Buchrezension: Nur ein Tag von Gayle Forman

Heute möchte ich euch gerne den Roman

Nur ein Tag“ von Gayle Forman näher vorstellen.

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Gayle Forman

Nur ein Tag

Teil 1

Roman // Paperback
Aus dem Amerikanischen von Stefanie Schäfer

Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50

ISBN: 978-3-8414-2106-7

Verlag: FISCHER FJB

Der Inhalt (Quelle: FISCHER FJB):

Allysons Leben ist genau wie ihr Koffer – überlegt, geplant und ordentlich gepackt. Doch am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Europatour lernt sie Willem kennen. Als freier, ungebundener Schauspieler ist er all das, was die 18jährige Allyson nicht ist, und als er sie einlädt, mit ihm nach Paris zu kommen, trifft sie spontan eine für sie untypische Entscheidung. Sie ändert ihren Plan und geht mit ihm. Allyson erlebt einen Tag voller Abenteuer und Romantik, Freiheit und Nähe – bis Willem am nächsten Morgen nicht mehr da ist.

Ein überwältigendes Buch über Liebe, Identität und die Zufälle des Schicksals.

Meine Meinung:

„Nur ein Tag“ ist der erste Band des Roman-Duos „NUR EIN TAG… UND EIN GANZES JAHR“ von der Bestseller-Autorin Gayle Forman.  Besonders gereizt an diesem Roman hat mich die Tatsache, dass es der erste Band eines Duos ist und der erste Teil aus der Sicht der Protagonistin Allyson erzählt wird und der zweite Band aus der Sicht ihrer großen Liebe Willem wiedergegeben wird. Man kommt eigentlich gar nicht darum herum, beide Romane zu lesen, wenn man den Ausgang der Geschichte erfahren will. Mich hat dieses Konzept neugierig gemacht und deshalb fing ich voller Vorfreude an, den ersten Teil zu lesen.

Wie bereits zuvor erwähnt, wird die Geschichte „Nur ein Tag“ aus der Sicht von Allyson erzählt.

Allyson ist ein nettes Mädchen, wird jedoch extrem von ihren Eltern in ihrer Denkens- und Lebensweise beeinflusst und lebt ihr Leben sehr planmäßig und ordentlich.

Ihr Leben scheint akribisch vorgeplant und ist nicht sonderlich aufregend. Eines Tages jedoch, macht sie mit ihrer Freundin Mel eine Europareise und lernt dort, am letzen Tag der Reise, den großartigen Willem in London kennen. Willem ist das Gegenteil von Allyson, er ist ungebunden und frei, reist durch die Welt und arbeitet zeitweise als Schauspieler und führt mit einer alternativen Theatergruppe Shakespeare-Stücke auf. Nachdem Allyson am Vortag ihrer Abreise ein exzellent aufgeführtes Theaterspektakel dieser Schauspieltruppe miterlebt hat, trifft sie am Tag ihrer Abreise durch Zufall auf Willem. Spontan lädt er sie für einen Tag nach Paris ein. Eher untypisch für Allyson, sagt sie zu und beide verbringen einen wunderschönen und aufregenden Tag in der Stadt der Liebe. Am nächsten Tag ist Willem jedoch plötzlich und ohne Vorwarnung verschwunden und lässt Allyson allein zurück in der Metropole.

Was kann an einem Tag alles passieren? Ziemlich viel, wenn man diese Geschichte liest.

In diesem Roman findet man von Liebe über Spannung und Tragödie alles wieder. Für meinen Geschmack nun etwas zu viel, aber ich fühlte mich sehr gut unterhalten, auch wenn ich zu Beginn der Geschichte überhaupt nicht mit Allyson als Charakter klar kam. Allyson hat mich zeitweise schon sehr genervt und ich konnte nicht nachvollziehen, wie man sich so naiv und unselbstständig verhalten kann. Die Figur des Willem war für mich dagegen viel interessanter, was aber auch daran liegen könnte, dass man im ersten Band von ihm gar nicht so viel erfährt, da ja die ganze Geschichte aus der Sicht von Allyson erzählt wird. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich Allyson aber weiter und verändert sich positiv und findet endlich zu sich selbst, was mich dann wieder beruhigt hat.

Das Erzähltempo war mir an einigen Leseabschnitten etwas zu schnell und der Inhalt kam mir ein bisschen unglaubwürdig herüber, da so viele Ereignisse, so schnell, im Laufe eines Tages aufeinander trafen und auf mich leider nicht real  und auch etwas übertrieben und klischeehaft wirkten.

Der Schreibstil ist hier sehr bildhaft und die Autorin hat viele Zitate von Shakespeare mit eingebaut, was mich sehr erfreut hat, da ich die Texte von Shakespeare liebe. Die Sprache ist einfach gehalten und  man konnte das Buch sehr schnell lesen und konnte schnell in die Welt von Allyson eintauchen.

Fazit: Ein schönes Jugendbuch. Trotz kleinerer Schwächen hat mich der Inhalt gut unterhalten und ich bin gespannt auf den zweiten Teil.

♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares bedanke ich mich herzlich bei

FISCHER FJB und bei LovelyBooks. Vielen Dank. 🙂

 

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Buchrezension: „Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr

Heute möchte ich euch gerne „Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr vorstellen.

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Roman

7. Auflage 2015. 519 S.: Gebunden

ISBN 978-3-406-68063-2

Von Anthony Doerr. Aus dem Englischen von Werner Löcher-Lawrence

Erschienen: 11.03.2015

Preis: 19,95 €[D]

Verlag: C.H.BECK

Der Inhalt: (Quelle: C.H.BECK)

Saint-Malo 1944: Die erblindete Marie-Laure flieht mit ihrem Vater, einem Angestellten des „Muséum National d’Histoire Naturelle“, aus dem besetzten Paris zu ihrem kauzigen Onkel in die Stadt am Meer. Verborgen in ihrem Gepäck führen sie den wahrscheinlich kostbarsten Schatz des Museums mit sich.

Werner Hausner, ein schmächtiger Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, wird wegen seiner technischen Begabung gefördert und landet auf Umwegen in einer Spezialeinheit der Wehrmacht, die die Feindsender der Widerstandskämpfer aufzuspüren versucht. Während Marie-Laures Vater von den Deutschen verschleppt und verhört wird, dringt Werners Einheit nach Saint-Malo vor, auf der Suche nach dem Sender, der die Résistance mit Daten versorgt … Hochspannend und mit einer außergewöhnlichen Sprachkunst erzählt Anthony Doerr die berührende Geschichte von Marie-Laure und Werner, deren Lebenswege sich für einen schicksalsträchtigen Augenblick kreuzen.

Meine Meinung:

Es gibt Bücher, die liest man und danach wird man den Inhalt nicht mehr so schnell vergessen. „Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr ist ein solches Buch! Den Roman habe ich schon vor einiger Zeit gelesen, doch die Geschichte hat sich so tief in mein Gedächtnis gebrannt, dass die Geschichte noch immer präsent ist. Warum hat mich das Buch so beeindruckt?

Es ist die wunderbare, fast schon märchenhafte Sprache, die eigentlich im Kontrast zum harten Inhalt steht. Die Geschichte spielt zur Zeit des zweiten Weltkrieges und erzählt werden abwechselnd, die Lebensgeschichten von zwei Jugendlichen, die unabhängig voneinander aufwachsen und grundverschieden leben.

Die erblindete Marie-Laure ist ein französisches Mädchen, das zusammen mit ihrem Vater in Paris lebt. Ihr Vater ist ein angesehener Museumsschlosser, der im berühmten „Musee d’Histoire Naturelle“ in Paris arbeitet. In seiner Freizeit fertigt er Miniatur-Wohnviertel für seine Tochter an, damit diese lernt, sich durch tasten und erfühlen, auch in der realen Welt zurecht zu finden. Während der Besetzung in Paris, fliehen Vater und Tochter nach Saint-Malo zu ihrem verschrobenen Onkel.

Die andere Lebensgeschichte, die erzählt wird, ist die Geschichte von Werner Hausner. Werner lebt in Deutschland und wächst dort, zusammen mit seiner Schwester, in einem Waisenhaus im Ruhrgebiet auf. Werner ist ein wissbegieriger Junge und schon in frühen Jahren zeigt sich sein technisches Talent. Dieses Talent bleibt von den Nazis nicht lange unentdeckt und wird gefördert, so dass Werner über Umwege, in einer Spezialeinheit der Wehrmacht landet, die die Feindsender der Widerstandskämpfer aufzuspüren versucht.

In Saint-Malo verbinden sich die Lebensgeschichten von Werner Hausner und Marie-Laure für einen kurzen Augenblick.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn man sollte das Buch schon selber lesen. Ich möchte betonen, dass sowohl Marie-Laure wie auch Werner Hausner mir im Laufe der Geschichte sehr ans Herz gewachsen sind. Beide Hauptpersonen werden sehr sanft und liebevoll umschrieben, was natürlich im Kontrast zur harten Realität des Krieges steht. Krieg ist grausam und diese gesamte Grausamkeit, der Hass und die Angst kommen auch deutlich rüber. Doch es gibt auch diese Lichtblicke in der Geschichte, die kurz aufleuchten und in Form der wunderschönen Sprache etwas Magisches an sich haben und tief berühren werden. Mich hat das Buch jedenfalls sehr beeindruckt und auch emotional berührt und ich muss gestehen, dass ich auch die ein oder andere Träne vergossen habe.

Ich kann das Buch uneingeschränkt und ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen. Man sollte dieses Buch unbedingt lesen und sich auch nicht von den 519 Seiten abschrecken lassen.

Der Roman „Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr hat den Pulitzer-Preis für Literatur gewonnen.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Buchrezension „Das geheime Prinzip der Liebe“ von Hélène Grémillon

Heute möchte ich euch „Das geheime Prinzip der Liebe“ von Hélène Grémillon näher vorstellen.

 ISBN: 978-3-455-40096-0

Orginaltitel: Le confident
Belletristik
Einband:Schutzumschlag

256 Seiten

Erscheinungsdatum:17.02.2012
Übersetzung:Claudia Steinitz
Preis: 19,99€

Der Inhalt (Quelle: Hoffman und Campe):

Paris, 1975. Camilles Mutter ist bei einem Autounfall gestorben. Unter den Beileidsschreiben findet Camille einen rätselhaften Brief von einem Unbekannten, der die Geschichte einer jungen Frau erzählt: von Annie, der großen Liebe des Verfassers. Camille glaubt an eine Verwechslung, doch in den nächsten Tagen kommen weitere Briefe. Sie erzählen von der jungen Malerin Annie und ihrer wohlhabenden Gönnerin, die
seit langem vergeblich versucht, schwanger zu werden. Aus Dankbarkeit erklärt sich Annie bereit, ein Kind für sie zu empfangen und zur Welt zu bringen. Doch was gut gemeint war, wird bald zur Quelle von Eifersucht, Misstrauen und Hass, und irgendwann ist Annie spurlos verschwunden … Camille begreift
allmählich, dass diese Geschichte aus den Briefen weit mehr mit ihr zu tun hat, als ihr lieb ist.

Meine Meinung:

Wenn man zunächst den Titel „Das geheime Prinzip der Liebe“ hört, könnte man denken, es handelt sich hierbei um eine zart besaitete Liebesgeschichte. Doch der erste Eindruck trügt! In ihrem Debütroman erzählt die französische Autorin Hélène Grémillon keinesfalls eine zuckersüße Geschichte, sondern vielmehr handelt es sich hierbei um eine Tragödie, die sich mit dem Thema Leihmutterschaft in den späten dreißiger Jahren in Frankreich beschäftigt.

Die Geschichte handelt von zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Annie ist eine junge und künstlerisch talentierte Frau, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt. Die Pariserin Madame M. hingegen, ist eine lebenserfahrene und gebildete Frau, die in wohlhabenden Kreisen verkehrt. Ungeachtet ihrer Verschiedenheit, finden die Frauen zueinander und daraus bildet sich eine tiefe Freundschaft. Die starke Verbundenheit, die beide verbindet, bringt Annie dazu, dass sie ihrer Gefährtin einen Herzenswunsch erfüllen möchte, sie möchte das Kind für Madame M. austragen. Doch der Krieg rückt immer näher und zwischen den beiden Frauen ändert sich emotional etwas – und dies auf drastische Art und Weise. –

Was einst Freundschaft war, schlägt nun in tiefen Hass um.

Geschickt verbunden wird die Geschichte durch eine weitere Erzählung, die in den 1970er Jahren spielt und von der Verlagsdirektorin Camille handelt, die um ihre verstorbene Mutter trauert. Unmittelbar nach dem Tod ihrer geliebten Mutter, werden Camille absenderlose Briefe zugestellt, wo eine fremde Person ihr die Geschichte seiner großen Liebe Annie erzählt. Camille hält dies zunächst für ein großes Missverständnis, doch allmählich begreift sie, dass die Geschichte aus den Briefen weit mehr mit ihr zu tun hat, als ihr lieb ist.

Ich muss zugeben, dass mir der Debütroman von Hélène Grémillon überaus gut gefallen hat. Besonders der ständige Perspektivwechsel der Geschichte hat mich begeistert. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Camille, dem unbekannten Absender der Briefe und Madame M. geschildert. Dadurch erhält man jeweils einen anderen Blick auf die Geschichte und nimmt ständig andere Emotionen und Denkweisen wahr. Zusätzlich wird in der Geschichte eine kontinuierlich und gute Spannung aufgebaut, die dazu führt, dass man immer weiter in die Geschichte hineingezogen wird und gar nicht darum herum kommt, das Buch auch nur eine Sekunde aus der Hand legen zu wollen. Ebenfalls darf an dieser Stelle kurz verraten werden, dass der Schluss einfach grandios ist, denn dieser war überhaupt nicht vorhersehbar, was ich an guten Geschichten sehr schätze. ♥

Die Charaktere durchlaufen zudem eine emotionale Entwicklung. Die Autorin beschreibt hier sehr realitätsnah, wie Gefühle und Menschen sich verändern und wie sich Liebe und Freundschaft entwickeln und wie aus Freundschaft, tiefer Hass werden kann. Der Schreibstil ist hier sehr authentisch und abwechslungsreich und man konnte sich gut in die Geschichte einfühlen.

Fazit:

Ein spannender und abwechslungsreicher Roman, der sich mit den emotionalen Abgründen beschäftigt und mich sehr gut unterhalten hat. Ich freue mich auf weitere, tolle Bücher von Hélène Grémillon.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Buchrezension „Die zerbrochene Rebe“ von Dagmar Tollwerth

Heute möchte ich euch „Die zerbrochene Rebe“ von Dagmar Tollwerth näher  vorstellen.

Der Inhalt ( Quelle: Klappentext):

Der junge Erntehelfer Maurice verliebt sich Hals über Kopf in Solange, die umwerfende Tochter des Weingutbesitzers. Solange lehnt sich gegen ihren strengen Vater Ernest Saint-Martin auf und geht mit Maurice nach Paris.

Maurice ist inzwischen 85 Jahre alt, als er David kennenlernt. Wie gewohnt fütterte Maurice die Enten im Museumsgarten des Louvre’s, wo David an seine Bank herantritt und sich zu ihm gesellt. David erzählt Maurice von seinen Problemen, die er mit seiner Verlobten Charlotte hat. Maurice hört sich Davids Sorgen an. Da Maurice den Wunsch hat ihm zu helfen, beginnt er gleich beim ersten Treffen von seiner Liebesgeschichte mit Solange, die bereits 65 Jahre zurückliegt, zu erzählen. Er wünscht sich, dass David aus seinen Fehlern lernt und sich somit für die Liebe entscheidet. Nach der ersten Begegnung, treffen sich die beiden Männer regelmäßig im Museumsgarten. Sie gehen eine interessante Freundschaft ein, die letzten Endes beiden zugute kommt und genau das macht das Buch faszinierend.

Meine Meinung:

„Die zerbrochene Rebe“ ist der Debütroman von Dagmar Tollwerth. Auf LovelyBooks und auf der Facebook- Seite der Autorin bin ich auf die Geschichte aufmerksam geworden.

Bereits das schön gestaltete Cover, wo sich eine junge Frau mit rötlichem Haar darauf befindet, die sehr verträumt und melancholisch wirkt, hat mir sehr gut gefallen.

Da ich wusste, dass die Geschichte zudem in meiner Lieblingsstadt Paris spielt, freute ich mich schon sehr auf die Geschichte und begann sofort mit dem Lesen. Zunächst war ich etwas irritiert, da die Sätze sehr kurz gehalten waren. Ich mag ja eher verschachtelte Sätze, aber nach eine Weile konnte ich mich mit dieser Stil-Form anfreunden und kam dann auch sehr gut in die Geschichte ein.

„Wenn Sie erlauben, dann erzähle ich Ihnen von Solange“, so beginnt die wunderbare und ergreifende Liebesgeschichte, die der alte Maurice, dem jungen David erzählt. Maurice erzählt seine Geschichte von Liebe, Leid und Fehlern und wünscht sich nichts mehr, als dass David sich für die Liebe entscheiden wird, denn Maurice machte einst einen großen Fehler, der sein ganzes Leben veränderte, doch seine große Liebe Solange konnte Er in allen den Jahren nie vergessen.

Die Autorin wählt hier so einfühlsame und melancholische Worte, die mitten ins Herz gehen und mich beim Lesen wirklich tief berührt haben. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, denn ich wollte die ganze Geschichte von Maurice und Solange erfahren und hier wurde ich auch wirklich nicht enttäuscht. Die Geschichte verströmt einen zarten Hauch von Paris, von Liebe, Sehnsucht und Verzweiflung. Sie brachte mich zum Träumen, Weinen und Hoffen – Eine wirklich tolle Kombination! Ich habe mir gewünscht, dass die Geschichte nie Enden würde, denn die Geschichte hat mich gepackt und mitgerissen und kommt dabei ganz ohne Schnickschnack aus.

Auch die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und besonders der alte Maurice ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ich konnte  die Figuren mit ihren Eigenschaften bildlich vor mir sehen.

Es gibt nur einen einzigen Kritikpunkt, den ich nennen möchte, mir war die Geschichte etwas zu kurz. Ich habe die Geschichte innerhalb von zwei Stunden ausgelesen und hätte mir hier ein paar mehr Zeilen gewünscht. Ansonsten kann ich das Buch „Die zerbrochene Rebe“ bedenkenlos weiterempfehlen, denn die Geschichte wärmt das Herz von innen, besonders zur dunklen und kalten Jahreszeit.

Eine wunderbare Geschichte mit Tiefgang, die mich sehr berührt hat! Ich möchte gerne mehr von der Dagmar Tollwerth lesen ;-).

Meine Bewertung: ♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Ein herzliches Dankeschön geht an die Autorin für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares. Vielen, vielen Dank!

Buchrezension „6 Uhr 41“ von Jean- Philippe Blondel

Heute möchte ich euch gerne “ 6 Uhr 41“ von Jean- Philippe Blondel vorstellen und ich kann euch dieses Buch wirklich nur empfehlen ;-).

Der Inhalt:

Cécile befindet sich auf dem Weg nach Hause. Nach einem ziemlich anstrengenden Wochenende bei ihren Eltern , nimmt Sie erschöpft den Frühzug nach Paris und ärgert sich darüber, dass Sie nicht schon am Vorabend abgereist ist. Nun kann Sie daran aber nichts mehr ändern und muss sich mit diesem Schicksal abfinden. Sie möchte nur noch ihre Ruhe  im Zug genießen, um sich vom katastrophalen Besuch bei ihren Eltern zu erholen und der Platz neben ihr ist zunächst auch frei, doch dann setzt sich ein Mann neben sie und Cécile erkennt ihn sofort, es handelt sich um Philippe Leduc, mit dem sie vor fast dreißig Jahren mal zusammen war.
Auch Philippe erkennt seine einstige Partnerin wieder,  doch beide schweigen sie. 

Im Inneren jedoch sieht es ganz anders aus, ihre Gedanken überkreuzen sich und längst verdrängte Erinnerungen kehren zurück. 
Was wäre gewesen, wenn? und manchmal wendet sich das Leben in eine andere Richtung als geplant…

Meine Meinung:

Ich habe bereits den Roman „Zweiundzwanzig“ von Jean- Philippe Blondel gelesen und war von dieser Geschichte und dem Schreibstil des Autors schon sehr begeistert und so war es auch mit dieser Geschichte! Ich fand mich sofort, mitten im Geschehen, dieser leisen, aber überaus spannende Geschichte wieder und kam mir wie ein stiller Beobachter vor, der in beide Köpfe schauen kann und die Gedanken zweier fremder Personen lesen kann.

Hier hat mir besonders gut gefallen, dass die  Geschichte aus der Perspektive zweier Personen erzählt wird, die sich einst so nah und dann nach einem plötzlichen Wendepunkt in ihrer Beziehung, so fern sind. Beide möchten nichts mehr miteinander zu tun haben und eigentlich haben sich beide Leben auch in eine komplett andere Richtung entwickelt, doch durch einen Zufall, sitzen plötzlich beide Personen nebeneinander im Zug und schweigen sich an. Von außen schweigen sie und kein Ton dringt über ihre Lippen hinaus, doch innerlich sieht es anders aus. Erinnerungen kehren wieder, Gefühle die einst unterdrückt und vergessen wurden, sind nun wieder da und beide beschäftigen sich gedanklich miteinander. Bei mir wurde so, durch die unterschiedlich, wechselnden Perspektiven eine gute und gleichbleibend starke Spannung erzeugt und ich habe mich gefragt, ob die beiden Protagonisten auch wirklich miteinander sprechen werden?


Der Schreibstil von Jean-Philippe Blondel war hier, wie gewohnt, locker und nah am Leben und man konnte die Geschichte wirklich sehr schnell und flüssig lesen. Ich wünsche mir mehr solcher Geschichten und spreche hier eine klare Leseempfehlung aus. Das Buch hat mir wirklich richtig gut gefallen und ich freue mich schon auf weitere Romane von Herrn Blondel ;-).

Meine Bewertung: ♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Rezension: “ Nachricht von dir“ von Guillaume Musso

Der Inhalt:

Madeleine und Jonathan stoßen am John F. Kennedy -Flughafen in New York in einem Schnellrestaurant zusammen, dabei verlieren beide ihre Handys. Sie in Paris angekommen – Er in San Francisco- merken Sie beide nun, dass sie die Handys am Flughafen vertauscht haben. Durch diesen unvorhersehbaren Zufall  und durch das Durchforsten des jeweils anderen Handys,erfahren die beiden immer mehr von einander und merken bald, dass es eine  “ dunkle“Verbindung zwischen ihnen gibt, die ihrer beider Leben verändern wird.

Meine persönliche Meinung:

Dies ist mein erster Roman, den ich von Guillaume Musso gelesen habe und ich wurde schon durch das Cover angezogen, da ich persönlich Paris sehr mag. Auf der Vorderseite des Covers sieht man eine junge Frau, die an einem Geländer steht und sehnsuchtsvoll, fast traurig auf Paris schaut. Auf der Rückseite des Covers sieht man einen jungen Mann, der ebenfalls an einem Geländer steht, aber auf die Skyline von San Francisco blickt. Auf dem ersten Blick scheint es so, dass  beide  am gleichen Geländer  stehen und auf Paris blicken , dies ist aber nicht der Fall auch deshalb finde ich das Cover sehr gelungen, da man erst im Laufe der Geschichte den Zusammenhang versteht.

Besonders schön finde ich darüber hinaus, dass am Anfang  jedes Kapitels ein passendes Zitat zu finden ist.

Die Geschichte selber hat mich vom ersten Satz an, gefesselt. Der Schreibstil von Guillaume Musso ist sehr flüssig und man möchte gar nicht  mehr aufhören zu lesen, da er es schafft eine enorme Spannung in der Geschichte aufzubauen. Zunächst erweckt die Geschichte den Eindruck , es handele sich hier um eine Liebesgeschichte, vielleicht auch weil das Cover ein wenig diesen Eindruck erweckt, dies ist aber nicht der Fall. Im Laufe der Geschichte passiert so viel, dass es zwischendurch  eher den Eindruck eines Krimis  erweckt oder auch an einigen Stellen an einen Thriller erinnert. Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich  und es gibt oft Wendungen, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hätte. Auch die Verbindung zwischen Madeleine und Jonathan ist sehr ausgefallen, es handelt sich hier nicht um eine frühere Liebe oder um ein Familiengeheimnis, sondern um etwas viel spannenderes , zum Ende der Geschichte klärt sich dies auf, und Madeleine und Jonathan geraten in große Gefahr.

Fazit: eine fesselnde und  abwechslungsreiche Geschichte, von der man von dem ersten Satz an gefesselt ist und von der Geschichte nicht mehr los kommt. Wirklich lesenswert !!!

Hierfür vergebe ich ♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Ich möchte und dem  Pendo- Verlag ( in der Piper Verlag GmbH)

-lich für die Bereitstellung dieses Romans danken, denn ich durfte bei Lovelybooks.de an einer speziellen Leserunde dafür mitmachen und gehörte zu den glücklichen Testlesern. Vielen Dank hierfür !!!

© Cover:  Pendo-Verlag

Rezension: Sarahs Schlüssel von Tatiana De Rosnay

Heute möchte ich euch folgenden Titel vorstellen:

Von der Titelrückseite des Covers (Quelle: bloomsbury-verlag):

„ Das zehnjährige jüdische Mädchen Sarah wird im Sommer 1942 in Paris von der Polizei depotiert. Nach Tagen der Angst gelingt ihr die Flucht. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als ihren kleinen Bruder zu retten, den sie zu Hause in einem Wandschrank versteckt hat. Sechzig Jahre später begibt sich die Journalistin Julia auf die Suche nach Sarah- ohne zu ahnen, wie sehr diese Suche ihr Leben verändern wird.“

Wie dieser Text schon aussagt handelt die Geschichte „ Sarahs Schlüssel“ von Tatiana De Rosnay von dem jüdischen Mädchen: Sarah, die mit ihrer Familie in Paris lebt. Im Sommer 1942 wird ihre Familie von der französischen Polizei deportiert, bis auf eine Ausnahme, die Polizisten nehmen ihren kleinen Bruder nicht mit, da sich dieser im Wandschrank versteckt und Sarah ihn hoch und heilig verspricht, ihn sobald Sie wieder nachhause kommt, zu befreien. Sie schließt ihren Bruder in den Schrank und behält den Schlüssel bei sich.

Leider Sarah wird ihren Bruder später nicht retten können, denn Sie hätte in ihren schlimmsten nicht Träumen lassen, was mit ihr und ihrer Familie passieren wird. Die Familie ,wie auch weitere jüdische Familien werden von der Polizei zusammengetrieben und zum Vélodrome d´Hiver, einer riesigen Wintersporthalle gebracht. Dort, auf engsten Raum, mussten die jüdischen Familien ausharren bis Sie dann später in ein Lager gebracht wurden, von wo aus Sie dann nach Auschschwitz in den sicheren Tod geschickt wurden. Wie durch ein Wunder gelingt Sarah die Flucht aus dem Lager, ihr einziger Gedanke ist, ihren Bruder aus dem Versteck im Schrank zu befreien …

Sechzig Jahre später schreibt die Jornalistin Julia einen Bericht über Vél d´Hiv, bei ihren Recherchen stößt Sie auf Sarah, dem kleinen jüdischen Mädchen. Sie möchte unbedingt herausfinden, was aus Sarah geworden ist. Fortan denkt Sie nur noch an Sarah und entdeckt, dass ihr eigenes Leben mit dem von Sarah mehr verbunden ist, als Sie sich vorstellen konnte.

Mehr möchte ich von „ Sarahs Schlüssel“ nicht verraten, denn ich finden, man sollte dieses Buch selber lesen um den genauen Grund herauszufinden. Im Buch selber erfährt man sehr viel über Sarah, denn es spielt einmal in der Vergangenheit, wo die Geschichte von Sarah erzählt wird, aber man erfährt auch sehr viel von Julia und ihrer Familie in der Gegenwart, da die Geschichte auch in der Gegenwart im Leben von Julia weiterspielt.

Ich kann dieses Buch zum Lesen weiterempfehlen. Es hat mich sehr nachdenklich gestimmt und ich war zwischendurch auch sehr bedrückt und auch sehr sauer als Sarahs schreckliche Geschichte geschildert wurde und Sie durch diese Erfarhungen nie wieder glücklich werden konnte. Dieses unendliche Leid das den jüdischen Familien zugefügt wurde, sollte man nicht vergessen, deshalb finde ich es wichtig, dass die Autorin dieses tiefschwarze Thema unserer Geschichte behandelt und auch an Vél d´Hiv erinnert und nicht wegschaut.

Auch hat mir gefallen, dass diese Geschichte in der Vergangenheit und in der Gegenwart spielt und man sehr viel über die Hauptcharaktere erfährt und dann merkt, dass ihr Leben doch auf eine Art und Weise verbunden ist, obwohl sich diese Personen nie begegneten.

Fazit: Ein sehr lesenwertes Buch !!!