Buchrezension: „Auerhaus“ von Bov Bjerg

Heute möchte ich euch gerne den Roman „Auerhaus“ von Bov Bjerg näher vorstellen.

image_1_13544 Bov Bjerg

Auerhaus

18,00 (D)// Gebunden mit ausklappbarem Vorsatz, 240 Seiten

Blumenbar
ISBN: 978-3-351-05023-8

Der Inhalt (Klappentext Blumenbar):

Sechs Freunde und ein Versprechen: Ihr Leben soll nicht in Ordnern mit der Aufschrift Birth – School – Work – Death abgeheftet werden. Deshalb ziehen sie gemeinsam ins Auerhaus. Eine Schüler-WG auf dem Dorf – unerhört. Aber sie wollen nicht nur ihr Leben retten, sondern vor allem das ihres besten Freundes Frieder. Denn der ist sich nicht so sicher, warum er überhaupt leben soll.
Bov Bjerg erzählt mitreißend und einfühlsam von Liebe, Freundschaft und sechs Idealisten, deren Einfallsreichtum nichts weniger ist als Notwehr gegen das Vorgefundene. Denn ihr Ringen um das Glück ist auch ein Kampf um Leben und Tod.

Meine Meinung:

Auf den Roman „Auerhaus“ von Bov Bjerg bin ich durch die vielen und positiven Besprechungen aufmerksam geworden. Ich gehe zwar nicht jeden Hype nach, aber der Inhalt hat mich schon sehr neugierig gemacht, so dass ich das Buch sehr gerne lesen wollte.

Das Buchcover ist in einem satten Orangeton gehalten. Die Schrift und die Symbole, eine Regenwolke und eine Wolke, wo die Sonne durchbricht, sind sehr natürlich in einem Beigeton gehalten. Die Farbe Orange ist lebendig und steht für Wärme und wirkt sich positiv auf die Psyche aus. Die Farbe Beige unterstützt die positive Wirkung. Die gewählten Symbole  lassen mich an das Sprichwort “ Auf Regen folgt Sonnenschein“ denken und ich assoziere damit das Leben, die Freude und die Trauer. Auch erinnert mich die Gestaltung des Buchdeckels sofort an ein Jugendbuch.

Zum Inhalt:

Bov Bjerg erzählt in seinen Roman „Auerhaus“ die Geschichte von Frieder und seinen Freunden, die gemeinsam in einer Art Jugendwohngemeinschaft, dem Auerhaus, leben. Das Haus hat seinen besonderen Namen übrigens von den Nachbarn erhalten, die aus seinem Inneren ständig den Song „Our House“ von Madness hörten.

Die Bewohner des Auerhaus sind anders! Dies merkt man augenblicklich, wenn der Autor durch ihre skurril anmutende Gedankenwelt führt. Eines, jedoch verbindet sie, sie möchten ihren Freund Frieder vor einem erneuten Selbstmordversuch schützen. Gemeinsam leben sie ihr junges und unbekümmertes Leben, welches in Wahrheit gar nicht so unbekümmert erscheint.

Man stelle sich eine Gruppe Jugendlicher vor, die alle ihr persönliches Päckchen mit Problemen mit sich herumtragen und fortan ihr Leben gemeinsam in einem Haus verbringen werden, wo sie keinerlei Kontrolle ausgesetzt sind und den Alltag nach ihren eigenen Regeln gestalten. Dies schreit förmlich nach Chaos und klingt ein wenig verrückt, was es auch genau genommen ist, da die Jugendlichen förmlich ins kalte Wasser geworfen werden und ganz allein und ohne jegliche Unterstützung, mit ihrem Leben, dem Alltag und dem Erwachsenwerden, zurechtkommen müssen.

Anderseits unterstützen sie sich gegenseitig und verbreiten gemeinsam ein Sammelsurium von Chaos, indem sie ihre eigenen Regeln aufstellen und so die unbeschwerteste und schönste Zeit ihres Lebens erleben werden, bevor schließlich die harte Realität durchgreifen wird und alles verändern wird.

Erzählt wird die Geschichte in einer leichten Sprache, die gut auf die jugendlichen Charaktere abgestimmt ist. Der Schreibstil ist hier sehr flüssig und man kann den Roman relativ schnell lesen. Besonders gut hat mir gefallen, dass man sich mitten im Zentrum der Geschichte wiederfindet und als stiller Beobachter alles mitbekommt. Und auch das Zusammenspiel zwischen Freude und Trauer, Glück, Unbeschwertheit und Melancholie hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte hat mich zum lachen gebracht, aber zusätzlich auch sehr nachdenklich gestimmt. Teilweise muss ich aber zugeben, dass mich der Inhalt an manchen Stellen nicht so überzeugen konnte, da die Handlung nicht immer gut nachvollziehbar war und dadurch etwas realitätsfremd auf mich wirkte.

Meine Bewertung:

♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

 

Buchrezension: „Sophia, der Tod und ich“ von Thees Uhlmann

Heute möchte ich euch gerne „Sophia, der Tod und ich“ von Thees Uhlmann näher vorstellen.

 ISBN: 978-3-462-04793-6
Erschienen am: 08.10.2015
320 Seiten, gebunden

Preis: 18,99€ [D]

Verlag: Kiepenheuer & Witsch

Der Inhalt (Quelle: Kiepenheuer & Witsch):

Wie kaputt muss man sein, um bei jemandem an der Tür zu klingeln und zu behaupten, man sei der Tod? Was wie ein schlechter Scherz beginnt, ist der Auf-takt zu einem hinreißenden, nicht enden wollenden Wortgefecht zwischen dem Tod und dem Erzähler, in dem es um Liebe, Freundschaft und Glauben, um den Lakritzgeschmack von Asphalt und das depressive Jobprofil des Todes geht. Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg zur Mutter und zu Johnny, dem kleinen Sohn des Erzählers, den er seit Ewigkeiten nicht gesehen hat. Mit dabei: Sophia, die ruppig-souveräne und weise Exfreundin. Es ist eine Reise zwischen Himmel und Hölle, die geprägt ist von der Tollpatschigkeit, mit der sich der Tod begeistert durch die Welt der Lebenden bewegt, und Fragen aufwirft wie: Muss der Tod eigentlich pinkeln? Und wenn ja, wie macht er das? Und es geht um die große Frage, was denn besser ist, »to burn out or to fade away«? »Sophia, der Tod und ich« ist eine irrsinnig lustige, berührende Suada, druck- und kraftvoll in jeder Zeile. Die ganze Herrlichkeit des Lebens gefeiert in einem Buch.

Meine Meinung:

„Sophia, der Tod und ich“ ist der Debütroman des Tomte-Sängers Thees Uhlmann. Vorab möchte ich sagen, dass ich kein Fan der Band bin und ich das Buch nicht wegen dem Bekanntheitsgrad des Autors gelesen habe, sondern der Inhalt des Buches mich einfach gereizt hat.

Und darum geht es in den Roman: Es klingelt an der Tür und vor dem Erzähler steht ein Mann, der ihm ähnlich sieht und behauptet er wäre der Tod. Der Tod ist gerade dabei seinen Job auszuführen, da klingelt es erneut und Sophia, die Exfreundin des Erzählers steht vor der Tür und bringt das ganze Gleichgewicht des Sterbens durcheinander. Gemeinsam mit dem Tod und seiner Exfreundin Sophia, macht sich der Erzähler auf den Weg zu seiner Mutter und seinem siebenjährigen Sohn, den er seit einer sehr langen Zeit nicht mehr gesehen hat, ihm aber tagtäglich eine Postkarte schreibt. Eine besondere Reise beginnt und Ziel der Reise ist das Sterben des Erzählers, der in den letzten Tagen seines Daseins, die Liebe in seinem Leben wiederfindet.

Was ich darüber denke:

Ich mag schräge Geschichten, die originell und anders sind und“Sophia, der Tod und ich“ ist genau solch eine Geschichte, die meinen Geschmack trifft. Ich fühlte mich beim lesen des Buches bestens unterhalten und auch öfters gelacht, da mich die ein oder andere Situation oder „Lebensweisheit“ dazu animiert haben.

Besonders die Figuren und deren Ausarbeitung mochte ich sehr, denn keine Figur war perfekt, sondern alle hatten ihre Ecken und Kanten und dies wirkte sehr natürlich auf mich. Die Figur des Todes mochte ich vor allen Dingen, den der Tod wird hier nicht als allmächtiger Vollstrecker dargestellt, sondern wirkt sehr menschlich und ist eher der freakige Kumpel von nebenan, der in seiner Art zwar eigen und ein wenig seltsam ist, man ihn aber trotzdem auf eine gewisse Art und Weise mag und gerne mit ihm abhängt. Wer stellt sich den Tod schon in der Kneipe vor, wo er genüsslich das ein oder andere Bier trinkt?

Die Dialoge, der Figuren untereinander, waren kurzlebig und in Alltagssprache gehalten. Auch der ein oder andere Wortwitz durfte hier nicht fehlen und hat die Geschichte rund und lebendig gemacht.

Der Schreibstil des Autors war für mich sehr melodisch, ein wenig frech und von einer Prise Melancholie durchzogen, was mir sehr gut gefallen hat und mich ungemein unterhalten hat.

Ein Buch über den Tod, mit dem Tod, aber eigentlich ein Plädoyer für das Leben!

Meine Bewertung:

♥♥♥♥ ( von ♥♥♥♥♥)

Buchrezension „Die Achse meiner Welt“ von Dani Atkins

Heute möchte ich euch gerne „Die Achse meiner Welt“ von Dani Atkins vorstellen.

Der Inhalt:

Rachels Leben scheint perfekt. Sie ist jung, schön, lebt mit einem reichen und angesehenen Partner zusammen und wird in einigen Wochen ihr Traumstudium beginnen. Ihr Leben scheint wie aus dem Bilderbuch zu sein, doch dann schlägt das Schicksal unverhofft zu und ändert ihr Leben schlagartig. Durch einen tragischen Unfall, wo ihr bester Freund Jimmy, bei den Versuch, Sie zu retten, ums Leben kommt, bricht Rachels Welt komplett zusammen. Fortan ist nichts mehr so, wie es einst war und Rachels leidet sehr unter den  plötzlichenVerlust. Sie zieht sich in sich zurück und leidet unter großen Schuldgefühlen. Der Schmerz sitzt so tief, dass sich ihr Leben drastisch verändert. Es scheint nichts mehr übrig geblieben, von der glücklichen Rachel und dann schlägt das Schicksal erneut zu.

Nach fünf Jahren kehrt Rachel für die Hochzeit ihrer besten Freundin zum ersten Mal an den Ort der Tragödie zurück, die Erinnerungen daran sind so stark und Sie bricht plötzlich zusammen. Als Sie dann im Krankenhaus erwacht, scheint sich ihr Leben wieder zum Guten zu wenden, Sie traut ihren Augen nicht, denn auf einmal steht Jimmy neben ihren Krankenbett und scheint wieder lebendig zu sein und ihr an Krebs erkrankter Vater, scheint von der schlimmen Krankheit geheilt zu sein…

Meine Meinung:

Zunächst einmal hat mich der Titel des Buches „Die Achse meiner Welt“ neugierig auf den Inhalt gemacht. Was hat es mit diesen Titel auf sich und wie passt dieser inhaltlich zum Buch? Von meiner Neugier geweckt, schaute ich mir die Leseprobe genauer an und kam schnell zu dem Entschluss, dass ich dieses Buch gerne lesen möchte. Auch das schön gestaltete Buchcover, welches in einem tief- blauen Farbton gehalten ist und worauf man eine junge Frau erkennt, die scheinbar im Nichts, denn man erkennt hier den Boden nicht, auf einem Hochseil balanciert und versucht, ihr Gleichgewicht zu halten, brachte mich dazu, dass Buch unbedingt lesen zu wollen.

Schon nach dem lesen weniger Seiten war ich mir sicher, dass ich das Buch ziemlich schnell zu Ende lesen werde, denn der Schreibstil der Autorin war hier so flüssig und detailreich, dass ich mich direkt, mitten in der Geschichte und im Handlungsprozess wiederfand und mich sofort in der Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin Rachel hineinversetzen konnte.

Der Inhalt war dann zunächst auch so, wie ich es erwartet habe, ich wusste ja bereits, dass hier etwas schlimmes passieren würde und wollte erfahren, wie sich danach das Leben von Rachel genau ändern und ich wollte vor allem wissen, warum ihr bester Freund Jimmy nun auf einmal wieder am Leben ist? Wie kann dies denn sein? Erst am Ende der Geschichte wird dies aufgedeckt. Das Ende hat mir wirklich sehr gut gefallen, denn dies war so, wirklich nicht vorhersehbar. Es gibt aber auch einige Kritikpunkte, die ich gerne erwähnen möchte, so war mir der Inhalt an einigen Stellen leider etwas  zu klischeehaft und nicht tiefgründig genug. Einige Stellen im Buch waren für mich zunächst auch eher verwirrend, denn die Wendungen kamen hier, für meinen Geschmack, zu plötzlich und man erfuhr nicht direkt, warum hier auf einmal eine Wendung eintraf.

Hier hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Zwar hat mich der Schreibstil zu Anfang sehr gefesselt, doch dies nahm beim lesen der weiteren Kapitel leider immer mehr ab. Zum Schluss jedoch, wurde wieder eine gute Spannung aufgebaut und das Ende hat mich dann wieder milde gestimmt und ich kann sagen, dass mir das Buch dann auch wieder gefallen hat, auch wenn es mich tieftraurig gestimmt hat.

Fazit:

Ein schönes Buch, an manchen Stellen etwas langatmig und klischeehaft, aber das Ende entschädigt dann wieder.

Meine Bewertung♥♥♥ (von ♥♥♥♥♥)

Ein herzliches Dankeschön geht an die Verlagsgruppe Droemer Knaur, die mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Vielen Dank :-).

Who is Jimmy Earle?

Ich frage mich seit Tagen „Wer ist Jimmy Earle?“

Plakat_2

„Dead by Death?“

Plakat_3und wird Jimmy bei seinem letzten Konzert (am 01.03.2014) sterben?

werden Drogen dabei eine Rolle spielen?

Plakat_1

Wird Jimmy wirklich sterben?

Warum???

Aus Liebe?

Weil sein Leben im Chaos versinkt?

Warum???

Fragen über Fragen, auf die ich keine Antwort weiß…

Habt ihr eine Antwort darauf???

Am 01.03.2014 werden wir es wohl erfahren…

Schaut mal hier: www.jimmyearle.com

und auf Facebook.