Buchrezension „Die Geschichte von Blue“ von Solomonica de Winter

Heute möchte ich euch gerne „Die Geschichte von Blue“ von Solomonica de Winter näher vorstellen.

Roman, detebe 30029, 288 Seiten
Erschienen im Sept. 2014

ISBN978-3-257-30029-1
€(D) 14.90

Verlag: Diogenes

Der Inhalt ( Quelle: Diogenes):

Das ist die Geschichte von Blue, die ihren Vater früh verloren hat, deren Mutter in ihrer völlig eigenen Welt lebt und die sich in einen Menschen verliebt, der vom gleichen Buch besessen ist wie sie: dem ›Zauberer von Oz‹. Wie Dorothy im Buch macht sie sich auf, um jenseits des Regenbogens wieder eine Art Zuhause zu finden – und den Mörder ihres Vaters. Eine Suche, die an einen ganz anderen Ort hinführt, als man am Anfang erwartet.

Meine Meinung:

Diesen Debütroman der 17-jährigen Solominica de Winter, Tochter von Jessica Durlacher und Leon de Winter sollte man unbedingt gelesen haben! Die Jungautorin erzählt in ihrem Erstlingswerk die fantasievolle- und mitreißende Geschichte der 13-jährigen Blue, die auf tragische Weise, schon in jungen Jahren ihren geliebten Vater verliert. Für Blue ist dies ein unsagbar schwerer Verlust, den Sie nicht verarbeiten kann. Auch ihre kokainsüchtige Mutter kann ihr hier keinen Halt mehr geben, denn sie hat sich und ihre Tochter schon aufgegeben. Blue distanziert sich immer mehr von ihrem Umfeld und der  bitteren Realität. Mit Hilfe ihres Lieblingsbuches „Dem Zauberer von Oz“, welches sie von ihren Vater geschenkt bekam, flieht sie in eine Fantasiewelt und beschließt fortan nicht mehr zu sprechen. Auch ihr Psychiater schafft es nicht, sie zum Reden zu bringen. Doch eines Tages fasst Blue Vertrauen zu ihm und beginnt Briefe zu schreiben, in denen Sie erklärt, warum sie einen Doppelmord begangen hat.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht vom Inhalt verraten, denn dieses Geschichte ist anders und wird überraschen!

Die Geschichte wird wirklich sehr überraschen! 😉

Von Anfang an wird eine kontinuierliche Spannung in der Geschichte aufgebaut, die stetig ansteigt und mich dadurch richtig neugierig auf den Fortgang der Geschichte gemacht hat.Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Blue weitergehen wird. Der Inhalt des Buches hat mich förmlich gepackt und ich habe mit der Hauptfigur Blue mitgefiebert, auch wenn ich ihre verstörende Denkweise oft nicht nachvollziehen konnte. Die Geschichte wird größtenteils aus der Ich-Perspektive von Blue erzählt, so dass man zu ihr eine große Verbindung im Laufe der Geschichte aufbaut und in ihre konfuse Gefühlswelt eintaucht.

Unbedingt muss ich den geistreichen und poetischen Schreibstil der Autorin hervorheben, der mich förmlich umgehauen  und richtig begeistert hat. Wenn ich es nicht vorher gewusst hätte, hätte ich nie im Leben damit gerechnet, dass es sich bei dieser Geschichte um den Debütroman einer Jungautorin handelt. Die Geschichte rund um Blue ist spannend, fantasievoll, verstörend, poetisch, abwechlunsreicht und hat mich wirklch sehr überrascht.

Dies ist wirklich ein außergewöhnliches und geistreiches Buch, welches ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann!

Ich freue mich schon auf weitere Romane von Solomonica de Winter und hoffe, diese Geschichten werden genauso großartig werden! Die Autorin ist für mich eine richtig gute Neuentdeckung, von der ich mir sehr viel erhoffe!

Fazit:

Ein richtig guter Roman, der einfach einzigartig überwältigend und überraschend ist!

Es gibt Bücher die sollte man einfach lesen und „Die Geschichte von Blue“ ist genau solch ein Buch! 😉

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Rezension: “ Aschenputtel“ von Kristina Ohlsson

Der Inhalt:

Ein Zug hält an einem Bahnhof in Schweden. Eine Mutter nutzt die Chance um am Bahnsteig ein Telefonat zu führen. Sie lässt kurz ihr Kind im Zug zurück, doch dann wird sie unerwartet am Bahnsteig von einer jungen Frau aufgehalten, die ihre Hilfe benötigt. Der Zug fährt ohne Vorwarnung weiter und die Mutter bleibt am Bahnhof zurück. Voller Schrecken benachrichtigt sie den Schaffner des Zuges, der sich um das schlafende Kind kümmern soll, doch beim nächsten Halt, ist die Tochter spurlos verschwunden…

Das Ermittlerteam um Kommissar Alex Recht und Fahndungsspezialistin Fredrika Bergman wird auf den Fall angesetzt. Zunächst steht der Vater des Kindes in Verdacht, das Mädchen entführt zu haben, doch es kommt alles anders, weitere Kinder verschwinden und es zeichnet sich ein kriminelles Muster ab…

Meine Meinung:

Ich habe mir diesen Roman von Kristina Ohlsson als Leserwunsch in unserer Bibliothek gewünscht und er wurde mir erfüllt, worüber ich sehr glücklich bin, denn “ Aschenputtel“ hat mich direkt nach den ersten Zeilen in seinen Bann gezogen, es wurde eine stetige Spannung aufgebaut und ich wollte einfach weiterlesen, um zu erfahren, wie alles ausgehen würde. Dies ist der erste Roman von Kristina Ohlsson und der Auftakt ist ihr wirklich gelungen, ich freue mich schon auf weitere Werke und kann diesen spannenden Thriller wirklich ohne Bedenken weiterempfehlen.

Besonders hervorheben möchte ich den Schreibstil von der Autorin, der einen neugierig auf mehr macht und auch die Darstellung der einzelnen Charaktere der Ermittler ist sehr interessant, da man in ihren Blickwinkel eintaucht und ihre eigenen Ermittlungsmethoden und ihre Denkweise kennenlernt. Einzeln betrachtet sind die Charaktere doch sehr verschieden, aber in der Gemeinschaft harmonisieren sie sehr gut und bringen die Ermittlungen weiter.

Fazit: Ein sehr guter Debütroman von Kristina Ohlsson, der viel verspricht und dies auch hält. Es wird nie langweilig und die Spannung wird stetig aufrechterhalten. Ich freue mich auf weiter Romane der Autorin und bin gespannt, wie es mit dem Ermittlerteam weitergehen wird. Ein wirklich spannender Thriller, den ich ohne Bedenken weiterempfehlen kann !!!

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Cover:© Blanvalet

Rezension „Glennkill“ von Leonie Swann

Der Inhalt:

Der Schäfer George Glenn wird tot im irischen Gras mit einem Spaten in der Brust gefunden.

Seine Schafe sind sehr bestürzt darüber und beschließen den rätselhaften Tod von George aufzuklären.

Miss Maple, das klügste Schaf von Glennkill und der Rest der Schafsherde beginnen mit den Ermittlungen und kommen dem “ Verbrechen“ auf die Spur. Wer hat George umgebracht? und warum ragt ein Spaten aus seiner Brust?

Meine Meinung:

Ich war gespannt auf das Buch und auf die  Ermittlungsmethoden der Schafe und habe mich gefragt, wie wollen Schafe ein “ Verbrechen“ aufklären? Natürlich hatte ich auch Befürchtungen und habe gehofft, dass ich in der Geschichte nicht auf sprechende Schafe stoße, die sich ganz normal mit den Menschen unterhalten können und mit Lupe und Waffen unter der Wolle auf Verbrecherjagd gehen würden.

Aber ich konnte aufatmen und wurde nicht enttäuscht, denn “ Glennkill“ von Leonie Swann hat mich nicht enttäuscht, sondern im Gegenteil, mir hat dieser Roman sehr gut gefallen ! :-).

Besonders die Schafe haben es mir angetan und ich fand es spannend und zwischendurch auch sehr amüsant in die Gedankenwelt eines Schafes einzutauchen. Auch die unterschiedlichen Schafs- Charaktere fand ich sehr gut ausgearbeitet und obwohl Schafe Herdentiere sind, hat jedes einzelne Schaf doch besondere Fähigkeiten und Charaktermerkmale, die zusammen in der Herde, den Schafen das Überleben sichern und sie sogar dazu befähigen einen „Kriminalfall“ zu lösen.

Meine Lieblingsschafscharaktere sind: „Mopple the Whale“, ein sehr dicker und hungriger Widder, der sich aber alles merken kann und was “ Mopple“ sich einmal eingeprägt hat, das vergisst er nicht. Dann gibt es noch “ Miss Maple“, das klügste Schaf von Glennkill und möglicherweise das klügste Schaf der Welt, und auch interessant ist der Leitwidder “ Sir Ritchfield“, der zwar nicht mehr der Jüngste ist, und auch nicht mehr gut hört, und ein schlechtes Gedächtnis hat, aber dafür noch sehr gut sieht.

Wer allerdings erwartet, dass es sich bei „Glennkill“ um einen super spannenden Krimi handelt, der wird wahrscheinlich etwas enttäuscht sein, denn dies ist kein normaler Krimi sondern ein Schafskrimi und die Hauptcharaktere sind die Schafe und nicht das Verbrechen oder die Mörder. Der Schluss dieses Romanes zeigt dies sehr gut, denn es kommt alles anders als man denkt, aber mir hat dies sehr gut gefallen, denn für mich war dies mal etwas anderes !!!

Fazit:

Ich persönlich kann „Glennkill“ weiterempfehlen, allerdings sollte man sich vorab bewusst sein, dass dies kein normaler Krimi ist, sondern man taucht in die Denkweise einer Schafsherde ein, die auf ihre eigene Art und Weise einem Verbrechen auf der Spur sind. Mir hat Glennkill sehr gut gefallen und es wurde mir beim Lesen nie langweilig, da die Schafe einfach toll sind :-).

♥♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Cover: © Goldmann

Rezension “ Stimmen in der Nacht“ von Laura Brodie

Der Inhalt:

Die Fünfjährige Maggie wird Zeugin eines traumatischen Ereignisses. Eine harmlose Studendenparty endet mit einem Ausburch von Gewalt im Haus der Dozentin Emma, der Mutter von Maggie. Maggie hat das furchtbare Verbrechen mitangesehen und rennt vor lauter Verzweiflung aus dem Haus. Neun Jahre später quälen Maggie erneut furchtbare Albträume. Genau in dieser Zeit tritt eine neue Mathelehrerin in ihr Leben. Maggie wird schnell bewusst, dass irgendetwas mit dieser neuen Lehrerin nicht stimmt. Waum löst die neue Lehrerin so viel Unbehaben und Ängste in Maggie aus? und was ist damals, vor neun Jahren, wirklich geschehen, was Maggis Leben so verändert hat?

Meine Meinung:

Ich habe mich gefeut “ Stimmen in der Nacht“ von Laura Brodie zu lesen, denn ich war richtig neugierig auf die Geschichte und habe mir sehr viel Spannung erhofft. Man erfährt sehr viel über die Hauptcharaktere und taucht in deren Gefühls- und Gedankenwelt ein. Dies hat mir wirklich sehr gut gefallen und es sorgte für Abwechslung. Auch der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig und man kam schon nach einigen Sätzen gut in die Handlung ein und konnte den Geschehnissen sehr gut folgen, da dieses sehr detailgetreu geschildert wurde. Auch die Charaktere selber wirken sehr authentisch.

Die Erzählung ist in drei große Kapitel aufgeteilt: „Zeugin“, „Komplizin“, „Opfer“, die jeweils einer Person zugeordnet ist, und wo man mehr über das Leben der einzelnen Person und deren Sichtweise erfährt. Natürlich wird auch nach und nach die Tatnacht und das furchtbare Verbrechen im Hause von Emma geschildert und es kommt eine unerwartete Wende innerhalb der Geschichte, mit der man nicht unbedingt gerechnet hätte. Zwischendurch ist die Handlung sehr spannend, zwischendurch aber auch etwas langatmig, da alles sehr genau geschildert wird, und man auch über die Vorgeschichte der Charktere sehr viel erfährt, was für mich persönlich manchmal etwas zu viel ist. Die Geschichte um Maggis Lehrerin hätte man vielleicht etwas spannender gestalten können, denn es wird sehr schnell klar, welche Rolle diese spielt und wer sie wirklich  ist. Auch  am Ende hätte man vielleicht noch einige Fragen beantworten können, die offen geblieben sind.

Das Buchcover ist aus meiner Sicht sehr gut gelungen. Die verschiedenen Grüntöne harmonieren sehr gut und dass ängstliche Gesicht des kleinen Mädchens, welches im hohen Klee liegt, macht sehr neugierig auf das Buch. Man ist gespannt, was wirklich an diesem Abend im Haus geschah? und was Maggie alles gesehen und miterlebt hat.

Fazit:

Mir hat “ Stimmen in der Nacht“ von Laura Brodie  gut gefallen. Ein solider Roman, der viel Einblick in die Gedankenwelt und Gefühlswelt einzelner Personen bringt. Der Anfang war sehr spannend, dazwischen wurde es leider etwas langatmig, da einige Dinge, doch zu ausführlich beschrieben wurden sind. im Großen und Ganzen war ich sehr zufrieden und kann diesen Roman weiterempfehlen.

♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Cover: Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv)

Rezension “ 2 Leben – 1 Tod“ von Ingrid Schmitz

Der Inhalt:

Die Künstlerin Mia Magaloff aus Krefeld lernt eines Tages die demente Rentnerin  Frau Schreiber kennen, um bei Ihr zuhause einen scheinbar wertvollen Gegenstand abzuholen. Als Mia Magaloff die Messihafte Wohnung der Rentnerin betritt und mittendrin, die alte, demente Dame erblickt, wird ihr sehr schnell bewusst, dasss Frau Schreiber dringend Hilfe benötigt.

Sie findet heraus, dass Frau Schreiber einen Sohn hat, und beschließt diesen zu kontaktieren, um der alten Frau zu helfen.

Dieses Vorhaben stellt sich allerdings  schwerer als gedacht heraus, denn ihr Sohn lebt in ähnlich verwahrlotsen Zustand wie seine Mutter ,und ist mit seinen Gedanken in der “ realen“ Welt nicht wirklich ansprechbar, denn er lebt parallel in einer anderen, virtuellen Welt :Second Life.

Um der alten Frau Schreiber dennoch zu helfen, beschließt Mia Kontakt mit dem Sohn von Frau Schreiber in Second Life aufzunehmen. Sie meldet sich bei Second Life an und ihr eigenes Leben verändert sich dadurch extrem, denn bei Second Life gibt es nicht nur Avatare bzw. Menschen, die dahinter stecken, die gute Absichten verfolgen. Ein spannender Kriminalfall beginnt.

Meine persönliche Meinung:

Dies ist mein erster Roman, den ich von Ingrid Schmitz gelesen haben. Der Titel “ 2 Leben – 1 Tod“ hat mich sehr neugirig auf den Inhalt gemacht und ich war gespannt, wie man eine Geschichte um einen Kriminalfall in der realen und in der virtuellen Welt spielen lassen kann, und wie man all dies  man dies miteinader verbinden kann? Zugegebenermaßen  war ich am Anfang etwas skeptisch ob dies klappen kann, aber  im Laufe der Handlung wurde mir schnell bewusst, dass Ingrid Schmitz dies sehr gut gemeistert hat, und kontinuierlich  eine spannende Verbindung herstellen konnte.

Ebenfalls sehr  interessant für mich selber war ,in die Welt von Second Life einzutauchen, denn  ich hatte vorher  zwar schon  davon gehört, aber mich eigentlich nie wirklich damit befasst, umso interessanter war es für mich, zusammen mit der Protagonistin des Romans: Mia Magaloff, in Second Life einzutreten.

Selbst, wenn man Second Life nicht kennt, wird es einem sehr leicht gemacht, sich alles sehr gut , durch die  lebhafte Schreibweise von Ingrid Schmitz ,vorzustellen.

Fazit: Ein sehr interessanter Krimi, der die reale mit der virtuellen Welt verbindet und dabei eine spannende Geschichte erzählt !Dies wird sicherlich nicht mein letzter Roman von Ingrid Schmitz gewesen sein !!!

Hierfür vergebe ich ♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥ )

© Cover: Droste Verlag