Buchrezension: „Auf ewig dein (Time School, Band 1“ von Eva Völler

Heute möchte ich euch  gerne den Roman „Auf ewig dein
von Eva Völler näher vorstellen.

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Reihe: Time School, Band 1
Verlag: ONE

Hardcover
Junge Erwachsene (Altersempehlung: 14 Jahre)
379 SEITEN
ISBN: 978-3-8466-0048-1

Preis: 15,00€ (D)

Der Inhalt (Quelle: ONE)

Zeitreisen kann ziemlich gefährlich sein. Das weiß Anna nur zu genau, denn seit sie auf ihrer ersten Zeitreise ihr Herz an den gut aussehenden Venezianer Sebastiano verloren hat, musste sie schon so manch brenzlige Situation bestehen. Von der Gründung einer eigenen Zeitwächter-Schule hatte sie sich eigentlich ein etwas ruhigeres Leben versprochen. Aber ihre frisch rekrutierten Schüler sind ausgesprochen eigensinnig, und schon beim ersten größeren Einsatz am Hofe von Heinrich dem Achten geht alles Mögliche schief. Und dann taucht plötzlich völlig unerwarteter Besuch aus der Zukunft bei Anna auf, der ihr komplettes Leben auf den Kopf stellt …

Meine Meinung:

Vor einiger Zeit habe ich bereits die Zeitenzauber-Trilogie der Schriftstellerin Eva Völler gelesen. Damals fühlte ich mich schon sehr  gut unterhalten von den Geschichten rund um die Zeitreisenden Anna und Sebastiano.

Nun gibt es mit der neuen Reihe „Time School“ ein lang ersehntes Wiedersehen mit den sympathischen Zeitreisehelden und diesmal sind sie nicht alleine. In der Zwischenzeit haben sie ihre eigene Zeitwächter-Akademie in Venedig gegründet und bilden dort neue Schüler aus, die fortan mit Ihnen auf Zeitreise gehen werden. Die neuen Schüler haben sie auf ihren eigenen Zeitreisen in verschiedenen Epochen der Geschichte gefunden und nun leben alle im Italien der Gegenwart, was natürlich für viel Trubel sorgt, denn die neuen Schüler sind sehr eigensinnig und müssen noch sehr viel lernen.

Ein neues Abenteuer lockt Anna, Sebastiano und ihre Schüler in die Tudor-Zeit zum Hofe von Heinrich VIII . Aus der Geschichte her wissen wir, dass Heinrich VIII, einer der schillernsten Persönlichkeiten der damaligen Zeit war. Aus dem gebildeten und gut aussehenden Prinz wurde im Laufe der Zeit leider der fette, übelriechende und grausame König, der obendrein noch bekannt für seinen Frauenverschleiß war. Die Schriftstellerin hat diese Aspekte sehr gut recherchiert und detailgetreu in ihre Geschichte mit eingebaut. Ich fühlte mich als Beobachterin der Handlung sehr gut über die damalige Zeit informiert und konnte mir in meiner Fantasie alles sehr gut vorstellen. Besonders die prunkvolle Kleidung wurde hier bildlich sehr gut dargestellt.

Generell fühlte ich mich sehr gut von der Geschichte unterhalten, denn es waren viele humorvolle Szenen dabei und gerade die neuen Charaktere haben hier für viele lustige und abwechslungsreiche Momente gesorgt.
Besonders mochte ich die neuen Charaktere Fatima, die orientalische Schönheit und Ole, den Wikingersohn. Beide Charaktere sind nämlich so unterschiedlich, dass sie immer wieder aneinander geraten und dies macht den Reiz aus, denn dabei sind sie oft unbewusst so lustig und ich musste bei vielen Szenen sehr schmunzeln. Was mir leider weniger gefallen hat, war die Ausarbeitung der altbekannten Charaktere Anna und Sebastiano. Eigentlich wirkten die beiden Zeitreisenden immer sehr sympathisch auf mich, doch in dieser Geschichte haben sie von mir keine Sympathiepunkte mehr erhalten, denn besonders Anna wirkte diesmal sehr naiv und unselbstständig, dies war sehr Schade, denn eigentlich hatte ich sie mit mehr Power und Selbstwertgefühl in Erinnerung. Sebastiano wirkte oft sehr unterkühlt, was zwar gut zum Inhalt passte, ihn mir aber dadurch eher unsympathisch erschienen lies. In dieser Geschichte punkten eindeutig die Nebencharaktere, die frischen Wind in die Handlung bringen und dabei sehr gut unterhalten.

Überzeugen konnte mich hier auch wieder der sehr angenehme und fantasievolle Schreibstil von Eva Völler. Man kann das Buch sehr schnell lesen, die Sprache ist leicht verständlich und bildlich kann man sich alles sehr schön vorstellen. Es ist das ideale Buch, was man mit einem Rutsch am Wochende zu Ende lesen kann und sich dabei sehr gut unterhalten fühlt.

Auch das wunderschöne Cover konnte mich hier überzeugen, denn es ist optimal auf die Geschichte abgestimmt. Die Pastellfarben sind leicht und fantasievoll und erinnern mich an die Zeit. Generell wirkt das Cover sehr zauberhaft und wird besonders jüngere Mädels sehr ansprechen.

Fazit:

Mir hat der Auftakt der neuen Reihe „Time School“ im Großen und Ganzen gut gefallen und ich fühlte mich gut unterhalten. Die neuen Charaktere sind originell, fantasievoll und bringen eine große Prise Humor mit in die Geschichte. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und kann gerade jüngeren Menschen diese Geschichte sehr empfehlen.

Meine Bewertung:
♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares möchte ich mich herzlich beim
One Verlag und bei NetGalley bedanken.

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Paule Pinguin allein am Pol – Das passende Kinderbuch für unsere Bibliothek #Rezension

Endlich gibt es das passende Bilderbuch für unsere Bibliothek!
Unser Bibliotheksmaskottchen heißt Paule Pinguin und nun ist ganz frisch das Bilderbuch „Paule Pinguin allein am Pol“ von Jory John und Lane Smith erschienen.

Da ich das Bilderbuch schon auf verschiedenen Blogs und auf Instagram gesehen habe, war schnell klar, dieses Buch muss ich unbedingt für unsere Bibliothek kaufen. 🙂

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von Jory JohnLane Smith
übersetzt von Andreas Steinhöfel
ab 4 Jahren
ISBN: 978-3-551-51854-5
Preis: 14,99€ (D)
Verlag: Carlsen

Der Inhalt: (Quelle: Carlsen):

Paule Pinguin ist nicht zufrieden mit sich und der Welt: Ihm friert der Schnabel, es ist viel zu hell, überall liegt Schnee und er sieht aus wie alle anderen… Eine wunderbare Geschichte über einen kleinen Pinguin, der am Ende erkennt, dass es für seine schlechte Laune gar keinen Grund gibt.

Meine Meinung:

Dieses Bilderbuch ist einfach wunderbar! Auf 32 Seiten erzählen Jory John und Lane Smith die Geschichte über den kleinen, nörgeligen Pinguin Paule. Paule kann man nichts recht machen, der Schnee ist ihm zu kalt, die Sonne zu hell und auch dass sich alle Pinguine ähnlich sehen, passt ihm natürlich nicht. Doch dann begegnet Paule dem Walross, dass von der ganzen Nörgelei genervt ist und Paule zeigt, dass man die guten Seiten im Leben sehen muss und dann auch bessere Laune bekommt, da man glücklicher ist. Eigentlich behandelt das Buch ein ernstes Thema, allerdings ist dieses Thema so humorvoll und sehr charmant umgesetzt, dass man beim Lesen einfach gute Laune bekommen muss. Kinder werden beim Vorlesen der Geschichte sicherlich ebenfalls eine Menge Spaß haben werden. Die Illustrationen sind hier ebenfalls ganz zauberhaft und  es gibt eine Menge zu entdecken. Man kann sich in dieses Buch einfach nur verlieben.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

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Paule und ich haben unser neues Lieblingsbuch gefunden und werden dieses demnächst bei unserer Kinderveranstaltung „Paule macht Geschichten“ vorlesen und im Anschluss ganz viele Pinguine basteln. Wir freuen uns schon. 😉

Buchrezension: „Gegen uns könnt ihr nicht anstinken“ von Rüdiger Bertram

Heute möchte ich euch das Kinderbuch „Gegen uns könnt ihr nicht anstinken“ von Rüdiger Bertram näher vorstellen.

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Mit Illustrationen von Thorsten Saleina
Gebundenes Buch, Pappband
ISBN: 978-3-570-17338-1
Ab 8 Jahren
Die Stinktier & Co – Reihe
Preis: 10,99€ (D)
Verlag: cbj

Der Inhalt (Quelle: cbj)

An ihrem zehnten Geburtstag schlägt Zora die Augen auf und da sitzt es: Dieter, das Stinktier. Ihr Totemtier, das sie von nun an überallhin begleiten wird. Zora ist entsetzt, denn Dieter ist vorlaut, verfressen und eingebildet. Außerdem haben andere in ihrer Klasse richtig coole Tiere. Bis auf zwei. Leon und Anna, die mit Ratte Jasper und Faultier Paula zu den Außenseitern zählen. Höchste Zeit, das zu ändern, beschließt Dieter, der zwar frech, aber auch ziemlich verschmust und zudem äußerst einfallsreich sein kann, wenn es darum geht, Zora zu beschützen. Und so gründen die Freunde den »Club der doofen Tiere« und das bedeutet tierischen Spaß, bis es den anderen gewaltig stinkt.

Meine Meinung:

Gegen uns könnt ihr nicht anstinken“ ist der erste Band der Stinktier & Co-Reihe von Rüdiger Betram. Letzte Woche Freitag hatten wir hierzu einen Leseabend bei uns in der Bibliothek und die teilnehmenden Kinder waren von der lustigen Geschichte hin und weg.

Die Hauptrolle in der Geschichte spielt Zora, die ihren 10. Geburtstag entgegenfiebert. Wie alle Kinder in diesem Alter, wünscht sie sich ein cooles Geschenk wie z.B. ein eigenes Handy oder ein Haustier von ihren Eltern. Doch es kommt alles ganz anders, denn plötzlich sitzt am Morgen des Geburtstages ein Stinktier vor ihr. Mit einem Stinktier als Haustier hat Zora so gar nicht gerechnet. Als das Stinktier dann noch anfängt mit ihr zu sprechen und sich ihr mit dem Namen „Dieter“ vorstellt, ist Zora total durcheinander und versteht die Welt nicht mehr. Ihr Vater erklärt ihr schließlich, dass Dieter ihr magsicher Begleiter sei und dass diese besondere Gabe in ihrer Familie weitervererbt wird. So hat ihr Vater ebenfalls einen magischen Begleiter, es ist ein Eisbär mit dem Namen „Lasse“ und auch ihre Schwester und ihre Oma haben magische Begleiter in Form eines Zebras und einer Giraffe, die sie überall hin begleiten.
Nur ihre Mutter besitzt diese besondere Gabe nicht und kann auch keine magischen Begleiter sehen, da nur Menschen mit dieser Gabe, die anderen Begleiter sehen können.

Zora ist mit ihrem Begleiter nicht wirklich glücklich, denn Dieter ist launisch, vorlaut und verfressen und macht, was er will. Nun wird das Stinktier sie auch noch in die Schule begleiten, wo doch die anderen Kinder in der Schule  viel coolere Begleiter haben wie z.B. ein wunderschönes Einhorn oder einen trendigen Fuchs.

Plötzlich bemerkt Zora zwei weitere Kinder in ihrerer Klasse, die ebenfalls „doofe“ Begleiter haben. Dazu zählen  Leon und Anna, die als Begleiter eine Ratte und ein Faultier haben. Beide gelten als Außenseiter in der Klasse. Zora merkt aber bald, dass die beiden gar nicht so doof sind, wie erst angenommen und schon bald freundet sie sich mit ihnen an und zusammen gründen sie den „Club der doofen Tiere“. Hier erleben sie viele Abenteuer und haben eine Menge Spaß miteinander und natürlich spielt Dieter hier eine große Rolle, denn er setzt sich lautstark und manchmal „müffelnd“  und „stinkend“für seine neue Freunde ein.

Die Charaktere sind wirklich sehr lebendig beschrieben und Kinder können sich hier sehr gut in die verschiedenen Figuren hineinversetzen. Die Geschichte ist sehr lustig geschrieben und man hat eine Menge Spaß beim lesen und auch beim vorlesen. Die Lieblingsfigur bei unserem Leseabend war eindeutig Dieter, der durch seine ungehobelte und direkte Art und natürlich durch seine Stinkbomben das Herz der Kinder im Sturm erobert hat.

Am Anfang fanden die Kinder Dieter nervig, dann aber wiederum cool und so erging es ja auch Zora in der Geschichte, die mit Dieter erst richtig „warm werden“ musste. Freundschaft spielt in der Geschichte eine zentrale Rolle, denn Zora freundet sich in der Geschichte mit den beiden Außenseitern Leon und Anna an, merkt jedoch sehr bald, dass die beiden wirklich gute Freunde sind und vielleicht gar nicht so uncool sind, wie die anderen Kinder behaupten. Ihr Bild ändert sich und sie begreift, was wahre Freundschaft bedeutet und dass man seine Vorurteile beiseite legen muss, um sich eine eigene Meinung bilden zu können.

Mir hat der Leseabend wirklich sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich diese Geschichte hierfür ausgewählt habe. Die Geschichte war wirklich witzig,  sehr abwechslungsreich und hat die Kinder sehr gut unterhalten. Die Kinder hatten eine Menge Spaß gehabt und werden die Geschichte bestimmt nicht so schnell vergessen.

Ich freue mich schon auf die weiteren Bände und bin gespannt, wie es mit Dieter & Co. weitergehen wird. 😉

Fazit: Absolute Leseempfehlung. Die Geschichte um Zora und Dieter wird alle Altersklassen begeistern und gute Stimmung verbreiten.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Hier findet ihr die Bilder von unserem Leseabend. 😉

 

 

 

Buchrezension „Smoke“ von Dan Vyleta

Heute möchte ich euch gerne den Roman „Smoke“ von Dan Vyleta vorstellen.

Smoke von Dan Vyleta

Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-570-58568-9
€ 16,99 [D] inkl. MwSt.
€ 17,50 [A] |
Verlag: 
carl’s books

Der Inhalt (Quelle: carl’s books):

Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan …

Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet.

Meine Meinung:

Als ich das Buch das erste Mal in den Händen hielt und den Klappentext gelesen habe, war ich von der Zusammenfassung und vom Buchcover begeistert. Mir gefiel die Grundidee der Geschichte und ich dachte, dies ist mal etwas ganz anderes, da man das Buch auch schlecht einem Genre zuordnen kann. Das Cover hat mir von Anfang an gut gefallen, da dieses sehr düster gehalten ist und mich an das viktorianische London erinnert hat. Ich war also sehr gespannt auf den Inhalt und begann das Buch sofort zu lesen.

Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts in London. Die Welt hat sich verändert, denn alle schlechten Gedanken und Sünden werden durch Rauch für alle Menschen sichtbar gemacht. Jede Verfehlung wird sofort mit Rauch bestraft, der den Menschen aus den Körpern entweicht und sie unübersehbar brandmarkt. Die Vorstellung an ein solches Szenarium finde ich schon sehr gruselig, denn ich möchte in solch einer Welt nicht leben.

Die Hauptfiguren der Geschichte sind Thomas und Charlie, die Schüler auf einem Eliteinternat sind. Zu Beginn der Geschichte lernt man den Alltag auf diesem Internat  und die beiden Figuren ausführlich kennen. Der Anfang war für mich spannend aufgebaut und machte neugierig auf den Fortgang der Geschichte. Leider nahm diese Spannung im Laufe der Geschichte stetig ab und der Inhalt zog sich in die Länge.

Leider wurde das Buch immer langweiliger für mich, obwohl mir die Grundidee der Geschichte sehr zugesagt hat. Der Autor hat jedes kleinste Detail beschrieben und dies war an vielen Stellen für mich unnötig und baute immer mehr  Neugier ab und ich verlor leider so das Interesse an der Geschichte. Die Figuren waren wenig facettenreich und dann gab es hier noch diese schreckliche Dreiecksbeziehung, die schlichtweg unnötig war und nichts für die Geschichte getan hat.

Fazit:

Es tut mir leid, aber dieser Roman hat mir leider überhaupt nicht gefallen und ich kann hierfür einfach keine Leseempfehlung geben. Die Grundidee wirkt vielversprechend, doch die Umsetzung ist sehr enttäuschend. Die Längen ziehen sich ins Unendliche und die Geschichte ist zäh wie Kaugummi. Ich habe hier viel mehr erwartet. Lediglich der Anfang der Geschichte und das Buchcover haben mir gefallen, der Rest war eine große Enttäuschung.

Meine Bewertung:

♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares möchte ich mich ganz herzlich bei  carl’s books bedanken.

 

 

 

Buchrezension: „Der Kuss der Lüge“[Die Chroniken der Verbliebenen ; Band 1] von Mary E. Pearson

Hallo ihr Lieben,

heute stelle ich euch das neue Jugendbuch „Der Kuss der Lüge“ von Mary E. Pearson vor.

Dies ist der erste Band der Reihe: Die Chroniken der Verbliebenen.

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Übersetzt von Barbara Imgrund

Band 1 der Reihe: Die Chroniken der Verbliebenen

AUSGABE
ISBN
PREIS

Verlag: One Verlag

Der Inhalt (Quelle: One Verlag):

Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen .

Meine Meinung:

Der Kuss der Lüge ist der erste Band der neuen Reihe „Die Chroniken der Verbliebenen“ der amerikanischen Autorin Mary E. Pearson.

Ungeachtet davon, dass diese Reihe im Moment sehr gehypt wird, habe ich mich beim Lesen nicht davon beeinflussen lassen und war gespannt auf den Inhalt.

Erzählt wird die märchenhafte Geschichte rund um die 17-jährige Prinzessin Lia. Lia stammt aus dem Königshaus Morrighan und soll mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie nie zuvor gesehen hat. Dies widerstrebt der jungen Prinzessin natürlich und sie flieht zusammen mit ihrer Magd Pauline aus dem Königreich. Zuflucht finden die beiden Mädchen in einer Taverne in einer kleinen Stadt an der Küste namens Terravin. Dort arbeiten sie für ihren Lebensunterhalt und Lia blüht das erste Mal in ihrem Leben so richtig auf, denn hier wird sie nicht wie eine edle Prinzessin behandelt, sondern wie eine junge Frau, die hart für Leben kämpft. Kurz nach ihrer Ankunft kehren gleicherweise die jungen Männer Kaden und Rafe in der Taverne ein, die Lias Aufmerksamkeit auf sich lenken. Was sie nicht weiß ist, dass die beiden sie suchen. Der eine ist der Prinz, den sie heiraten soll, der andere ist ein Auftragsmörder, der sie töten soll.

Grundsätzlich ist die Idee für diese Geschichte nicht wirklich neu. Es gibt viele Märchen oder Romane, die einen ähnlichen Inhalt haben. Ungeachtet dessen, wollte ich aber mal wieder solch eine märchenhafte Geschichte lesen, die mich verzaubern sollte. Der Inhalt ist tatsächlich auch sehr märchenhaft, allerdings fehlt mir hier etwas mehr Fantasy. Hier spielt die Romantik wohl eindeutig eine größere Rolle. Natürlich verliebt sich die Protagonistin Lia in beide Männer, dies war schon von Anfang an für mich vorhersehbar und hat mich auch nicht wirklich überrascht. Generell sind einige Stellen in der Geschichte sehr vorhersehbar, ich muss aber dazu sagen, dass es mich diesmal überhaupt nicht gestört hat, denn die Geschichte ist auch trotz weniger Spannung, einfach schön zu lesen.

Der Schreibstil ist sehr bildlich und märchenhaft geschrieben und passt zu dieser Art von Geschichten. Erzählt wird die Geschichten abwechselnd aus der Sicht der Hauptcharaktere Lia, Kaden und Rafe, was zusätzlich für Abwechslung sorgt und man lernt die Charaktere dadurch besser kennen.

Besonders stark taucht man in die Gefühlswelt der Prinzessin Lia ein. Manchmal kann ich ihre Denkweise nicht so wirklich nachvollziehen, da sie etwas naiv ist, dies mag aber auch daran liegen, dass ich schon älter als 17 Jahre alt bin und dies vielleicht auch deshalb nicht immer nachvollziehen kann. Im Großen und Ganzen ist mir dieser Charakter aber ganz sympathisch. Die Charaktere von Rafe und Kaden liegen etwas im Dunklen, es werden einige Charaktereigenschaften im Verborgenen gehalten und man weiß nicht wirklich, was als nächstes passieren wird. Dies macht die Geschichte aber wiederum interessant.

Das Cover ist zudem auch sehr schön gestaltet und passt zu dieser Geschichte. Man sieht hier eine junge Frau, die wahrscheinlich Prinzessin Lia sein soll. Die junge Frau schaut auf ein Gebäude, welches von dunklen Wolken umgeben ist. Wahrscheinlich befindet sie sich gerade auf der Flucht und blickt auf ihr Elternhaus zurück, bevor sie ein neues Leben in Ungewissheit beginnen wird.

Fazit: Ein schönes und märchenhaftes Jugendbuch, was gut und schnell zu lesen ist. Hier hat es mir ein wenig an Tiefe gefehlt und einige Stellen waren für mich zu vorhersehbar. Auch ein wenig mehr Fantasy hätte der Geschichte gut getan. Ich weiß noch nicht wirklich, wohin die Reise gehen wird, ob mir die Reihe „Die Chronik der Verbliebenen“ richtig gut, oder so überhaupt nicht gefallen wird?

Ich bin gespannt auf die weiteren Bände und hoffe, dass sich der Verlauf der Geschichte steigern wird.

Meine Bewertung:

♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag One und bei NetGalley bedanken.

 

 

Buchrezension „Saures – Rezepte für Pickles, Kimchi, Fermentiertes und mehr“ von Freddie Janssen

Heute möchte ich euch gerne das Kochbuch „Saures – Rezepte für Pickles, Kimchi, Fermentiertes und mehr“ von Freddie Janssen vorstellen.

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ISBN: 978-3-03800-947-4
Einband: Gebunden
Umfang: 144 Seiten
Format: 19 cm x 23 cm
Verlag: AT Verlag
20,00 € //23.90 CHF

Der Inhalt (Quelle: AT Verlag):

Einlegen und Fermentieren auf frische, innovative und unkomplizierte Art. Freddie Janssen, ein erklärter Foodie und Fan von allem, was sauer eingelegt ist, präsentiert über 60 Rezepte für pikante, saure und würzige Leckereien, die jeder Mahlzeit den ultimativen Kick geben. Von schnellen »Quickles« – Quick Pickles, die schon nach wenigen Stunden genussbereit sind – bis zu klassisch milchsauer eingelegtem, also fermentiertem Gemüse, für das man sich einige Monate gedulden muss. Bekanntes wie Sauerkraut, Ketchup oder das aktuell angesagte Kimchi erhalten hausgemacht ihre ganz besondere Note. Und Experimentierfreudige punkten mit aussergewöhnlichen Spezialitäten wie mexikanisch angehauchten Chipotle-Eiern, eingelegter Szechuan-Wassermelone, köstlichen Wasabi- Beten oder einem süffigen Pickletini als Aperitif.

Meine Meinung:

Sauer macht lustig und glücklich! Ich liebe Kimchi und Co. und finde es richtig gut, dass es nun ein originelles Kochbuch zu dem Thema gibt. Freddie Janssen präsentiert in ihrem Kochbuch „Saures – Rezepte für Pickles, Kimchi, Fermentiertes und mehr“ über 60 Rezepte für sauer-eingelegte Leckereien. Die Rezepte sind spritzig und einfallsreich und zeugen von hoher Kreativität. Man merkt hier, dass die Autorin ihr ganzes Herzblut in die Rezepte mit einfließen lassen hat und Fachfrau auf dem Gebiet ist. Neben angesagten Rezepten für Kimchi, Sauerkraut oder Mexikanischen Mini-Cornichons findet man hier zusätzlich auch Rezepte, die man sonst nicht kennt wie z.B. eingelegte Szechuan-Wassermelone, Rosmarin-Pflaumen-Pickles oder Sandwich mit grünen Tomaten, Senf und Schweinebauch und auch Getränke.

Die Rezepte sind klar strukturiert und gut beschrieben. Einige Zutaten sind jedoch nicht im einfachen Supermarkt zu bekommen wie z.B.  Gochugaru oder Chipotle-Chilis in Adobo-Sauce aus der Dose. Hier sollte man sich schon im Vorfeld alle Zutaten in speziellen Shops oder von Märkten besorgen, sonst kann man die Rezepte nicht mal eben schnell nachmachen.

Die zahlreichen Illustrationen schaffen eine lockere Atmosphäre und auch die wunderschönen Fotos machen Lust darauf, die Rezepte sofort ausprobieren zu wollen.

Das Buchcover kommt sehr schlicht, aber gleichzeitig sehr elegant und trendy daher. Das Cover ist in mattschwarz gehalten und in der Mitte befindet sich eine glänzend-grüne Gurke. Sehr minimalistisch, aber auf das Wesentliche konzentriert, was mir persönlich sehr gefällt.

Fazit: Ein wunderbar originelles Kochbuch, wo sich viele Rezepte auch als kleine Geschenke und Mitbringsel für Familie, Freunde und Lieblingsmenschen eignen.

„Saures – Rezepte für Pickles, Kimchi, Fermentiertes und mehr“ von Freddie Janssen ist mein neues Lieblingskochbuch, lediglich für einige schwer zu bekommende Lebensmittel bei den Rezepten gibt es einen kleinen Punktabzug. Ansonsten sollte man die Rezepte unbedingt mal ausprobieren, es wird sich lohnen. 😉

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares bedanke ich mich ganz herzlich beim AT  Verlag und bei Vorablesen. Vielen Dank. ❤

 

 

 

Buchrezension: „Mister Lugosi und die verschwundenen Kinder – Eine unheimliche Weihnachtsgeschichte“ von Frank M. Reifenberg

Weihnachten ist zwar schon vorbei, aber nichtdestotrotz möchte ich euch heute gerne „Mister Lugosi und die verschwundenen Kinder – Eine unheimliche Weihnachtsgeschichte“ vorstellen.

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Frank M. Reifenberg, Monika Parciak
Ab 10 Jahre
240 Seiten
ISBN: 978-3-522-18439-7
Preis:
12,99€
Erscheinungstermin:
03.10.2016
Verlag: Thinemann-Esslinger 

Der Inhalt (Quelle: Thinemann – Esslinger)

Als Jeremias W. Pepperfield das Antiquitätengeschäft des unheimlichen Mister Lugosi betritt, staunt er nicht schlecht. Denn Mister Lugosi hat gerade den größten Adventskalender aller Zeiten geliefert bekommen. Und jetzt soll ausgerechnet er, Pepper, in den Kalender klettern, um dessen Geheimnis zu lüften. Doch kein Duft nach Zimt, Vanille oder gebrannten Mandeln liegt in der Luft, sondern ein seltsamer Geruch nach fauligen Kartoffeln. Knarrend öffnet sich das erste Türchen – und zieht Jeremias in eine Welt voller Gefahren und Geheimnisse, aus der es vielleicht keine Rückkehr gibt.

Meine Meinung:

Unheimliche Geschichten ziehen mich seit eh und je in ihren Bann und unheimliche Kinderbücher üben ebenfalls einen gewissen Reiz auf mich aus, da ich immer auf der Suche nach spannenden Büchern für unsere Leseabende für Kinder in der Bibliothek bin.

„Mister Lugosi und die verschwundenen Kinder“ von Frank M. Reifenberg ist solch ein Roman, den man sehr gut als Leseabend vorbereiten kann, da der Inhalt spannend, etwas schaurig, aber gleichzeitig auch herzerwärmend ist, da es den Sinn von Weihnachten sehr schön aufgreift.

Im Mittelpunkt der Handlung steht ein lebensgroßer Adventskalender, der einen modrigen Gestank nach verfaulten Kartoffeln verströmt, aber trotzdem seit eh und je eine besondere Faszination auf die Menschheit und besonders auf die Kinder ausübt.

Dieser einzigartige Adventskalender taucht eines Tages im Antiquitätengeschäft von Mister Lugosi auf und wartet auf Jeremias W. Pepperfield, der von allen Pepper genannt wird.

Peppers Schwester Angelina verschwand vor  6 Jahren auf einer Konzertreise auf mysteriöse Art und Weise und die Familie erhielt seitdem nie wieder ein Lebenszeichen von ihr.  Peppers Mutter hat diesen Verlust nie wirklich verkraftet und wird aus diesem Grund in einem Sanatorim  behandelt. Auch Pepper vermisst seine Schwester schmerzlich, aber als Mister Lugosi ihm zu verstehen gibt, dass er seine Schwester retten kann, indem er dem Adventskalender betritt, zögert er nicht lange und begibt sich auf sein größtes Abenteuer.

Die Geschichte ist aufregend  und die Spannung ist  von der ersten Seite an greifbar. Auch wenn der Inhalt gruselig und mystisch ist, kommt das Gefühl von Weihnachten sehr gut herüber und verströmt eine gewisse Herzenswärme.

Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und man kann sich diese bildlich sehr gut vorstellen. Mister Lugosi wirkt am Anfang sehr unheimlich und undurchsichtig, doch im Lauf der Geschichte klärt sich dieses Verhalten auf.

Pepper ist ein lebhafter und neugieriger Junge mit einem großem Herzen, der seine Träume nicht aufgibt und seine Schwester wiederfinden möchte. Die Macht der Wünsche spielt hier eine zentrale Rolle und es ist schön, dass das Buch dies den Lesern auch vermittelt.

Es handelt sich hierbei um ein Kinderbuch für Kinder ab 10 Jahren, doch kann dieses Buch auch sehr gut von Erwachsenen gelesen werden. Wenn man die Filme von Tim Burton mag, dann wird man dieses Buch garantiert lieben.

„Mister Lugosi und die verschwundenen Kinder“ ist eine fantasievolle und gruselige Geschichte, die in eine andere Welt entführt und dabei das warme und wohlige Gefühl und den Sinn von Weihnachten vermittelt. Hier steht die Familie, die Freundschaft und die Macht der Wünsche im Vordergrund. Eine besondere Geschichte, die man nicht nur wunderbar in der Weihnachtszeit lesen kann.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares möchte ich mich herzlich beim Verlag Thinemann-Esslinger und bei netgalley bedanken. ♥