänsehaut, wenn ich an diese Tragödie denke…

Gerade weil die Geschichte kein glückliches Ende nimmt, ist sie für mich das Sinnbild für grenzenlose Liebe, die selbst den Tod überwinden kann. „Denn niemals gab es ein so herbes Los als Julias und ihres Romeos.“

Bei welchem Pärchen geratet ihr ins Schwärmen und würdet am liebsten noch viel mehr über sie lesen?

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße,

eure Jane

Buchrezension: „Ismaels Orangen“ von Claire Hajaj

Heute möchte ich euch gerne den Roman „Ismaels Orangen“ der Schriftstellerin Claire Hajaj näher vorstellen.

Originaltitel: Ishmael’s Oranges
Originalverlag: Oneworld Publications, London 2014
Aus dem Englischen von Karin Dufner

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 448 Seiten,13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0516-5
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90 * (* empf. VK-Preis)

Verlag: Blanvalet

Der Inhalt (Quelle: Blanvalet):

Kann Liebe wachsen, wo Hass gesät wird?

Jaffa, April 1948. Der siebenjährige Salim Al-Ismaeli, Sohn eines palästinensischen Orangenzüchters, freut sich darauf, die ersten Früchte des Orangenbaums zu ernten, der zu seiner Geburt gepflanzt wurde. Doch der Krieg bricht aus und treibt die ganze Familie in die Flucht. Von nun an hat Salim nur noch einen Traum: Eines Tages zu seinem Baum zurückzukehren und im Land seiner Väter zu leben.

Zur selben Zeit wächst Judith als Tochter von Holocaust-Überlebenden in England auf – und sehnt sich danach, irgendwann ein normales und glückliches Leben führen zu dürfen. Als Salim und Judith sich im London der Sechzigerjahre begegnen und ineinander verlieben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und stellt ihre Liebe auf eine harte Probe …

Meine Meinung:

„Kann Liebe wachsen, wo Hass gesät wird?“ Diese Frage stellt man sich unweigerlich, wenn man sich mit dem Roman „Ismaels Orangen“ von Claire Hajaj beschäftigt. Wenn man zunächst das blassgelbe Buchcover betrachtet, sieht man darauf in der Mitte einen leuchtenden Orangenbaum, der inmitten einer von Hitze gekennzeichneten Landschaft wächst und zahlreiche Früchte trägt. In der Nähe des Baumes sieht man einen Jungen, der davonrennt  und/oder eine andere Richtung einschlägt. Das Cover symbolisiert etwas von „zurücklassen“ bzw. „seine Heimat zu verlassen“ und der Baum in der Mitte steht für „Fruchtbarkeit“ und „Wachstum“. Bildlich passt das Buchcover hervorragend zum Inhalt des Buches und wurde meiner Meinung nach, sehr gut ausgewählt.

Thematisch beschäftigt sich die Geschichte mit dem Konflikt zwischen Israelis und  Palästinensern und das Land Israel, ein Land mit zwei Völkern, die sich tagtäglich, zahlreiche und sehr blutige Auseinandersetzungen liefern.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1948 und handelt von dem siebenjährigen Salim, Sohn eines palästinensischen Orangenzüchters, der in der Hafenstadt Jaffa aufwächst.

Salim träumt davon, die ersten Früchte seines Orangenbaums ernten zu können, den seine Eltern zu seiner Geburt für ihn gepflanzt haben. Das Schicksal jedoch meint es anders mit ihm, denn schon sehr bald, muss seine Familie das Land und ihr Anwesen verlassen, da ihr Heimatland von Israelischen Truppen eingenommen wird. Die Familie flieht nach Nazareth und zerbricht dabei. Salim geht später nach England um dort zu studieren und ein besseres Leben zu führen.

In London schlägt das Schicksal erneut zu, doch diesmal erfreulicher und schöner, denn dort lernt Salim die Jüdin Judith kennen. Salim und Judith verlieben sich schließlich ineinander und zeigen ihrer Umgebung, dass ihre Liebe stärker ist als jeder kultureller Konflikt. Sie heiraten und bekommen zwei Kinder, doch das Leben geht oft andere Wege als gewünscht und das Schicksal nimmt erneut seinen Lauf und ändert ihr Leben auf dramatische Art und Weise, denn dort wo Liebe wächst, ist Hass, der Verlust mit sich bringt, nicht sehr weit entfernt.

Mir hat der Roman „Ismaels Orangen“ ausgesprochen gut gefallen, da die Geschichte mich inhaltlich sehr mitgerissen hat und die Thematik des Nahostkonfliks sehr gut in die Familiengeschichte mit eingebunden wurde. Durch die Verknüpfung der Thematik mit der Familiengeschichte, wirkt der Inhalt keineswegs künstlich oder abstrakt, sondern sehr realistisch und lebensnah. Claire Hajaj erschafft Bilder und erweckt sie in ihrem Werk zum Leben, so spürt man jeden noch so kleinen, raschelnden Grashalm unter seinen Füßen, oder sieht den leuchtenden Orangenhain mit seinen saftigen Früchten förmlich vor sich stehen. Der Erzählstil hat mir gut gefallen, jedoch war dieser an einigen Stellen etwas zu langatmig.

Die Botschaft dieser Geschichte ist indes einmalig schön und mit dem Wunsch von Frieden ohne Grenzen gekennzeichnet.

Fazit: Ein wunderbares Buch über eine Liebe, die kulturelle Grenzen überwindet und den Wunsch nach Freiheit und Frieden in sich trägt.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag Blanvalet bedanken! ❤

Buchpost: „Ismaels Orangen“ von Claire Hajaj

Gestern erreichte mich dieses wundervolle Buch „Ismaels Orangen“ von Claire Hajaj.

Ismaels Orangen

Der Inhalt ( Quelle: Blanvalet):

Kann Liebe wachsen, wo Hass gesät wird?

Jaffa, April 1948. Der siebenjährige Salim Al-Ismaeli, Sohn eines palästinensischen Orangenzüchters, freut sich darauf, die ersten Früchte des Orangenbaums zu ernten, der zu seiner Geburt gepflanzt wurde. Doch der Krieg bricht aus und treibt die ganze Familie in die Flucht. Von nun an hat Salim nur noch einen Traum: Eines Tages zu seinem Baum zurückzukehren und im Land seiner Väter zu leben.

Zur selben Zeit wächst Judith als Tochter von Holocaust-Überlebenden in England auf – und sehnt sich danach, irgendwann ein normales und glückliches Leben führen zu dürfen. Als Salim und Judith sich im London der Sechzigerjahre begegnen und ineinander verlieben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und stellt ihre Liebe auf eine harte Probe …

Ich bin schon richtig auf den Inhalt gespannt, da mich das Thema, der beiden unversöhnlichen Völker Palästina und Israel sehr interessiert und ich hoffe, dass Liebe dort wachsen kann, wo Hass gesät wird!

Wer hat das Buch schon gelesen und wie hat es euch gefallen?

Vielen lieben Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!!! ♥

Buchrezension „Das geheime Prinzip der Liebe“ von Hélène Grémillon

Heute möchte ich euch „Das geheime Prinzip der Liebe“ von Hélène Grémillon näher vorstellen.

 ISBN: 978-3-455-40096-0

Orginaltitel: Le confident
Belletristik
Einband:Schutzumschlag

256 Seiten

Erscheinungsdatum:17.02.2012
Übersetzung:Claudia Steinitz
Preis: 19,99€

Der Inhalt (Quelle: Hoffman und Campe):

Paris, 1975. Camilles Mutter ist bei einem Autounfall gestorben. Unter den Beileidsschreiben findet Camille einen rätselhaften Brief von einem Unbekannten, der die Geschichte einer jungen Frau erzählt: von Annie, der großen Liebe des Verfassers. Camille glaubt an eine Verwechslung, doch in den nächsten Tagen kommen weitere Briefe. Sie erzählen von der jungen Malerin Annie und ihrer wohlhabenden Gönnerin, die
seit langem vergeblich versucht, schwanger zu werden. Aus Dankbarkeit erklärt sich Annie bereit, ein Kind für sie zu empfangen und zur Welt zu bringen. Doch was gut gemeint war, wird bald zur Quelle von Eifersucht, Misstrauen und Hass, und irgendwann ist Annie spurlos verschwunden … Camille begreift
allmählich, dass diese Geschichte aus den Briefen weit mehr mit ihr zu tun hat, als ihr lieb ist.

Meine Meinung:

Wenn man zunächst den Titel „Das geheime Prinzip der Liebe“ hört, könnte man denken, es handelt sich hierbei um eine zart besaitete Liebesgeschichte. Doch der erste Eindruck trügt! In ihrem Debütroman erzählt die französische Autorin Hélène Grémillon keinesfalls eine zuckersüße Geschichte, sondern vielmehr handelt es sich hierbei um eine Tragödie, die sich mit dem Thema Leihmutterschaft in den späten dreißiger Jahren in Frankreich beschäftigt.

Die Geschichte handelt von zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Annie ist eine junge und künstlerisch talentierte Frau, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt. Die Pariserin Madame M. hingegen, ist eine lebenserfahrene und gebildete Frau, die in wohlhabenden Kreisen verkehrt. Ungeachtet ihrer Verschiedenheit, finden die Frauen zueinander und daraus bildet sich eine tiefe Freundschaft. Die starke Verbundenheit, die beide verbindet, bringt Annie dazu, dass sie ihrer Gefährtin einen Herzenswunsch erfüllen möchte, sie möchte das Kind für Madame M. austragen. Doch der Krieg rückt immer näher und zwischen den beiden Frauen ändert sich emotional etwas – und dies auf drastische Art und Weise. –

Was einst Freundschaft war, schlägt nun in tiefen Hass um.

Geschickt verbunden wird die Geschichte durch eine weitere Erzählung, die in den 1970er Jahren spielt und von der Verlagsdirektorin Camille handelt, die um ihre verstorbene Mutter trauert. Unmittelbar nach dem Tod ihrer geliebten Mutter, werden Camille absenderlose Briefe zugestellt, wo eine fremde Person ihr die Geschichte seiner großen Liebe Annie erzählt. Camille hält dies zunächst für ein großes Missverständnis, doch allmählich begreift sie, dass die Geschichte aus den Briefen weit mehr mit ihr zu tun hat, als ihr lieb ist.

Ich muss zugeben, dass mir der Debütroman von Hélène Grémillon überaus gut gefallen hat. Besonders der ständige Perspektivwechsel der Geschichte hat mich begeistert. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Camille, dem unbekannten Absender der Briefe und Madame M. geschildert. Dadurch erhält man jeweils einen anderen Blick auf die Geschichte und nimmt ständig andere Emotionen und Denkweisen wahr. Zusätzlich wird in der Geschichte eine kontinuierlich und gute Spannung aufgebaut, die dazu führt, dass man immer weiter in die Geschichte hineingezogen wird und gar nicht darum herum kommt, das Buch auch nur eine Sekunde aus der Hand legen zu wollen. Ebenfalls darf an dieser Stelle kurz verraten werden, dass der Schluss einfach grandios ist, denn dieser war überhaupt nicht vorhersehbar, was ich an guten Geschichten sehr schätze. ♥

Die Charaktere durchlaufen zudem eine emotionale Entwicklung. Die Autorin beschreibt hier sehr realitätsnah, wie Gefühle und Menschen sich verändern und wie sich Liebe und Freundschaft entwickeln und wie aus Freundschaft, tiefer Hass werden kann. Der Schreibstil ist hier sehr authentisch und abwechslungsreich und man konnte sich gut in die Geschichte einfühlen.

Fazit:

Ein spannender und abwechslungsreicher Roman, der sich mit den emotionalen Abgründen beschäftigt und mich sehr gut unterhalten hat. Ich freue mich auf weitere, tolle Bücher von Hélène Grémillon.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Buchrezension „Herrscher der Gezeiten“ von Nichola Reilly

Heute möchte ich euch „Herrscher der Gezeiten“ von Nichola Reilly vorstellen.

ISBN 978-3-95649-106-1

ISBN eBook 978-3-95649-399-7

Verlag: DARKISS

Seitenzahl: 352 Seiten

Originaltitel: Drowned

Preis: 14,99 EUR [D]

Der Inhalt (Quelle: Mira Taschenbuch):

Die Erde ist überflutet. Die letzten Überlebenden harren auf einer kleinen Insel aus, deren Ufer mit jeder Flut schmaler werden. Dass sie in dieser Welt unerwünscht ist, spürt Coe jeden Tag. So gut sie kann, erledigt sie ihre erniedrigende Arbeit und setzt sich gegen die anderen Inselbewohner zur Wehr. Heimlich schwärmt sie für den mutigen Tiam, ihren einzigen Freund.
Dann geschieht es. Der Herrscher der Insel liegt im Sterben und hinterlässt keinen Erben. Ausgerechnet Coe wird ins Schloss eingeladen und erfährt, dass die königliche Familie ein Geheimnis hütet, das alles für immer verändern kann. Gibt es einen Ausweg aus dem Albtraum, in dem sie alle leben? Coe und Tiam müssen sich beeilen, Antworten zu finden, bevor ihre Welt für immer in den Fluten versinkt …

Meine Meinung:

„Herrscher der Gezeiten“ von Nichola Reilly ist  der Auftakt einer neuen Reihe. Es handelt sich hierbei um eine Dystopie. Und obwohl ich kein wirklicher Fan von Endzeit-Storys bin, wollte ich „Herrscher der Gezeiten“ gerne lesen, da mich der Klappentext neugierig auf das Buch gemacht hat. Ich hatte mir hier eine fesselnde Geschichte mit einigen Fantasy-Elementen vorgestellt, doch leider wurde meine Erwartungshaltung hier nicht erfüllt.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Coe erzählt, einem jungen Mädchen, welches in der Zukunft lebt, wo die Erde überflutet ist. Die letzten übriggebliebenen Menschen kämpfen Tag für Tag um ihr überleben. Doch jedesmal, wenn die Flut kommt, werden Sie weniger. Ihr Leben richtet sich nach den Gezeiten und darauf, auf den richtigen Platz auf einer Plattform zu stehen. Coe ist seit einer schrecklichen Begegnung mit den „Kritzlern“, Fischähnlichen und sehr gefährlichen Wesen, verstümmelt und wird fortan von den anderen Inselbewohnern abgegrenzt. Coe ist in dieser Welt unerwünscht und dies bekommt sie tagtäglich zu spüren.

Als einziger Freund bleibt ihr nur Tiam, für den sie heimlich schwärmt. Es ist kein leichtes Leben, in dieser schrecklichen Welt und Coe wünscht sich einen Ausweg. Als der König im Sterben liegt, wird Coe unerwartet ins Schloss eingeladen. Dort wird ein Geheimnis gehütet, das alles verändern kann.

Der Inhalt hört sich eigentlich ganz gut an und hat Potenzial für eine gute Story, doch leider hapert es hier an der Umsetzung. Der Einstieg in die Geschichte ist sehr schleppend und der Inhalt von Beginn an sehr langatmig. Erst ab dem letzten Drittel hat sich dies geändert und es wurde dann etwas interessanter. Eine richtige und kontinuierliche Spannung kam jedoch zu keiner Zeit auf. Auch wurde ich leider nicht mit dem Schreibstil der Autorin warm, dieser war mir einfach zu seicht und nicht tief genug. Auch die Figuren waren für mich leider nicht gut ausgearbeitet. Eigentlich konnte man sich hier nur Coe gut vorstellen und sich in sie hineinversetzen. Die anderen Figuren waren zwar vom Äußerlichen her gut beschrieben, aber ihnen fehlten ausreichende Charaktermerkmale, die sie lebendig wirken lassen. Ich mag es einfach nicht, wenn Figuren nur gut oder böse sind, die Handlung wirkt auf mich dann einfach nicht glaubwürdig.

Einzig allein das Buchcover ist sehr schön gestaltet und macht Lust darauf das Buch zu lesen. Auf dem Buchcover ist das tobende Meer und eine schöne, junge Frau abgebildet, die mitten in den Fluten steht, die ihr nichts anhaben kann. Die Farben sind in den Farben des rauen Meeres gehalten, was zumindest etwas zum Inhalt passt.

Abschließend kann ich leider nur sagen, dieses Buch konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen.

Meine Bewertung:

( von ♥♥♥♥♥)

Ganz herzlich möchte ich mich bei MIRA Taschenbuch für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares bedanken.