Buchrezension „Mein Blaubeersommer: Rezepte zum Verlieben“

Heute möchte ich euch gerne das Kochbuch „Mein Blaubeersommer: Rezepte zum Verlieben“ näher vorstellen.

 Gebundenes Buch, Pappband, 80 Seiten, 19,0 x 24,0 cm
durchgehend Farbfotos
ISBN: 978-3-572-08190-5
€ 12,99 [D]

Fotografie: Karl Newedel und Mariola Boensch

Verlag: Bassermann Inspiration

Der Inhalt (Quelle: Bassermann Inspiration):

Naschvergnügen aus dem Wald

„Schicken Sie uns Ihr Blaubeer-Lieblingsrezept!“ Dieser Aufforderung folgten viele Leser des Bestsellerromans „Der Sommer der Blaubeeren“ – und daraus entstand dieses Buch. Tauchen Sie ein in die große Vielfalt dieser tiefblauen Frucht. Genießen Sie dieses wunderbare Aroma in süßen und pikanten Speisen.

Meine Meinung:

Letztes Jahr habe ich den wunderbaren Roman „Der Sommer der Blaubeeren“ von Mary Simses gelesen und mir hat die locker, leichte Geschichte gut gefallen. In dieser Liebesgeschichte spielen Blaubeeren eine zentrale Rolle und bereits damals habe ich mich über das Blaubeer-Muffin-Rezept gefreut, welches auf der vorderen und hinteren Klappe des Buches zu finden war. Ich fand die Idee einfach toll und freue mich nun umso mehr, dass mit „Mein Blaubeersommer: Rezepte zum Verlieben“ das passende Back- und Kochbuch auf dem Buchmarkt erschienen ist.

Das Besondere an diesem Buch ist, dass die Rezepte von den Lesern des Romanes „Mein Blaubeersommer“ stammen. Hierzu gab es eine große Marketingkampagne, wo die Leser dem Verlag ihre Lieblingsrezepte mit Blaubeeren senden konnten und daraus entstand nun dieses besondere Back- und Kochbuch.

CIMG5947 Auf 80 Seiten findet man hier 33 abwechslungsreiche Rezepte mit Blaubeeren. Von süß bis herzhaft ist alles dabei, wobei ich hier erwähnen muss, dass die süßen Speisen überwiegen.

Hier eine Übersicht der Rezepte:

Joghurt-Blaubeer-Fischlis, Schokoladen-Blaubeeraufstrich, Joghurt-Blaubeer-Torte, Buchweizen-Beeren-Pfannkuchen, Kleine Eis-Gugelhupfe, Blaubeer-Crumble, Lavendel-Käsesahne-Torte, Blaubeer-Tiramisu im Glas, Sekt-Cocktail, Blaubeer-Gewürzkuchen, Schnelle Quarkspeise, Blaubeer-Cupcakes, Vielschichtentorte, erfrischender Blaubeer-Smoothie, Ananas-Blaubeer-Pie, Blitztorte „Heidelbeerparadies“, Käsekuchen mit Rum, Schokoladen-Blaubeer-Tarte, Kerniger Nuss-Blaubeerquark mit Leinöl, Eissandwich“Sommerliebe“, Blaubeerahmkuchen, Glutenfreie Blaubeer-Kokos-Küchlein, Grießauflauf „Vanielle-Blaubeer“, Blaubeer-Cheesecake aus dem Kühlschrank, Amaretto-Mascarponecreme, Blaubeergratin mit Baiserhaube, Blaubeerkaltschale, Limetten-Kokos-Quark mit Blaubeeren, Blaubeermarmelade, Blaubeer-Chutney, Feldsalat mit Tomate und Blaubeeren, Blaubeer-Minz-Salat, Blaubeermarinade für Grillfleisch.

Zudem findet man zu fast allen Rezepten das passende Foto. Dies finde ich bei Koch- und Backbüchern immer von Vorteil, denn so erhält man schon mal einen ersten Eindruck davon, wie das Gericht aussehen könnte und vor allen Dingen bekommt man Lust darauf, die Rezepte nachkochen bzw. nachbacken zu wollen.

CIMG5953CIMG5957CIMG5954 Die Rezepte und die Aufmachung des Buches gefallen mir außerordentlich gut. Desweiteren werden die Rezepte einfach und eingehend erklärt, so dass man direkt mit dem Backen und Kochen loslegen kann.

Auf den letzten Seiten findet man zudem noch ein Rezeptregister und ein Alphabetisches Register, welches das Buch vervollständigen.

Dennoch gibt es zwei Kritikpunkte, die ich kurz ansprechen möchte. Der erste Kritikpunkt wäre, dass bei den Rezepten keine Kalorienangaben aufgeführt werden. Mir ist bewusst, dass die Rezepte von Privatpersonen stammen, allerdings hätte ich mir hier gewünscht, dass diese Angaben nachträglich ergänzt worden wären, damit man hier schon einmal einen Überblick darüber erhält, wie viele Kalorien man zu sich nimmt.

Desweiteren hätte ich mir noch ein paar mehr herzhafte Rezepte gewünscht.

Letztendlich hat mich “ Mein Blaubeersommer: Rezepte zum Verlieben“ durch die persönlichen Rezepte der Leser und die auffallend schönen und großformatigen Illustrationen überzeugen können. Ein schönes Koch- und Backbuch von Lesern für Lesern und diese Idee hat mir ganz besonders gut gefallen! 😉

Meine Bewertung:

♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Hier findet Ihr noch einmal meine Buchrezension zu „Der Sommer der Blaubeeren“ 😉

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag:

Bassermann Inspiration bedanken!

Buchrezension „Vegetarisch kochen: Saisonal, gesund und lecker“

Heute möchte ich euch das Kochbuch „Vegetarisch kochen: Saisonal, gesund und lecker“ gerne vorstellen.

ISBN: 978-3-86336-050-4

Autorin: Kathi Dittrich

Fotograf: Christian Hacker

1. Auflage 2015

176 Seiten | Hardcover | Preis: 19,90€

Verlag: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen 

Der Inhalt (Quelle: Verbraucherzentrale NRW):

Wer sich gesund und fleischlos ernähren möchte, dem liefert „Vegetarisch kochen“ über 100 abwechslungsreiche Rezepte für jede Jahreszeit. Dabei zeigt sich: Kreatives Kochen, Schnelligkeit und regionale Zutaten müssen sich nicht ausschließen. Alle Rezepte aus »Vegetarisch Kochen« sind familienerprobt, von den Ernährungsexperten der Verbraucherzentrale empfohlen und vielseitig: Zu jeder Jahreszeit gibt es Suppen, Salate, Hauptspeisen – herzhaft oder süß – und Geschenke aus der Küche.

Meine Meinung:

Gesunde und ausgewogene Ernährung ist sehr wichtig, denn nur wer sich gesund ernährt unterstützt das Immunsystem und beugt Krankheiten vor. Besonders die vegetarische Ernährung bietet viele Vorteile für die Gesundheit und die Umwelt.

Ich bin selbst zwar keine Vegetarierin, ernähre mich aber gesund und ausgewogen und bin immer auf der Suche nach interessanten und ausgefallenen Rezepten, die ohne Fleisch auskommen. Mit „Vegetarisch kochen: Saisonal, gesund und lecker“ von  Kathi Dittrich, hat die Verbraucherzentrale NRW nun ein neues Kochbuch herausgebracht, welches mich sehr neugierig auf den Inhalt und ganz gewiss auf die Rezepte gemacht hat.

Bereits das Buchcover vermittelt einen gesunden Eindruck, denn im Mittelpunkt steht hier einzig allein, die rote Beete!

Vegetarisch kochen

Das Cover kommt hier ganz ohne weiteres Beiwerk und Firlefanz aus und beschränkt sich substanziell auf das Wesentliche.

Alle Gerichte in diesem Buch wurden zudem nicht künstlich bearbeitet, wodurch die Bilder sehr natürlich und nicht imitiert wirken. Die wundervollen großformatigen Fotos machen sofort Lust darauf, die Rezepte nachkochen zu wollen.

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Das Buch wurde obendrein auf 100% Recyclingpapier gedruckt, was hervorragend zum Gesamtkonzept des Buches passt, welches einen natürlichen, gesunden und umweltfreundlichen Eindruck vermitteln möchte.

Zu Beginn des Buches gibt es eine kurze Einführung, wo die vegetarische Ernährung komprimiert dargestellt wird. Besonders interessant fand ich hier die Gegenüberstellung der fünf Gruppen von Vegetariern: Flexitarier, Ovo-Lakto-Vegetarier, Lakto-Vegetarier, Ovo-Vegetarier und Veganern und die Auflistung der Nährstoffe, worauf Veganer besonders achten sollen. Anschließend werden die Grundlagen und Säulen der vegetarischen Ernährung erklärt und wie man diese, ganz leicht, in die Praxis umsetzen kann. Darauf folgend, erhält man Informationen über Nährwerte, Zutaten und Maßeinheiten, wo die verschiedenen Angaben der Rezepte näher erläutert werden und man findet einen saisonalen Kalender, der eine Übersicht darüber gibt, in welchem Monat es welche heimischen Obst- und Gemüsesorten gibt.

Danach folgen die Rezepte, die jeweils für 4 Personen ausgerichtet sind und nach den vier Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter aufgeteilt sind. Die Rezepte wirken auf den ersten Blick einfach und unkompliziert und sind auch für Kochanfänger geeignet. Man kann eigentlich direkt mit dem kochen loslegen, wenn man dies möchte :-).

Die Rezepte sind abwechslungsreich und auf die jeweilige Saison abgestimmt. Von Suppen, Salaten, Hauptgerichten und Desserts findet man hier alles, was das vegetarische und vegane Herz (Es gibt hier über 30 Rezepte für Veganer) erfreut. Zu zahlreichen Rezepten gibt es zudem Tipps, wie man die Rezepte variieren kann. Diese Tipps finde ich sehr praktisch und es zeigt, dass man die Rezepte nach eigenem Geschmack umgestalten und immer neue Kreationen erschaffen kann.

Neben den vielen und positiven Eindrücken, die ich über dieses Kochbuch gesammelt habe, gibt es jedoch auch einige Punkte, die mir weniger gut gefallen haben. So gibt es für über die Hälfte der Rezepte keine Fotos, wo die Rezepte dargestellt werden und dies finde ich bei Kochbüchern immer ein wenig schade, denn durch die Bilder bekommt man erst so richtig Lust darauf, die jeweiligen Gerichte nachkochen zu wollen. Zugegeben finde ich die Fotos in diesem Buch äußerst gelungen, allerdings hätten es hiervon ruhig mehr sein können.

Ein weiterer Kritikpunkt, den ich erwähnen möchte ist, dass mir bei den Rezepten ein wenig die Raffinesse und das gewisse Etwas gefehlt hat. Es hätte mich gefreut, wenn man hier zusätzlich auch ein paar außergewöhnliche Rezepte, die vielleicht auch eher in die „gehobene Küche“ gehen würden, gefunden hätte. Mit einfachen Mitteln und tollen Zutaten, kann man hier ebenfalls außergewöhnliche Gerichte zaubern.

Letztendlich hat mir das Kochbuch „Vegetarisch kochen: Saisonal, gesund und lecker“ aber durch das natürliche Gesamtkonzept sehr gut gefallen und die Gerichte sind für die Alltägliche Küche bestens geeignet.

Meine Bewertung:

♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Für die Bereitstellung eines Rezensionsexmeplares möchte ich mich ganz herzlich bei

der Verbraucherzentrale NRW und bei Blogg dein Buch bedanken! Vielen Dank! ♥

Buchrezension „Sechs Jahre – Der Abschied von meiner Schwester“ von Charlotte Link

Heute möchte ich euch gerne meine Leseeindrücke zu

Sechs Jahre – Der Abschied von meiner Schwester“ von Charlotte Link mitteilen.

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 320 Seiten,12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-7645-0521-9
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,50 * (* empf. VK-Preis)

Verlag: Blanvalet

Der Inhalt ( Quelle: Blanvalet):

Auf eindringliche Weise berichtet Bestsellerautorin Charlotte Link von der Krankheit und dem Sterben ihrer Schwester Franziska. Es ist nicht nur das persönlichste Werk der Schriftstellerin, voller Einblicke in ihr eigenes Leben, sondern auch die berührende Schilderung der jahrelang ständig präsenten Angst, einen über alles geliebten Menschen verlieren zu müssen. Charlotte Link beschreibt den Klinikalltag in Deutschland, dem sich Krebspatienten und mit ihnen ihre Angehörigen ausgesetzt sehen, das Zusammentreffen mit großartigen, engagierten Ärzten, aber auch mit solchen, deren Verhalten schaudern lässt und Angst macht. Und sie plädiert dafür, die Hoffnung nie aufzugeben – denn nur sie verleiht die Kraft zu kämpfen.

Ein subtiles, anrührendes Plädoyer für mehr Menschlichkeit. Ein Buch, das Kraft gibt, nicht aufzugeben und um das Leben zu kämpfen.

Meine Meinung:

Die erfolgreiche Bestsellerautorin Charlotte Link berichtet in ihrem neuen Werk „Sechs Jahre – Der Abschied von meiner Schwester“ von der Krankheit und den Leidensweg ihrer geliebten Schwester Franziska. In diesem persönlichen Werk berichtet die Autorin über die Erfahrungen mit der Diagnose Lymphdrüsenkrebs, an dem ihre Schwester mit 23 Jahren erkrankt. Die Behandlung mit Chemotherapien und Bestrahlungen heilen zunächst die Krankheit, doch was niemand weiß, die Strahlentherapie wird 17 Jahre später ein Folgekarzinom auslösen und Franziska wird daran sterben.

Es war für mich zunächst nicht leicht, dieses Buch zu lesen. Aus persönlicher und sehr schmerzhafter Erfahrung kenne ich den Leidensweg eines Krebspatienten und weiß, was die Familie hier durchmacht. Mein Vater ist vor 4 Jahren an Lungenkrebs erkrankt und ein halbes Jahr später daran gestorben. Die Diagnose war für unsere Familie und mich ein Schock und es war ein sehr schwerer und leidvoller Weg, den wir zusammen gehen mussten.

Schließlich habe mich doch dafür entschieden, dieses Buch zu lesen, da ich erfahren wollte wie Charlotte Link und ihre Familie mit diesen Schicksalsschlägen umgegangen sind und wie sie, die Therapie bzw. den Umgang mit den Patienten und Angehörigen in den Kliniken und Arztpraxen, erlebt haben.

Schon nach lesen der ersten Seiten, hatte ich hier das Gefühl, dass es mir mit den Erfahrungen, die wir vor vier Jahren mit der Krankheit meines Vaters gemacht haben, nicht alleine so geht. Die Autorin schildert hier sehr deutlich, ihre sowohl guten wie auch schlechten Erfahrungen, die sie und ihre Familie mit den Ärzten,Kliniken und mit den unterschiedlichen Therapievarianten gemacht haben. Ebenfalls schildert die Autorin, mit welch geringen Mitgefühl schwer kranke Menschen und ihre Angehörigen, in einigen Arztpraxen und Krankenhäusern behandelt werden und berichtet von ihren sehr persönlichen Erfahrungen, Gefühlen und der ständigen Angst, die man als Angehöriger erlebt.

Alles Erlebte und die persönlichen Erfahrungen werden hier sehr detailliert wiedergegeben und ich konnte mich in zahlreichen Zeilen wiederfinden. Zusätzlich möchte dieses Buch aber auch Mut machen und plädiert dafür, die Hoffnung nie aufzugeben, denn nur mit der Hoffnung im Herzen, erhält man die Kraft zu kämpfen. Neben dem Versuch der persönlichen Aufarbeitung und anderen mit dieser Geschichte zu helfen, geht es der Autorin darum, an ihre liebe Schwester Franziska zu erinnern und dies ist ihr hier, zweifelsohne,gelungen.

Fazit:

Eine Geschichte voller Hoffnung, Verzweiflung und Rückschläge und ein langsamer Abschied von der geliebten Schwester. Das Buch hat mich wirklich sehr berührt!

Meine Bewertung:

♥♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Ganz herzlich möchte ich mich für die Bereitstellung eines Leseexemplares beim Verlag Blanvalet bedanken!

Buchrezension „Wenn die Kuckuck zweimal klingelt“ von Katja K.

Heute möchte ich euch das Sachbuch

Wenn die Kuckuck zweimal klingelt – Kurioses aus dem Leben einer Gerichtsvollzieherin

von Katja K. vorstellen.

ISBN 978-3-95649-068

256 Seiten
9,99 EUR [D] 10,30 EUR [AT] 14,90 sFr [CH]
ISBN eBook 978-3-95649-372-0 9,99 EUR [D]

Der Inhalt: ( Quelle: MIRA Taschenbuch)

Besser als jede Reality-Show: die Memoiren der Gerichtsvollzieherin! Wenn die Kuckuck zweimal klingelt, stecken sie bereits tief in ihren persönlichen Finanzkrisen: der hochverschuldete Promi-Fußballer, die spielsüchtige Baronesse, die Puff-Mutter, die schrille Operndiva und der Spinnenmann … sogar Tote tauchen wieder auf! Tränen, Gezeter und sogar körperliche Attacken sind ebenso vorprogrammiert wie gnadenlos Witziges, Skurriles und haarsträubend Schrilles.

Meine Meinung:

Bereits das ziemlich knallige Cover, welches in einem leuchtenden Pinkton gehalten ist, schreit förmlich „lies mich!“

Auf dem Cover befindet sich eine riesige Kuckucksuhr und davor ein heranfliegender Kuckuck mit einer braunen Aktentasche, der an die Tür klopft und darauf wartet, dass man ihm die Tür öffnet. Meiner Meinung nach ist hier das Cover sehr gut gewählt, denn es ist humorvoll, auffällig und passt zum Titel des Buches „Wenn die Kuckuck zweimal klingelt – Kurioses aus dem Leben einer Gerichtsvollzieherin“. Als LeserIn weiß ich hier direkt, es handelt sich um ein erzählendes Sachbuch mit einer Prise Humor!

Auf 256 Seiten berichtet die Herausgeberin in verschiedenen Kurzgeschichten über den Arbeitsalltag von Kaja K. (ein Pseudonym), die als Gerichtsvollzieherin arbeitet. Katja K. trifft tagtäglich auf Menschen jeden Alters, jeden Einkommens und jeden Temperamentes, doch eines haben alle gemeinsam, Sie schulden Jemanden Geld und müssen früher oder später der Gerichtsvollzieherin die Tür öffnen.

Ehrlich gesagt, habe ich mir den Arbeitsalltag einer Gerichtsvollzieherin immer als grau und trostlos vorgestellt und eigentlich ist es auch kein schöner Job, bei anderen Menschen Dinge zu pfänden und Geld einzutreiben. Auch dachte ich immer, es gäbe hier keine Abwechslung, man wird nur angeschrien oder trifft auf trostlose Gestalten…

Dies war meine Meinung bevor ich dieses Buch gelesen habe und ich wurde eines Bessern belehrt.

Die Geschichten waren sehr kurzweilig und auch gar nicht so grau, wie ich zuvor vermutet habe. Ich musste sehr oft auch schmunzeln oder sogar auch lachen und habe an manchen Stellen auch einfach nur den Kopf geschüttelt, da ich einfach nicht glauben konnte, dass dies wirklich so passiert sein sollte oder könnt ihr euch Beispielsweise eine Gerichtsvollzieherin auf einer Filmpremiere oder in einer Wohnung vorstellen, wo die Atmosphäre eines Jungles herrscht, mit echten Pflanzen und herumlaufenden Tieren ( Spinnen, Papageien etc.) ?!

Für mich war dies neu und ich hätte nie gedacht, dass man so viele kleine Abenteuer als Gerichtsvollzieherin erleben kann! Katja K. hat mir bewusst gemacht, dass es auch in unangenehmen Situationen auch was zu lachen gibt.

Natürlich ist der Arbeitsalltag einer Gerichtsvollzieherin nicht immer lustig, doch dieses Buch zeigt den Beruf mal von einer ganz anderen Seite und es hat mir daher sehr viel Spaß gemacht, dass Buch zu lesen, denn es war sehr unterhaltsam, kurzweilig und flüssig zu lesen.

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Ich möchte mich ganz herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares bei MIRA Taschenbuch bedanken!

Buchrezension: „myboshi 4 Seasons: Das neue Boshiversum – Strick- und Häkel- Chic fürs ganze Jahr“

Der Inhalt:

Endlich gibt es ein neues Buch von Thomas Jaenisch und Felix Rohland aus dem Boshiversum. Wer kennt die Marke „myboshi“ nicht?! Längst sind die bunten Häkelmützen zum Trend geworden und auch in ihren neuen Werk „ myboshi 4 Seasons – Das neue Boshiversum“ widmen sich die beiden Autoren der individuellen Mode mit Kultcharakter und diesmal gibt es neue Idee, Designs und Muster für das ganze Jahr. Nicht nur Fans der Kultmarke, sondern auch Neueinsteiger können dank der einfachen und komplett überarbeiteten Häkel- und Strickanleitungen im Buch und der praktischen Online- Anleitungsvideos, die per QR-CODE abrufbar sind, ihre eigenen myboshi- Kreationen fertigen und mit den beiligenden Labels versehen. Neben den kultigen Mützen findet man Anleitungen zu weiteren tollen Häkelideen wie z.B. modische Schals und Loops, Kuschel- und Babyschuhe, Kissen und viele weitere Accessoires, die man selber machen kann. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und mit ein wenig Übung kann man schnell seine eigene Mütze oder ein tolles Geschenk fertigen.

Ein Muss für alle Häkelfans und Neueinsteiger, die das Boshiversum entdecken möchten.

 

Meine Meinung:

Ich bin eigentlich nicht so der Handarbeitstyp. Nicht, weil ich selbstgehäkelte Dinge langweilig finde, sondern weil ich früher davon ausgegangen bin, dass mir hier einfach schlicht und weg das Talent dazu fehlt. Seit ich allerdings von der Marke „myboshi“ gehört habe, hat sich das geändert. Die trendigen bunten Mützen sind mir schon früh ins Auge gefallen und ich fand diese selbstgehäkelten Mützen einfach cool und habe mich gefragt, ob ich es vielleicht doch mit dem Häkeln oder Stricken hinkriegen würde? Also habe ich das Buch „myboshi 4 Seasons: Das neue Boshiversum“ mal näher unter die Lupe genommen und ich muss sagen, ich würde es mir jetzt wirklich zutrauen. Bereits der Einstieg wird hier sehr gut für Einsteiger erklärt, so findet man am Anfang des Buches beispielsweise eine sehr verständliche und einfach gehaltene Erklärung wie man die Anleitungen im Buch richtig liest. Besonders gut hat mir übrigens gefallen, dass hier nur höchstens drei Abkürzungen vewendet werden, die man sich gut merken kann. Nach dem Durchlesen der Anleitung kann man auch schon mit dem Häkeln loslegen und wenn es hier mal Schwierigkeiten gibt, dann kann mich sich hier via QR-Code bei schwierigen Passagen spezielle Videos anschauen, die diese Passagen aus der Anleitung anschaulich erklären, dies ist wirklich toll und man geht hier mit der Zeit und selbst ich, die vorher wirklich keine wirkliche Erfahrung mit Handarbeiten hatte, versteht die unkomplizierten Anleitungen. So macht der Einstieg ins Häkeln wirklich Spaß!

 

Wie der Titel des Buches schon verrät, geht es hier um die vier Jahreszeiten und für jede Jahreszeit findet man im Buch wirklich ganz tolle Anleitungen. Für den Frühling kann man Beispielsweise ganz tolle farbenfrohe Boshis (Mützen) oder Kuscheltiere für die Kleinen häkeln. Wobei mir der Igel „ Igy“ hier auch sehr gut gefällt und ich kann mir vorstellen, dass dies auch ein schönes Geschenk wäre. Auch der gehäkelte Bucheinband „Hon“ ist ganz bezaubernd und praktisch und als Verzierungen für den Bucheinband dienen als Leszeichen ein Wurm und auf dem Titelbild ein Apfel mit einem Blatt.

Für den Sommer kann man sich selber einen Hut oder ein Riverside-Stricktop stricken und besonders toll finde ich hier ,dass man Anleitungen für unterschiedliche Konfektionsgrößen findet.

Im Herbst sind dann wieder tolle Mützen angesagt und auch Anleitungen für kleine Handschuhe oder coole Körbchen für jeden Anlass sind hier zu finden.

Für den Winter kann man dann wieder richtig angesagte Boshis und die passenden Handschuhe selber machen. Dies ist ein bunter Mix aus Häkeln und Stricken und eignet sich hier auch als schönes Weihnachtsgeschenk.

Generell bin ich wirklich sehr von „myboshi 4 Seasons: Das neue Boshiversum – Strick-und Häkel-Chic fürs ganze Jahr“ begeistert. Man findet hier wirklich tolle und angesagte Häkel- und Strickideen für jedes Alter und für jeden Geschmack dürfte hier etwas dabei sein. Es macht Spaß sich das Buch anzuschauen und es macht nicht nur vom Äußeren einen hochwertigen Eindruck, denn auch der Inhalt ist wirklich Klasse.

 

Fazit:

Ein wirklich tolles Buch für Anfänger und Fortgeschrittene, die das Boshiversum rund ums Häkeln und Stricken näher kennenlernen wollen. Man findet hier tolle Anregungen zum Nachmachen und verschenken und die Anleitungen sind wirklich modern und leicht verständlich. Wer nach dem Lesen dieses Buches nicht direkt die Strick- und Häkelnadel in der Hand hält, ist selber schuld ;-).

Meine Bewertung: ♥♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

 

Ein herzliches Dankeschön geht an den Becker Joest Volk Verlag und Vorablesen.de für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Vielen Dank ♥.

Rezension: “ Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend“ von Andreas Altmann

Der Inhalt:

Andreas Altmann schreibt in “ Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend“ , wie der Titel schon aussagt, über seine überaus brutal und voller Gewalt erlebte Kindheit und Jugend in seinem Elternhaus in Altötting.

Altötting gilt als „heiliger“ Walfahrtsort, die Stadt selber wirbt mit dem Slogan “ Grüß Gott“ in Altötting, doch hinter der „heiligen“ Fassade im Altmann -Haus herrscht eine eisige ,von Gewalt beherrschende Tagesordnung. Andreas Altmann schildert in seinem Buch die brutalen Gewalttaten seines Vaters,der ehemalige SS- Mann, der nun wie ein Herrscher und Diktator seine Familie im Griff hat. Von außen der brave fast heilige Rosenkranzverkäufer, prügelt  er zuhause seine Frau und seine Kinder  ohne Kompromisse um den Verstand.

Meine persönliche Meinung:

Letztes Jahr habe ich Andreas Altmann „live“ auf einer Lesung zu “ Triffst du Buddha, töte ihn! “ gesehen, auf dieser Lesung hat er auch aus seinem aktuellen Buch “ Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend“ vorgelesen. Damals stockte mir der Atem, denn was er dort vorlas, war so hart , so grausam und so ungeheuerlich, dass ich erst gar nicht zuhören wollte. Ich konnte gar nicht fassen, dass dieser Mann, der vor mir saß, dieser toughe, erfahrene Weltenbummler so eine schrecklich brutale Kindheit und Jugend erlebt hatte. Diese Brutalität  kann man nicht in Worte fassen und wenn man das Buch liest, wird einem auch schnell klar, dass man so ,ohne  einen bleibenden Schaden zu bekommen ,nicht davon kommen kann.

Ich habe etwas länger zum lesen gebraucht, denn ich konnte das Buch nicht in einem Stück zuende lesen, ich musste zwischendurch immer mal Pause machen, um das gelesene zu verarbeiten. Dies ist kein Buch, dass man mal eben an einem schönen Sonntagnachmittag lesen kann, dies war mir aber vorab bewusst  und trotzdem wollte ich es lesen !!!

Altmanns Schreibstil ist durchaus schonungslos, nie jammerig aber voller Wahrheit. ich glaube ihm jedes einzelne Wort.

Auch das Nachwort, wo er darüber berichtet, dass seine Mutter ihn als Baby ersticken wollte, dies aber nicht geschafft hat, da die Wöchnerin schnell eingriff und das ganze Hintergrundinformationen, wie Er seine „Scheißjugend“ psychisch und physisch verarbeitet hat und von einer Psychotherapie in die nächste gerit, dann nach weiteren “ Fehlschlägen“ doch noch zu sich selber fand und nun um die ganze Welt reist und seine Berufung als Reisereporter , Schriftsteller und Reporter gefunden hat, fand ich sehr beeindruckend und schonungslos berichtet.

Kaum kann man sich vorstellen, dass dieser Mensch, der so viel grauenhaftes, schreckliches und gewaltvolles erlebt hat, doch noch sein Glück finden konnte. Ich finde es bemerkenswert, dass er sich auch getraut hat, über diese Ungeheuerlichkeit in seinem  Leben zu schreiben und auch finde ich es bemerkenswert, dass er schonungslos über Altötting, Pfarrer die Kinder missbrauchen, Prügel und Gewalt schreibt, die man an diesem „heiligen“ Ort nicht vermutet.

Fazit: Ein schonungslos, nie jammerig aber voller Wahrheit geschriebenes Buch , welches einem einen gewaltigen Schauer über den Rücken laufen lässt, denn es erzählt  die Lebensgeschichte eines Mannes und seiner Familie, die von Gewalt, Unterdrückung und Scheinheiligkeit geprägt wurde, es erzählt aber auch  die Geschichte eines Mannes, der es geschafft hat, darüber zu berichten , was ich persönlich ziemlich mutig finde, und der dadurch zu sich selber gefunden hat. 

Hierfür vergebe ich ♥♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

© Cover: Piper Verlag